Europapokal auf Kreta mit Kasparov

17.09.2003 – Vom 28.September bis 5.Oktober findet auf Kreta, in Rethymnon, der Europapokal, genauer die Europäischen Mannschaftsmeisterschaften, statt. Titelverteidiger ist die Mansnchaft von Bosna Sarajewo, die versuchen wird, sich auch diesmal gegen die starke Konkurrenz von Ladia Kasan, Nikel Norilsk, Tomsk-400-YKOS, Polonia Warschau oder NAO Chess Club Paris durchzusetzen. Als besondere Überraschung hat Ladia Kazan Gary Kasparov verpflichtet, der in der Woche zuvor auf Kreta einen Wettkampf gegen Zurab Asmaiparashvili spielen wird. Der deutsche Meister nimmt traditionell nicht teil. Die deutschen Farben werden von Werder Bremen und den Schachfreunden Neukölln vertreten. Insgesamt haben 49 Mannschaften gemeldet. Gleichzeitig findet die Europameisterschaft für Vereine der Frauen statt zu der sich 16 Teams angemeldet haben. Offizielle Seite mit vielen Informationen und Livepartien...Mehr...

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Europäische Mannschaftsmeisterschaften
Creta Star Hotel, Rhetymno, 28.9.-4.10.2003
Offizielle Seite mit vielen Informationen und Livepartien...
 

Auch dieses Jahr nehmen wieder viele Topspieler bei den Europäischen Mannschaftsmeisterschaften teil. Neben Titelverteidiger Bosna Sarajewo gehören Ladia Kazan, Nikel Norilsk, Tomsk-400-YKOS, St.Petersburg, Polonia Warschau und der NAO Chess Club Paris zu den Top-Favoriten. In den letzten Jahren hat sich der Wettbewerb zum bedeutendsten Wettbewerb für Vereinsmannschaften entwickelt. Dennoch wird er von den deutschen Spitzenmannschaften traditionell ignoriert. Einzige Ausnahme ist Werder Bremen, das immer gerne teilnimmt, wenn die sportliche Qualifikation vorliegt. Auch die Sportfreunde aus Berlin-Neukölln spielen als Nachrücker zum dritten Mal hintereinander mit. Im letzten Jahr konnte man einige Achtungserfolge erringen. Auch mit nur zwei deutschen Vereinen sind eine Reihe von deutschen Spielern an Spitzenbrettern am Start - in den Mannschaften aus Österreich und Luxemburg.

Vom 23.-25.9 spielt der Weltranglistenerste Garry Kasparov auf Kreta einen Wettkampf gegen den amtierenden Europameister Zurab Asmaijparashvili. Im Anschluss wertet er durch seine Teilnahme am Cup der Vereine diesen Wettbewerb zusätzlich auf. Kasparov wird die Mannschaft von Ladia Kasan verstärken. Unklar ist allerdings, wie die Teilnahme möglich wird, da die gemeldeten Spieler auch in den nationalen Wettbewerben teil genommen haben müssen.

Der Wettkampf gegen Asmaiparashvili wird mit vier Schnellschachpartien und vier Blitzpartien gespielt und findet in Panormos statt. Der Veranstalter will die Partien live ins Internet übertragen.

Die Favoriten:

Ladia Kazan

1. Kasparov, Garry g RUS 2830
2. Smirin, Ilia g ISR 2656 21.01.1968
3. Bologan, Viktor g MLD 2650
4. Kharlov, Andrei g RUS 2591
5. Timofeev, Artyom m RUS 2575
6. Galliamova, Alisa (IM) wg RUS 2502
7. Hasangatin, Ramil m RUS 2515
8. Iljin, Artem m RUS 2471
 

Polonia Warschau

1. Ivanchuk, Vasyl g UKR 2710
2. Gelfand, Boris g ISR 2695
3. Macieja, Bartlomiej g POL 2627
4. Markowski, Tomasz g POL 2610
5. Krasenkow, Michal g POL 2585
6. Kempinski, Robert g POL 2565
7. Socko, Bartosz g POL 2551
8. Gdanski, Jacek g POL 2520

St. Petersburg LTG

1. Sakaev, Konstantin g RUS 2655
2. Korchnoi, Viktor g SUI 2628
3. Volkov, Sergey g RUS 2620
4. Smirnov, Pavel m RUS 2629
5. Ivanov, Sergey g RUS 2556
6. Popov, Valerij g RUS 2573
7. Lugovoi, Aleksei g RUS 2566
8. Alekseev, Evgeny g RUS 2613
9. Ionov, Sergey g RUS 2556

NAO Chess Club Paris

1. Grischuk, Alexander g RUS 2732
2. Svidler, Peter g RUS 2723
3. Adams, Michael g ENG 2719
4. Lautier, Joel g FRA 2677
5. Vallejo Pons, Francisco g ESP 2662
6. Bacrot, Etienne g FRA 2645
7. Fressinet, Laurent g FRA 2640
8. Nataf, Igor-Alexandre g FRA 2549

