FIDE Grand Prix der Frauen: Teilnehmerinnen und Daten

von André Schulz
12.09.2022 – Am 21. September startet in der kasachischen Hauptstadt Nur-Sultan das erste von vier Grand Prix Turnieren der Serie 2022-23. Zwei Spielerinnen qualifizieren sich am Ende für das Kandidatenturnier der Frauen. Die nächsten Stationen sind München (Februar 23), Indien (März 23) und Bydgoscz (Mai 23). Deutschland ist mit Elisabeth Pähtz und Dinara Wagner vertreten.

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Am 21. September 2022 beginnt die FIDE Grand Prix Serie 2022-23 der Frauen. 16 Teilnehmerinnen spielen in insgesamt vier Turnieren um zwei Plätze für das nächste Kandidatenturnier der Frauen, das 2023 stattfinden soll.

Jede Spielerin nimmt an drei der vier Turniere teil, zwölf Spielerinnen pro Turnier, und erhält für ihre Platzierung Grand Prix Punkte. Die beiden Spielerinnen mit den meisten Punkten lösen das Ticket für das Kandidatenturnier. Der Deutsche Schachbund ist als einer der Gastgeberverbände erstmals mit zwei Spielerinnen beteiligt. Neben Elisabeth Pähtz, die über ihr Ergebnis beim Grand Swiss Turnier 2021 nominiert wurde, hat der DSB noch einen Freiplatz erhalten. Nach einem Qualifikationsturnier hat sich dafür Dinara Wagner qualifiziert.

Angreifen mit dem Jobava London System

Das Jobava London System, benannt nach dem georgischen Spitzenspieler Baadur Jobava, ist eine Nebenform des Londoner Systems, welches sich prinzipiell in nur einem kleinen Detail unterscheidet - der weiße Springer wird frühzeitig auf c3 etabliert!

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Für die Grand Prix Serie waren Ju Wenjun als Weltmeisterin qualifiziert, außerdem die vier Halbfinalistinnen des Frauen World Cups 2021, Alexandra Kosteniuk, Aleksandra Goryachkina, Tan Zhongyi und Anna Muzychuk, sowie die vier Erstplatzierten des FIDE Grand Swiss 2021, nämlich Lei Tingjie, Elisabeth Paehtz, Zhu Jiner und Mariya Muzychuk. Nach Rating (März 2022) waren außerdem Hou Yifan, Kateryna Lagno und Nana Dzagnidze qualifiziert.

Ju Wenjun, Lei Tingje und Yifan Hou haben auf die Teilnahme verzichtet. Für sie rückten Harika Dronavalli, Polina Shuvalova und Zhansaya Abdumalik nach. Auch Kumpy Koneru ist inzwischen aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten und wurde durch Vaishali ersetzt.

Neben Dinara Wagner (Deutschland) haben Bibissara Assaubayeva (Kasachstan), Alina Kashlinskaya (Polen) und Vaishali anstelle von Koneru die Ausrichterfreiplätze erhalten.

Erste Station der Grand Prix Serie ist die kasachische Hauptstadt Nur-Sultan (früher Astana). Hier spielen 12 Spielerinnen, darunter auch die beiden Deutschen ihr erstes Turnier.

Die nächsten Stationen sind München (1. bis 14. Februar 2023), eine Stadt in Indien, die noch nicht bestimmt wurde (März 2023) und die polnische Stadt Bydgoscz (Mai 2023). Elisabeth Pähtz wird nach Nur-Sultan in München und in Indien antreten, Dinara Wagner in München und in Bydgoscz. 

Verteilung der Spielerinnen

Der Preisfonds für jedes Turnier der Serie beträgt 80.000 Euro. Weitere 80.000 Euro werden unter den besten acht Spielerinnen der Gesamtwertung verteilt.

Das Grand Prix Turnier in München im Februar 2023 wird im Hotel Kempinski Vier Jahreszeiten in der Münchener Innenstadt stattfinden. Hauptsponsor der Veranstaltung ist die Münchener Krulich Immobilien Gruppe.

München wird die dritte Etappe des FIDE Women's Grand Prix 2022-23 ausrichten, die vom 1. bis 14. Februar 2023 stattfinden wird. Die Austragungsorte, Termine und Details für die anderen drei Etappen der WGP-Serie werden Ende Mai bekannt gegeben.

FIDE: Aufteilung der Spielerinnen auf die Turniere...

Auslosung der Runden in Nur-Sultan...


André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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