FIDE Commerce sieht sich zwar nicht in der
Lage, gemäß den WM-Bestimmungen etwas zum Preisfonds der EM beizutragen,
doch immerhin qualifizieren sich die besten zehn Spieler der EM 2002 für
die WM 2003. Sollte der Rating-Durchschnitt der besten 50 Spieler in der
EM 2002 nicht unter demjenigen der diesjährigen EM in Ohrid
(Mazedonien) liegen, kann die Anzahl der WM-Qualifikanten sogar auf 15
steigen - bis zur ECU- Generalversammlung will der ECU-Vorstand weitere
Details geklärt haben.
ECU-Generalsekretär Horst Metzing dankte der holländischen
Schachföderation sowie der Schachstiftung Groningen für ihre Kooperation
während der Verhandlungen und rief alle europäischen Schachföderationen
dazu auf, so viele Spieler wie nur möglich zur EM zu entsenden.
Veranstalter der EM 2002 ist die
Schachstiftung Groningen (Stichting Schaak Groningen) anlässlich des
Jubiläums ‘40. Internationales Schachturnier Groningen’. Gespielt werden
13 Runden im Martiniplaza. Die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten, wobei jeder
Spieler vom ersten Zug an zusätzlich 30 Sekunden pro Zug erhält. Das
Startgeld beträgt 150 Gulden pro Spieler. Gemäß den ECU-Bestimmungen sind
alle Teilnehmer verpflichtet, sich in den angebotenen Hotels aufzuhalten
(Doppelzimmer mit Vollpension 130 Gulden pro Tag und Person; Einzelzimmer
170 Gulden). Für den amtierenden Europameister sind Unterkunft und
Verpflegung frei.
Der vom Veranstalter garantierte Preisfonds belauft sich auf 155.000
Gulden (1. Platz 25.000 Gulden; 30. Platz 1.000 Gulden). Pro Föderation
(Zonen 1.1. bis 1.9) sind 3 Spieler startberechtigt, darüber hinaus ist
das Turnier offen für weitere Spieler mit einer FIDE-Ratingzahl
>2.400, wobei pro Föderation maximal 20 Teilnehmer zugelassen
werden. Die einzige Ausnahme ist Israel (21), da der amtierende
Europameister 2001, Emil Sutovsky (Israel), einen Freiplatz erhält.
Bezüglich der WM-Qualifikation gibt es keine Beschränkung für die
Föderationen.
Gerald Schendel