Pressemitteilung
Von den Schachverbänden der Ukraine, Englands, Norwegens, Estlands und Deutschlands
6. Januar 2026. Die nationalen Schachverbände der Ukraine, Englands, Norwegens, Estlands und Deutschlands haben am Montag, dem 5. Januar, beim Schiedsgericht für Sport (CAS) eine Berufungsschrift eingereicht, in der sie die Beschlüsse der Generalversammlung der Fédération Internationale des Échecs (FIDE) vom 14. Dezember 2025 zur Teilnahme russischer und belarussischer Nationalmannschaften an internationalen Schachwettbewerben anfechten.
Die Berufung wurde gemeinsam vom ukrainischen Schachverband, dem englischen Schachverband, dem norwegischen Schachverband, dem estnischen Schachverband und dem deutschen Schachverband eingereicht, die als Mitberufungskläger an dem Verfahren beteiligt sind.
Die Berufungskläger machen geltend, dass die angefochtenen Beschlüsse nach schwerwiegenden Verfahrensunregelmäßigkeiten gefasst wurden, darunter Verstöße gegen die FIDE-Satzung und gegen grundlegende Prinzipien der transparenten und rechtmäßigen Entscheidungsfindung innerhalb der internationalen Sportverwaltung. Mit dieser Berufung beantragen die Berufungskläger eine unabhängige rechtliche Überprüfung des Verfahrens, mit dem die Beschlüsse der Generalversammlung gefasst wurden, durch das CAS.
In diesem Zusammenhang weisen die Berufungskläger auch darauf hin, dass die Beschlüsse der Generalversammlung vor dem Hintergrund langjähriger Empfehlungen des Internationalen Olympischen Komitees gefasst wurden, die erstmals im März 2023 ausgesprochen und vom IOC-Exekutivkomitee und dem Olympischen Gipfel am 11. Dezember 2025 bekräftigt wurden. Diese Leitlinien legen Bedingungen hinsichtlich Neutralität und Nichtvertretung fest, darunter Beschränkungen für die Teilnahme russischer und belarussischer Nationalmannschaften und die Verwendung von Nationalflaggen, Hymnen und anderen staatlichen Symbolen, insbesondere auf Erwachsenenebene.
Die Berufungskläger begrüßen die Unterstützung durch andere Verbände und die breitere internationale Schachgemeinschaft. Andere FIDE-Mitgliedsverbände, die nicht als Mitkläger auftreten, werden aufgefordert, ihre Unterstützung durch schriftliche Erklärungen zum Ausdruck zu bringen, die im Rahmen des CAS-Verfahrens eingereicht und herangezogen werden können.
Diese Berufung spiegelt die gemeinsame Position der Berufungskläger im internationalen Sport wider: Aggression darf nicht durch nationale Vertretung legitimiert werden, und internationale Sportinstitutionen müssen die Grundsätze der Neutralität, Fairness, Transparenz und Rechtsstaatlichkeit wahren.