Europapokal der Vereine

22.09.2005 – Der diesjährige Europapokal der Vereine wird im norditalienischen Saint-Vincent ausgetragen. In der Schachszene ist das Städtchen im Aostatal durch sein Open bekannt. Titelverteidger ist der Pariser NAO Chess Club, der in bester Besetzung und mit Weltmeister Kramnik angetreten ist. Mit Werder Bremen ist erstmals seit langer Zeit wieder ein Deutscher Meister vertreten. Die Bremer waren schon häufiger am Start, aber bist dato ohne den Meisterbrief. Weitere deutsche Mannschaften im Wettbewerb sind der TV Tegernsee und die Schachfreunde Neukölln. Nach vier Runden führen im Männerwettbewerb Tomsk-400 und Ladya Kazan, bei den Frauen die Mannschaft AVS. Werder Bremen liegt mit 6 Punkten gut im Rennen. Seite des Veranstalters...Mehr...

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18.-24.September 2005

Fotos: Turniereseite


Gastgeber des diesjährigen Europokals der Vereine ist die nordwestitalienische Stadt Saint-Vincent im Aostatal, das durch sein Open in der Schachwelt gut bekannt ist. Gespielt wird im Palais de Saint-Vincent. Wer nach Informationen sucht, bekommt schnell den Eindruck , dass selbst das Internet sich beim Anstieg in die Berge schwer tut. Die entsprechenden Seiten werden nur ganz langsam oder auch gar nicht geladen. Das gilt auch für die Seiten des Veranstalters, auf dem sich die Informationen über Mannschaftsaufstellungen, etc. verbergen. Doch die Menschen im Gebirge sind es gewohnt unter schwierigen Bedingungen zu leben und zu arbeiten und lassen sich von kleinen Hindernissen nicht von ihren Visionen abbringen, die der Webmaster der Turnierseite durch hübsche Rollschriften zum Ausdruck gebracht hat. Man kann sich beim schwerfälligen Laden der Seiten, - die mal erscheinen, mal nicht - gut vorstellen, wie Bits und Bytes mit schweren Rücksäcken beladen, in denen massige Rollschrifttechniken und andere hübsche Spielzeuge aus dem Baukasten des Webdesigners stecken, ächzend die Berge hinab kraxeln.

Zum Glück gibt es aber auch noch die Internetseite der Wiener Zeitung, auf der mit Hilfe des Programms von Mag. Werner Herzog Swiss Manager und seiner Statistiken alle wesentlichen Ereignisse nachzulesen:

http://schach.wienerzeitung.at/asp/turniereEC.asp?tnr=2617 (Männer)

http://schach.wienerzeitung.at/asp/turniereEC.asp?tnr=2618 (Frauen)

Die Mannschaftskämpfe werden an sechs bzw. vier Brettern (Frauen) gespielt. Neben dem Männerwettbewerb gibt es zum zehnten Mal auch einen "Europapokal" für Frauenmannschaften. Zu dieser haben sich allerdings nur elf Mannschaften angemeldet, mit Ausnahme der niederländischen "Stukkenjagers" ausschließlich Teams aus Osteuropa bzw. Südosteuropa. Favorit ist die russiche Mannschaft AVM in dieser Aufstellung:

1 GM Stefanova Antoaneta 2501 BUL
2 IM Kosintseva Nadezhda 2490 RUS
3 IM Kosintseva Tatiana 2477 RUS
4 WGM Zhukova Natalia 2478 UKR
5 WIM Kursova Maria 2313 RUS

Der Männerwettbewerb zählt 48 Mannschaften. Neben vielen Profimannschaften mit Topstars sind auch eine Reihe von reinen Amateurmannschaften am Start. Dazu zählen auch die Schachfreunde aus Neukölln.

