Fernando Arrabal: "...wie eine Droge!"

03.11.2006 – Fernando Arrabal, 1932 in Spanisch-Marrokko geboren ist einer der, wenn nicht der bedeutendste spanischsprachige Schriftsteller der Gegenwart. Zur Zeit blickt er auf sieben Spielfilme, zahlreiche Kurzfilme, 100 Theaterstücke und 700 Gedichtbände zurück. Neben der Literatur gilt seine Liebe dem Schach. Über einen Zeitraum von 30 Jahren betreut er die Schachkolumne in der französischen Wochenzeitschrift L'Express. Über alle Vorgänge im internationalen Schach ist er bestens informiert. Zuletzt hat der Wiedervereinigungswettkampf in Elista einen tiefen Eindruck bei ihm hinterlassen. Für dessen missglückten Verlauf sieht er Kirsan Illyumzhinov, den "Unglaubliche Ubu" verantwortlich: “Der Unglaubliche Ubu ist der hämorridale Stan Laurel getarnt als magersüchtiger Oliver Hardy, umgeben von hagiographen Schurken". Arrabals erste Anlaufstelle ist die spanische ChessBase-Nachrichtenseite. Der Redakteurin Nadja Woisin schrieb er: "Deine Webseite macht mich süchtig!" Als Dank hat er ChessBase einen Text, ein paar "Arrabalesken" und eine Hymne auf das Schach, zur Verfügung gestellt. Arrabal.org... Mehr...

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Fernando Arrabal - Schachspieler und Literaturgigant



Der spanisch- französische Schriftsteller Fernando Arrabal, am 11. August 1932 in Mellila in Spanisch-Marokko geboren, ist einer der größten lebenden spanischsprachigen Künstler überhaupt. Als Kind verlor er seinen Vater, einen Offizier der Armee, der nach seinem Todesurteil während des Spanischen Bürgerkriegs auf mysteriöse Weise verschwand - ein Trauma, dass sich durch das Lebenswerk Arrabals zieht und dort auf vielfache Weise verarbeitet wurde.  Im Laufe seines Lebens produzierte Arrabal bisher sieben Spielfilme, schrieb 100 Theaterstücke und veröffentlichte 700 Gedichtbände. Sein "Brief an General Franco" machte ihn weltbekannt.
Zusammen mit Beckett und Ionesco gehörte er zu den großen Vertretern der Richtung des "Absurden Theaters"

Arrabal war Mitbegründer des „Mouvement Panique“ (mit Roland Topor und Alexandro Jodorowsky). Seit 1990 ist er „Transcendent Satrape“ (Außerordentlicher Satrap) des „Collège Pataphysique.“ Für sein Werk wurde er bisher Obgleich einer der umstrittendsten Autoren seiner Zeit, erfuhr Arrabals Werk weltweit Anerkennung, darunter: Großer Theaterpreis der Academie Française, Romanpreis Nabakov, Prix Espasa d’essai, Prix World Theater,  Prix Nadal du Roman (1982 für „La torre herida por el rayo“) und weitere. 

Über einen Zeitraum von 30 Jahren hat Fernando Arrabal auch eine Schachkolumne für die französische Wochenzeitschrift L’Express betreut. Das Schachspiel kommt auf vielfache Weise in seinen Werken vor.

Mit Hilfe des Internets ist Fernando Arrabal über alle Vorgänge bestens informiert. Die spanische ChessBase-Websiete ist dabei seine erste Anlaufstelle. "Deine Seite ist wie eine Droge für mich", schrieb er der Redakteurin Nadja Woisin. Zum Dank schickte er einen Text zur Veröffentlichung, den er über Toiletgate in Elista verfasst hat.


 

 

Ol auf Leinwand (116 x 88 cm) von Fernando San Martín Félez nach einem Stück von
Fernando Arrabal, fertig gestellt am 6. Oktober 2006.

Zum Vergrößern hier klicken...

 

(1): Ruy López. (2): Steinitz. (3): Yifan Hou (12 años). (4): Fischer joven. (5): Magnus. (6): Morphy. (7): Tal. (8): Alekhine. (9): Hübner y Hölderlin. (10): Almira & Joël. (11): Philidor. (12): Lasker. (13): Capablanca. (14): Kamsky. (15): Spassky. (16): Shirov. (17) Judit Polgar.
 