Tomsk-400-YKOS

1. Morozevich, Alexander g RUS 2679
2. Khalifman, Alexander g RUS 2678
3. Filippov, Valerij g RUS 2630
4. Kobalia, Mikhail g RUS 2656
5. Landa, Konstantin g RUS 2614
6. Pigusov, Evgeny g RUS 2576
7. Belozerov, Andrei g RUS 2541
8. Khasin, Alexander g RUS 2502

Bosna Sarajewo

1. Shirov, Alexei g ESP 2732
2. Bareev, Evgeny g RUS 2721
3. Sokolov, Ivan g NED 2693
4. Kasimdzhanov, Rustan g UZB 2664
5. Georgiev, Kiril g MKD 2637
6. Kozul, Zdenko g CRO 2596
7. Kurajica, Bojan g BIH 2558
8. Dizdarevic, Emir g BIH 2486
9. Predojevic, Borki f SCG 2474
10. Galic, Zeljko f BIH 2367


Das Spiellokal? Nein, eine Basilika aus dem 10.Jh.


Zeitplan:

27. Sept. 2003 Ankunft der Spieler
28. Sept. 2003 10:00 Treffen der Mannschaftsführer
13:30 Eröffnungsfeier
14:00 Runde 1 Männer & Frauen
29. Sept. 2003 14:00 Runde 2 Männer & Frauen
30. Sept. 2003 14:00 Runde 3 Männer & Frauen
 1. Okt. 2003 14:00 Runde 4 Männer & Frauen
 2. Okt. 2003 14:00 Runde 5 Männer & Frauen
 3. Okt. 2003 14:00 Runde 6 Männer & Frauen
 4. Okt. 2003 14:00 Runde 7 Männer & Frauen
21:00 Schlussfeier
 5. Okt. 2003 Abreise der Spieler


Geschichte:

Rethymno liegt im Norden Kretas zwischen Chania im Westen und Iraklion im Osten. Urlauber können sich an den schönen Stränden zwischen Rethymno und Panormo erfreuen. Nicht weit entfernt liegen viele historisch und landschaftlich reizvolle Stätten, z.B. die Samaria-Schlucht, Iraklion, Knossos oder zum Kloster Preveli aus dem 17.-19.Jh. im zentralen Bergland. Das Kloster ist für die Kreter ein Symbol des Widerstandes gegen die Türkenherrschaft und im Zweiten Weltkrieg.

Gegründet wurde die Stadt von den Venezianern, die 1211 hier eine Festung errichteten und den Stützpunkt bis zur endgültigen Landung der Türken im 17. Jh. hielten. Beim Angriff von Ulutz Ali am 7.Juli 1571 wurde die von seinen Bewohnern verlassene Stadt geplündert und vollständig nieder gebrannt. Mit der Landung der Türken mit 400 Schiffen und 60.000 Mann bei Chania im Jahr 1645 begann der Krieg zwischen dem Osmansichen Reich und und Venedig. Am 13. November 1646 wurde Rethymno von den Türken unter Hussein Pascha erobert. Nach und nach fiel ganz Kreta an die Türken, die dort eine Schreckensherrschaft errichteten.

Nach mehreren Aufständen im 19.Jh. wurde die Herrschaft der Türken 1897 beendet, nachdem Kreta zwischendurch politisch an Ägypten gefallen war. Zunächst stand Kreta unter Verwaltung internationaler Großmächte (Großbritannien, Frankreich, Italien und Rußland), bis es 1913 mit Griechenland wiedervereinigt wurde.

Am
20. Mai 1941 landeten Deutsche Fallschirmjäger auf Kreta, nachdem die Wehrmacht bereits das griechische Festland erobert hatten. Nach der 10-tägigen Schlacht um Kreta wurde die Insel vollständig besetzt, allerdings konnten die Alliierten mit Hilfe der Bevölkerung einen wirkungsvollen Widerstand organisieren. Nach dreieinhalb Jahren Terrorherrschaft verlassen die Deutschen das griechische Festland am 2.November 1944. Auf Kreta bleiben deutsche Truppen bis zur Kapitulation im Mai 1945.

Die Geschichte auf Kreta reicht sehr weit zurück, bis an den Anfang europäischer Kultur. Nicht umsonst werden die Griechen ihren Ursprung mythologisch nach Kreta verlegt haben. Kronos, der Nachkomme der ersten göttlichen Dynastie, Sohn von Uranos (Himmel) und Gaia (Erde), nahm seine Schwester Rhea zu Frau. Aus Angst, dass einer seiner Kinder ihn einmal entmachten werde, aß er diese, Hastia, Demeter, Hera, Hades und Poseidon, auf. Als Rhea mit Zeus schwanger war, ging sie nach Kreta und versteckte den Jungen vor dem Zugriff des Vaters am Berg Dikti.

Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück. Die erste große Kultur war die minoische, deren Anfang bis 4000 v.Chr. zurück reicht. Um 1400 v.Chr. erfolgt der Niedergang, vielleicht in Folge einer Naturkatastrophe (Ausbruch des Vulkans Thera auf Santorin). Die minoische Kultur wird von der mykenischen abgelöst, später wird Kreta von vielen verschiedenen Kulturen und Eroberern besetzt, so Griechen, Römer, Byzantiner, Araber, Venezianer und Türken.


Blick auf Rethymnon (Foto: rethymnon.gr)

Offizielle Seite von Rethymno ...


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