 


Kramnik (NAO)


Bacrot (NAO)



Die Favoriten sind u.a:

NAO

1 GM Kramnik Vladimir 2744 RUS
2 GM Bacrot Etienne 2729 FRA
3 GM Grischuk Alexander 2720 RUS
4 GM Radjabov Teimour 2682 AZE
5 GM Lautier Joel 2672 FRA
6 GM Vallejo Pons Francisco 2681 ESP
7 GM Karjakin Sergey 2645 UKR
8 GM Fressinet Laurent 2627 FRA


Tomsk-400

1 GM Aronian Levon 2724 ARM
2 GM Bologan Viktor 2700 MDA
3 GM Jakovenko Dmitry 2627 RUS
4 GM Tkachiev Vladislav 2625 FRA
5 GM Smirnov Pavel 2635 RUS
6 GM Inarkiev Ernesto 2618 RUS
7 GM Belozerov Andrei 2549 RUS

Polonia Plus

1 GM Gelfand Boris 2724 ISR
2 GM Ivanchuk Vassily 2752 UKR
3 GM Krasenkow Michal 2663 POL
4 GM Kempinski Robert 2619 POL 
5 GM Socko Bartosz 2615 POL
6 GM Macieja Bartlomiej 2593 POL
7 GM Markowski Tomasz 2564 POL


Außerdem gibt es eine Reihe weiterer starker Mannschaften, zu denen auch Werder Bremen zählt, die in sehr guter Besetzung an den Start gegangen sind.

1 GM McShane Luke 2625 ENG
2 GM Efimenko Zahar 2643 UKR
3 GM Hracek Zbynek 2591 CZE
4 GM Babula Vlastimil 2604 CZE
5 GM Nyback Tomi 2571 FIN
6 IM Fish Gennadij 2550 GER
7 GM Schandorff Lars 2519 DEN
 

Im gestrigen Spitzenduell verlor NAO gegen Tomsk-400 klar mit 4: 2. Jakovenko schlug Grischuk und Smirnov Vallejo. Werder Bremen konnte bisher gegen drei schwächere Gegner punkten und verlor gegen Polonia Warschau.


André Schulz

Partien des Männerturniers...
Partien des Frauenturniers...


Stand nach vier Runden:

21st European Club Cup 2005        
St. Vincent, Aosta / Italy  
Rank Team + = - MP Pts.
1 Tomsk-400 4 0 0 8 19
2 Ladya Kazan 4 0 0 8 17½
3 Ural 3 1 0 7 18
4 I & A Tbilisi 3 1 0 7 16
5 Polonia Plus GSM 3 0 1 6 17
6 Werder Bremen 3 0 1 6 16½
7 KSK 47 Eynatten 3 0 1 6 16
8 Ashdod City Club 3 0 1 6 15½
9 TPS 3 0 1 6 15½
10 Beer Sheva Chess Club 3 0 1 6 15½
11 NAO Chess Club 3 0 1 6 15
12 Union Ansfelden 2 1 1 5 15½
13 TV Tegernsee 2 1 1 5 15
14 SK Rockaden Stockholm 2 1 1 5 14½
15 Asker Sjakklubb 2 1 1 5 14
16 SK Alkaloid Skopje 2 1 1 5 13½
17 Csuti-Hydroc.Zalaegerszeg 2 1 1 5 12½
18 Oslo Schakselskap 2 1 1 5 11½
19 Eczacibasi Istanbul 2 1 1 5 11½
20 HMC Calder 2 0 2 4 15½
21 Buducnost Podgorica 2 0 2 4 13½
22 Marmaris Munic. SC 2 0 2 4 13½
23 Vesnianka Minsk 2 0 2 4 12½
24 Rochade Eupen-Kelmis 2 0 2 4 12½
25 Zeljeznicar Chess Club 2 0 2 4 12
26 Klubi shahut Prishtina 2 0 2 4 12
27 Matinkylan Shakkikerho 2 0 2 4 11
28 SG Biel-Bienne 2 0 2 4 11
29 Jyvas-Shakki 2 0 2 4 10½
30 Barbican London 2 0 2 4 10½
31 Reykjavik ChessClub 1 1 2 3 12
32 Cardiff Chess Club 1 1 2 3 11½
33 LSG 1 1 2 3 10½
34 SF Neukoelln 1 1 2 3 10½
35 SK1968 Aarhus 1 1 2 3 10½
36 Hellir 1 1 2 3 10
37 ASA Penne 1 1 2 3 9
38 Chess Cl."NSEL30"Vilnius 1 0 3 2 10½
39 C.E. Dudelange 1 0 3 2 10½
40 Sparkasse Schwarzach 1 0 3 2
41 "de Sprenger" Echternach 1 0 3 2
42 Cercle Royal de Liege 1 0 3 2
43 KSH Mitrovica 1 0 3 2
44 Limhamns SK 1 0 3 2
45 Niederrohrdorf 0 1 3 1 6
46 Phibsboro Chess Club 0 0 4 0
47 Cwmbran Chess Club 0 0 4 0 5
48 Ennis 0 0 4 0 2