Der unglaubliche Ubu und sein "Toiletgate"

Von Fernando Arrabal

Zuerst erschienen:  El 'presidente-Ubu' y el 'retrete-gate' (El Mundo)...

Der Unglaubliche sorgte für eine Farce, die er "Wiedervereinigungswettkampf" nannte (zwischen den mächtigen und geschätzten Schachmeistern Topalov und Kramnik) Dieses Vaudeville feierte eine "Zeremonie des Durcheinanders", vielleicht zu Ehren meines Buches “Arrabal célébrant la cérémonie de la confusion”? Die Szene wurde in "seine" Stadt Elista, dem Sitz der Regierung und der Hauptstadt Kalmückiens gelegt. Während der Begegnung triumphierte der urinale Unfrieden über den Wettstreit, die Sitten und Feste auf dem Schachbrett. Trotz unleugbarer Schärfe wird das Duell nicht in der Geschichte des edlen Spiels verzeichnet, sondern mit Sack und Seil und Videos in der Rubrik Toilettenwitze mit dem Titel "Toiletgate" überliefert; inmitten einer Verschwörung von Schwachköpfen und hausgemachten Kasserollen. Der Unglaubliche wurde gerade zum Präsidenten des Weltschachbundes wiedergewählt. Für das Spiel - und seine eigenen Spiele - wird er eine Summe von fast 10 Millionen Dollars in Empfang nehmen. Dennoch beschränkt er das benötigte Kandidatenturnier, wie der Weltranglistenzehnte, Israels Internationaler Großmeister Boris Gelfand - ein Rufer in der Wüste - beklagt. Russlands Internationaler Großmeister Oleg Korneev fügt an, dass nur eine kleine Portion des Jackpots und des Bratens auf die professionellen Schachspieler herunter tröpfelt. Bis vor kurzem hatten der Unglaubliche (Präsident von Kalmückien und des Weltschachverbandes) Wein noch gar nicht gekostet, bis die Doktoren ihn darüber aufklärten, dass lange Stunden in großer Höhe an Bord von Flugzeugen ihn zunehmender Strahlung aussetzen würden. Ein Glas guter Wein würde helfen, die radioaktiven Knoten aufzulösen (sic), so schreibt der "Journalist" Yuri Vasilyev in seinem "Kirsan der Unglaubliche". In der Einleitung des Buches informiert Vasilyev uns, dass Kirsan "fast 24 Stunden am Tag arbeitet" und im Schnitt vier Stunden schläft, drei oder vier Flüge in der Woche unternimmt und "verdammt viel zu tun hat."



Jaculatorien (Stossseufzer)

*

“Entweder der Unglaubliche Ubu ist ein autoritärer Tyrann, was mich etwas überraschen würde -  oder er ist kein autoritärer Tyrann, was emich wirklich überrschen würde".  – Ein Internationaler FIDE-Meister aus England.

*

“Der Unglaubliche Ubu ist der hämorridale Stan Laurel getarnt als magersüchtiger Oliver Hardy, umgeben von hagiographen Schurken".  – Ein kalmückischer Journalist, während der der Pflichterfüllung ermordet.

*

“Der Unglaubliche Ubu lügt so natürlich wie er atmet.  Er besitzt zwei Arten von Lügen: Große und statistische" Ein Internationlaer Großmeister aus Belgien.

*

“Ich kann nur von den Ankündigungen des Unglaublichen Ubu lernen, wenn ich auf der Toilette bin. Mein Arschloch ist leider Analphabet.” – Ein Internationaler Großmeister aus Argentinien.

*

“Da er nicht plaudern kann, redet der Unglaubliche Ubu in leeren politischen Banalitäten, aber ohne Sinn und Ziel." Ein Mitglied der FIDE aus den Philippinen.

*

Noch ein Arrabalesco (vom Philosophen des Schachbrettes): "Der  Unglaubliche Ubu bedeutetet für das Schach das gleiche, wie eine Latrine für ein gepflegtes Dinner."

