FIDE bestätigt Chennai als WM-Ausrichter

06.05.2013 –  Keine Diskussionen, keine Verhandlungen, keinen Wettbewerb - das scheint die Strategie der FIDE bei der Vergabe des WM-Kampfes im November 2013 zu sein. Unmittelbar nachdem der Norwegische Schachverband gegen die Festlegung auf einen Ausrichter ohne Bietverfahren protestiert hatte und Paris signalisiert hatte, den Kampf organisieren zu wollen, bestätigte die FIDE Chennai als Ausrichter der WM. Mehr...

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Schachweltmeisterschaft 2013 findet in Chennai statt

Bei ihrem Treffen am Wochenende in Baku, Aserbaidschan, bestätigte die FIDE, dass Chennai den Weltmeisterschaftskampf zwischen Weltmeister Vishy Anand und Herausforderer Magnus Carlsen, der vom 6. bis 26. November 2013 stattfinden soll, ausrichten wird. Am Sonntag, den 5. Mai 2013, unterzeichneten Bharat Singh, der Vertreter der All India Chess Federation und FIDE-Präsident Kirsan Ilyumzhinov die entsprechende Vereinbarung.

Damit blockt die FIDE Diskussionen oder Verhandlungen über den Austragungsort der Schach-WM 2013 kurzerhand ab. Schon wenige Tage nach Ende des Kandidatenturnier in London hatte die FIDE das indische Chennai als Ausrichter verkündet. Denn Chennai hatte sich bereits als Ausrichter des WM-Kampfes 2012 zwischen Vishy Anand und Boris Gelfand beworben, aber hatte sich im letzten Jahr nicht gegen das Angebot aus Moskau durchsetzen können.

Dafür hatte FIDE-Präsident Kirsan Ilyumzhinov zugesagt, dass Chennai den WM-Kampf 2013 ausrichten könnte - und zwar ohne sich im Wettbewerb gegen andere Städte durchsetzen zu müssen, die Interesse haben könnten, den WM-Kampf auszurichten.

Gegen diesen Verzicht auf ein offizielles Bietverfahren hatte der Norwegische Schachverband in einem Offenen Brief an die FIDE protestiert. Unmittelbar darauf bewarb sich Paris als Ausrichter des WM-Kampfs und unterbreitetete ein Angebot, das einen höheren Preisfonds für die Spieler und einen höheren Anteil der FIDE vorsah als das Angebot aus Chennai.

FIDE-Generalsekretär Ignatius Leong, FIDE-Vizepräsident D.V. Sundar, FIDE-Präsident Kirsan Ilyumzhinov und Bharat Singh, der Vertreter des Indischen Schachverbands bei der Unterzeichnung der Vereinbarung. Im Hintergrund steht R.M. Dongre, der Schatzmeister des Indischen Schachverbands.

Sundar, Ilyumzhinov und Bharat Singh

Es ist vollbracht

 Fotos: All India Chess Federation

 



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