 

 

10th European Club Cup for Women 2005  
St. Vincent, Aosta / Italy  
Rank after round 4  
Rank Team + = - MP Pts.
1 AVS 3 1 0 7 11½
2 NTN Tbilisi 3 1 0 7 11½
3 Platina 3 0 1 6
4 Southern Ural 2 1 1 5
5 Internet CG Podgorica 1 2 1 4 9
6 MTK Budapest 2 0 2 4 9
7 MIKA Yerevan 2 0 2 4
8 BAS Beograd 1 2 1 4 7
9 FINEK St. Petersburg 1 1 2 3 7
10 Stukkenjagers 1 0 3 2
11 Obudovac 1 0 3 2 3
 
 

Das Valle d'Aosta


Marktplatz Aosta


Augustinische Brücke Aosta

Die Provinz Aosta liegt im äußersten Nordwesten Italiens, nördlich von Piemont und östlich des französischen Savoien. Die Region ist durch viele hohe Gipfel begrenzt, unter ihnen der Montblanc, mit 4807 Metern der höchste Berg Europas und das Matterhorn (4478 Meter), der Monte Rosso und der Gran Paradiso. Das Aosta-Tal bildet sich durch das Becken bildet sich aus dem Becken Dora Baltea und seinen Zuflüssen.


Gran Paradiso


Großer St.Bernhard

Die Hauptstadt Aosta geht auf das römische Augusta Pretoria zurück. Römische Baudenkmäler sind der Augustusbogen und die Reste des Römischen Theaters. Im Mittelalter befand sich hier ein wichtiger Knotenpunkt für den Handel zwischen Frankreich und der Schweiz. Aus dieser Zeit stammt die Kathedrale und die Kollegiatskirche S.Orso. Talabwärts befinden sich das Kastell Fénis, die Burg Issogne.


Castello Fénis

Eine Besoedlung lässt sich im Aosta-Tal bis ins 3 Jt. v.Chr. nachweisen. Im 8.Jh zogen Kelten hierher und vermischten sich mit den Ureinwohnern zum Volk der Salasser, die kulturell zum Gebiet des heutigen Schweizer Wallis gehören. 25. v.Chr. wurden die Salasser von den Römern unterworfen. Die Römer bauten die ersten Strassen zu den Pässen Großer und Kleiner St.Bernhard. Seit 575 gehörte das Gebiet zum Frankenreich, nach 888 zu Burgund. Von 1032 bis 1792, als Napoleon einmarschierte, regierten die Herzöge von Savoien. Im Jahr 1630 löschte die Pest zwei Drittel der Bevölkerung (s. Alessandro Manzoni: Die Verlobten.) aus. Seit 1861 gehört die Provinz Aosta endgültig zu Italien. Im Zuge der zwangsweisen Italienisierung, besonders unter der Herrschaft der Faschisten, entstand eine starke Auswanderungsbewegung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die französische Sprache der italienischen formal gleich gestellt.

 

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