 

Hymne an das Schach
(für Marcel Duchamp)
Von Fernando Arrabal
 

"Zu meinen Spielen gehe ich, von meinen Spielen komme ich..."

Mit einem Gott des Makadams bin ich der Cowboy des Konvois (1)

Mit meiner zarten Chrysalide und Sporen aus China (2)

Mit dem Spanischem Angriff gestalte ich das Brett (3)

Mit kannibalischer Ruhe und in Elektroschocks geschickt (4)

Mit meiner fjordisch kühlen Frische und Zähnen eines Löwen (5)

Mit Bauer, Basis und kastilischem Banner (6)

Mit dem Strom und dem Turm, ohne Elfenbein und Klammer (7)

Mit der rachgierigen Katze, die an meinen Grenzen miaut (8)

Mit der Wahrheit und der Klarheit von den Lilien und Winden (9)

Mit dem Apfel der Erkenntnis und der untoten Schlange (10)

Mit dem König guillotiniert von den Knechten meiner Seele (11)

Mit der Furie und Gorgo von Psyche und Psalm (12)

Mit den sieben langen Meilen meines Erbes und seiner Sprache (13)

Mit den Rocky Mountains der Renaissance voll Risiko (14)

Mit der Gabe des Magiers und den Reitern der Illusion (15)

Mit dem flammenden Brett und meiner rotgoldnen Haut (16)

Mit dem König gegeköpft und der Möwe im Flug (17)


"Zu meine Spielen gehe ich, von meinen Spielen komme ich..."

Arrabal.org...


Übersetzung ins Deutsche:
André Schulz

Links:

Schach und "Patafisika"...
Arrabal in in El Mundo...
Arrabl in La Voz de Galicia...
 

 


 

Originalversion:

El “presidente-Ubu” y el ‘retrete-gate’

Fernando Arrabal

El “Increíble” ha organizada la charlotada llamada «match de la reunificación del ajedrez» (con dos grandes y queridos maestros: Topalov-Kramnik). La astracanada “celebró la ceremonia de la confusión” (¿en homenaje a mi novela –Libros del Innombrable-?) este mes. Precisamente en su ciudad de Elista, trono de su gobierno y capital de su Kalmukia. Durante el encuentro la lucha de urinarios ha prevalecido con respecto al tablero sus ritos y sus fiestas. A pesar de la calidad indiscutible de los dos contrincantes el duelo en vez de pasar a la historia del ajedrez entra a saca y video en la de sucesos de vejiga con el nombre de “toilet-gate’. En plena “Conjura de los necios” y sus albóndigas caseras.

«Hasta hace muy poco Kirsan Iliumzhinov (presidente de Kalmukia y de la Federación Internacional de Ajedrez [™]) no había bebido vino[¤¤¤]. Todavía no le habían dicho los médicos que las largas horas que pasa en altura durante sus vuelos le exponían cada vez más a las radiaciones. Una copita de tinto de buena calidad ayuda a eliminar les núcleos (sic) radioactivos» escribe el periodista Youri Vasiliev[©] en « Kirsan el Increíble»[0²]°. Cuenta también que Iliumzhinov «…trabaja casi 24 horas por día; que duerme cuatro horas; que efectúa por lo menos tres o cuatro vuelos por semana y que además se las arregla para hacer todo un ‘jodido’ montón de cosas”. El “Increíble” acaba de ser reelegido presidente de la FIDE. Para su juego recibirá cerca de diez millones de dólares; ahorrándose de paso el preceptivo Torneo de Candidatos como clama en el desierto el GMI de Israel -décimo del mundo- Boris Gelfand. Mientras que el GMI ruso Oleg Kornev afirma que muy poco de esta millonada y espórtula llegará a los “ajedrecistas profesionales”[¤¤¤].
 

*
Jaculatorias
(eyaculaciones, del latín ‘jaculari’)

O bien el ‘presidente-Ubu’ es un tirano de ucase lo que me sorprendería algo o bien no es un tirano de ucase lo que me sorprendería mucho”: MF inglés.

*

El ‘presidente-Ubu’ es un Stan Laurel con almorranas disfrazado de Olivier Hardy anoréxico y rodeado de hagiógrafos canallas”: periodista[¤¤¤] de Kalmukia asesinada en acto de servicio.

