"Fischer Random Chess": Auftakt mit zwei Remis

von Klaus Besenthal
10.02.2018 – Der Chess960-Wettkampf zwischen Magnus Carlsen und Hikaru Nakamura im norwegischen Høvikodden nahe Oslo ist gestern Nachmittag mit den ersten beiden Schnellpartien eröffnet worden (Foto: Maria Emelianova/Chess.com). Das "Fischer Random Chess" (so der offizielle Name des Wettkampfs) im "Henie Onstad Kunstsenter" wird von den Veranstaltern als inoffizielle Weltmeisterschaft im Chess960 betrachtet. Bei dieser Spielart des Schachs wird die Ausgangsstellung der Figuren auf der Grundreihe nach Regeln modifiziert, die von einer zuvor ermittelten Zufallszahl abhängen. Die Spieler stehen dann vor der Aufgabe, mit diesen neuartigen Motiven kreativ umzugehen.

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Alle Fotos: Maria Emelianova/Chess.com

Für die Partien des ersten Tages wurde eine Ausgangsstellung ermittelt, bei der die Springer nebeneinander am Damenflügel ganz in der Ecke des Brettes standen. Die Stellung wurde den Spielern kurz vor Beginn der ersten Partie auf einem Bildschirm gezeigt:

 

Und dann ging es auch gleich los: Der erste Zug wurde von der norwegischen Ministerpräsidentin Erna Solberg ausgeführt.

In der ersten Partie (Carlsen hatte Weiß) führten die Spieler in rekordverdächtiger Zeit eine "normale", symmetrische Stellung herbei, in der dann einfach Figuren getauscht wurden. Der Remisschluss war unvermeidbar.

Schach hat in Norwegen einen hohen Stellenwert, woran Magnus Carlsen sicher nicht ganz "unschuldig ist". Die Veranstaltung wird sogar im Fernsehen gezeigt.

In der zweiten Partie ging es lebhafter zur Sache:

 

Im Endspiel mit D+S gegen D+S lag die Initiative schließlich bei Carlsen, doch zum Gewinn reichte es nicht für den Weltmeister.

Heute Nachmittag geht es mit zwei Partien Schnellschach weiter, für die zuvor, wieder über eine Zufallszahl, eine neue Ausgangsstellung ermittelt wird.

Partien auf der Turnierseite

Turnierseite

Chess960 bei Wikipedia



Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.

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