FIDE100-Feierlichkeiten beginnen mit Vortrag über Folke Rogard beim Rilton Cup

von Pressemitteilung
03.01.2024 – Im Jahr 2024 feiert die FIDE ihr 100-jähriges Bestehen. Die FIDE plant für das Jubiläumsjahr zahlreiche Veranstaltungen, darunter Schachfestivals, Ausstellungen, Turniere und viele weitere unter dem Hashtag #FIDE100. Eine der ersten Veranstaltungen war ein Vortrag über den ehemaligen FIDE-Präsidenten Folke Rogard während des Rilton Cups im Scandic Continental. | Foto: FIDE

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Pressemitteilung der FIDE

Fast 30 Zuschauer und einige Zoom-Teilnehmer lauschten Henrik Malm Lindberg und Arne Johansson, die über das Leben und die Leistungen von Folke Rogard sprachen.

Folke Rogard (1899-1973) war ein prominenter Anwalt, der mehrere hochkarätige Rechtsfälle übernahm und oft auf den Titelseiten der schwedischen Zeitungen erschien. Neben seiner beruflichen Tätigkeit war das Schachspiel eine Leidenschaft, der er vor allem während seiner Studienzeit nachging. Nachdem er in den ersten Jahren seiner Karriere eine Pause vom Schachspiel eingelegt hatte, kehrte er im Zusammenhang mit der Schacholympiade 1937 in Stockholm zurück. Folke Rogard wurde gebeten, für die Unterbringung der Spieler und Betreuer sowie für Aktivitäten außerhalb des Turniers zu sorgen. Er machte dies so gut, dass die FIDE ihn mit internationalen Aufgaben betrauen wollte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Spannungen zwischen den Supermächten USA und Sowjetunion sowohl in der realen Welt als auch in der Schachwelt hoch, und die FIDE erkannte, dass sie einen Präsidenten aus einem neutralen Land mit diplomatischen Qualitäten brauchte. Die Wahl fiel auf Folke Rogard. Während der schwierigen Jahre 1949 - 1970, dem so genannten "Kalten Krieg", leitete er die Organisation.

In seinem Vortrag schilderte Malm Lindberg detailliert all die schwierigen Momenten, mit denen Rogard konfrontiert war, als er versuchte, zwei Supermächte miteinander zu versöhnen. Für die Zuhörer war es wie ein komplizierter Krimi, als sie von all den Situationen erfuhren, mit denen Rogard fertig werden musste.

Er hat zudem viel Zeit und Mühe investiert, um China zu integrieren. Vielleicht hat er damals schon das Potenzial des Landes erkannt. Nach zwei erfolglosen Versuchen gelang es ihm, die Volksrepublik China im Sommer 1966 zum Beitritt zur FIDE zu bewegen. Doch um diese Zeit begann in China die Kulturrevolution, die verheerende Folgen für den Sport und den kulturellen Austausch mit der Außenwelt hatte. China wurde zu einem äußerst passiven Mitglied, und drei Jahre später, 1960, gab der chinesische Schachverband bekannt, dass China aus dem Internationalen Schachverband austreten würde. Es dauerte dann sechs Jahre, bis China nach dem Ende der Kulturrevolution wieder Mitglied wurde.

Die FIDE ermutigt alle Organisatoren und Verbände, ihre Veranstaltungen unter dem Motto #FIDE100 zu planen. Um Ihre Aktivitäten in das Programm der 100-Jahr-Feier der FIDE aufnehmen zu lassen und das #FIDE100-Logo-Kit zu erhalten, senden Sie bitte eine kurze Information über Ihre Veranstaltung (Titel, Ort, Daten, Format, erwartete Teilnehmerzahl, Organisator, Entwurf des Reglements und andere relevante Informationen) an fide100@fide.com.

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