*

El ‘presidente-Ubu’ miente como aspira; utiliza dos clases de embustes: los enormes y las estadísticas”: GMI belga.

*

Sólo podría enterarme de los comunicados del ‘presidente-Ubu’ en el váter; pero el ojo de mi culo no sabe leer”: GMI argentino.

*

Como carece de conversación el ‘presidente-Ubu’ habla de oídas pero por los codos”: federativo filipino.

*

Otro arrabalesco (del filósofo del tablero): “El ‘presidente-Ubu’ es al ajedrez lo que el retrete a la gastronomía”.

 

Himno al ajedrez
(para Marcel Duchamp)
De Fernando Arrabal:

“A mis partidas voy/ de mis partidas vengo…”

Con española de ataque que al tablero transformó. (1)

Con un dios de “macadam” y un cowboy de mi convoy. (2)

Con mi crisálida y toque que lleva espuelas de china. (3)

Con mi armonía de caníbal que sabe de electrochoques. (4)

Con mi frescura de fiordo y mis dientes de león. (5)

Con peón y con peana, y de Castilla el pendón. (6)

Con el torrente y la torre sin marfil desde mi garra. (7)

Con un gato de venganza que en mi frontera maulló. (8)

Con verdad y transparencia de nuestros nardos y espigas. (9)

Con la manzana y la ciencia de serpiente siempreviva. (10)

Con el rey guillotinado por mis vasallos del alma. (11)

Con la Furia y la Gorgona de la psique y la saca. (12)

Con las siete leguas luengas de mi legado y mi lengua. (13)

Con las montañas rocosas de mi risco renaciente. (14)

Con el regalo de magos y las migas de caballo. (15)

Con incendio en el tablero y mi piel de rojo y gualda. (16)

Con el rey descabezado y mi gaviota volando. (17)

“A mis partidas voy/ de mis partidas vengo…”

(1): Ruy López. (2): Steinitz. (3): Yifan Hou (12 años). (4): Fischer joven. (5): Magnus. (6): Morphy. (7): Tal. (8): Alekhine. (9): Hübner y Hölderlin. (10): Almira & Joël. (11): Philidor. (12): Lasker. (13): Capablanca. (14): Kamsky. (15): Spassky. (16): Shirov. (17) Judit Polgar.

www.arrabal.org

 

 

Die Hymne auf französisch

… Avec un dieu du  “macadam” et un  cowboy  de trottoirs(1).

Avec ma frêle chrysalide qui porte  éperons  de Chine(2).

Avec l’espagnole conquérante qui a transformé  le jeu(3).

Avec mon harmonie cannibale experte en électrochocs(4).

Avec ma fraîcheur de fjord et mes dents de lion(5).

Avec pion et piédestal, et mon drapeau de Castille(6).

Avec le torrent et la tour sans ivoire de ma pince(7).

Avec un chat de vengeance qui  à ma frontière miaulait(8).

Avec la vérité et la transparence de nos lis et nos épis(9).

Avec la pomme de la science et le serpent immortel(10).

Avec le roi  guillotiné par les vassaux de mon âme(11).

Avec la Furie et la Gorgone  de la psyché et du psaume(12).

Avec les  sept longues lieues  de mon legs et de ma langue(13).

Avec les montagnes rocheuses  de mes risques Renaissance(14).

Avec le cadeau des mages et les chevaux du mirage(15).

Avec l’incendie du jeu et ma peau  rouge et or(16).

Avec le roi étêté  et ma mouette en vol(17)…              

von Fernando Arrabal

 


The Incredible Ubu and “Toiletgate”

By Fernando Arrabal

The Incredible One scheduled a poor farce entitled “The Reunification Match” (between the mighty and esteemed chess masters Topalov and Kramnik). This vaudeville “feted the ceremony of confusion,” perhaps in tribute to my book, “Arrabal célébrant la cérémonie de la confusion”? The scene was set in “his” city of Elista, the seat of his government and the capital of Kalmykia. During the meeting, urinary strife triumphed over chessboard competitions, rites, and festivities. Despite its undeniable acuity, this duel will not be recorded in the history of the Noble Game, but will be bequeathed complete with sack, ropes, and videos to the domain of bathroom humor under the rubric of “Toiletgate.” Right amid the Conspiracy of Imbeciles and its home-cooked casseroles.

The Incredible One has just been re-elected President of the World Chess Federation (la FIDE). He will be receiving for the game – as well as his own personal games – a sum approaching ten million dollars. Yet he will stint on the required Candidate’s Tournament, as the world’s tenth ranked player, Israel’s International Grandmaster Boris Gelfand – a voice in the wilderness – charges. Russia’s International Grandmaster Oleg Korneev adds that only a minuscule portion of this jackpot and pork will trickle down to professional chess players.

Until quite recently, The Incredible One (President of Kalmykia) and the World Chess Federation had not tasted wine, until doctors instructed him that long hours spent at very high altitudes aboard planes, increasingly exposed him to radiation. A glass of wine of good quality helps to “dissolve the radioactive knots (sic),” the journalist Yuri Vasilyev writes in his “Kirsan the Incredible.” In his book’s introduction, Vasilyev informs us that Kirsan “works for almost 24 hours a day, in average he sleeps for four hours; he has at least three or four air flights a week and manages to do damn lots of things.”

*

Jaculatories (ejaculations from the Latin ‘jaculari’):

“Either the Incredible Ubu is an authoritarian tyrant – which would certainly surprise me a bit – or he is not an authoritarian tyrant, which would surprise me a great deal.” – An International World Chess Federation Master from England.

*

“The Incredible Ubu is a hemorrhoidal Stan Laurel disguised as an anorexic Oliver Hardy, surrounded by hagiographic scoundrels.” – A Kalmykian journalist murdered in the line of duty.

*

“The Incredible Ubu lies as naturally as he breathes . He employs two kinds of falsehoods, huge ones and statistical ones.” – An International Grandmaster from Belgium.

*

“I can only learn about The Incredible Ubu’s pronouncements when I am in the toilet; alas, my arsehole is illiterate.” – An International Grandmaster from Argentina.

*

“Since he has no small talk, The Incredible Ubu speaks in empty political banalities, but without rules or goals.” – A member of the World Chess Federation from the Philippines.

*

A further Arrabalesco (from the philosopher of the chessboard): “The Incredible Ubu is to chess what latrines are to fine dining.”

 

Hymn to Chess

(For Marcel Duchamp)

By Fernando Arrabal

… With a macadam deity and streetwalker cowpoke. [1]
With my frail chrysalis boasting Mandarin spurs. [2]
With a jubilant Spanish opening that changed the game. [3]
With my man-eating amity dexterous with electroshock. [4]

With my fjord-like coolness and leonine jaws. [5]
With my pawn, pedestal, and Castilian flag. [6]
With the torrent and ivoryless tower of my grip. [7]
With a vengeful cat meowing on my borderline. [8]

With the truth and translucency of our lilies and sheaves. [9]
With the apple of science and the deathless snake. [10]
With the King guillotined by the peons of my soul. [11]
With the Fury and Gorgon of the psyche and psalm. [12]

With the seven long leagues of my birthright and idiom. [13]
With the rocky mountains of my Renaissance risk-taking. [14]
With the gift of the Magi and phantasmagoric horses. [15]
With the conflagration of gambling and my skin, red and gold. [16]
With the monarch trimmed and my seagull in flight. [17]

[1] Steinitz. [2] Hou Yifan (b. 1994) at 12 years old. [3] Ruy López. [4] The young Fischer. [5] Magnus Øen Carlsen (b. 1990). [6] Morphy. [7] Tal. [8] Alekhine. [9] Robert Hübner (b. 1948) and Hölderlin. [10] Almira Skripchenko-Lautier (b. 1976) and Joël Lautier (b. 1973). [11] Philidor. [12] Lasker. [13] Capablanca. [14] Gata Kamsky (b. 1974). [15] Spassky. [16] Alexei Shirov (b. 1972). [17] Judit Polgar.

Translated by Benjamin Ivry, poet from NY,
Newsweek columnist in the 70s. All photos copyright Arrabal

 

 

 

 

 

 


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