Fischer Random: Zweimal 3:3 nach zwei Partien

von André Schulz
28.10.2019 – In der Nähe von Oslo spielen Magnus Carlsen, Fabiano Caruana, Ian Nepomniachtchi und Wesley So um den neuen offiziellen FIDE-Titel eines Weltmeisters im Fischer-Random Schach. Carlsen und Caruana sowie So und Mepomnaichtchi gingen nach dem ersten Tag mit einem 3:3 auseinander. | Fotos: Lennart Ootes/Turnierseite

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Nicht nur die Anfangsstellung bei der offiziell so genannten Fischer-Random-Weltmeisterschaft ist anders, als man es vom Schach normalerweise kennt. Auch die Ergebnisse sind es.

Im Halbfinale und im Finale werden zwischen zwei Gegnern je zwölf Partien ausgetragen, vier im "langsamen" Schnellschach ("Slow Rapid Games", mit 45 Minuten für 40 Züge plus 15 Minuten für den Rest), vier im "schnellen" Schnellschach ("Fast Rapid Games", 15 Minuten plus 2 Sekunden Zugabe /Zug) und vier im Blitzschach (3 Minuten plus 2 Sekunden Zugabe/Zug).

Die "langsamen" Schnellschachpartien werden höher gewertet, nämlich mit 3 Punkten für einen Sieg und 1,5 Punkten bei einem Remis. Im schnellen Schnellschach gibt es 2 Punkte für einen Sieg und einen Punkt für ein Remis. Im Blitzschach wird klassisch gewertet, also einen Punkt für einen Sieg, einen halben bei Remis. 

Die Schachfreunde müssen sich bei diesem Turnier also nicht nur an ungewohnte Anfangsstellungen und etwas ungewohnte Bezeichnungen wie "langsames Schnellschach" und "schnelles Schnellschach" gewöhnen, sondern auch noch an ungewohnte Ergebnisse, nämlich 3:0 und 1,5:1,5 beziehungsweise 2:0 und 1:1. 

Am ersten Spieltag trennten sich Fabiano Caruana und Magnus Carlsen im ersten Halbfinale mit einem 3:3. Beide konnten je eine Partie im langsamen Schnellschach gewinnen. Auch im anderen Halbfinale zwischen Wesley So und Ian Nepomniachtchi steht es nach zwei Remis 3:3.

Caruana und Carlsen

Am zweiten Spieltag, heute, werden noch einmal zwei langsame Schnellschachpartien gespielt, bevor morgen am Schlusstag des Halbfinales, die vier schnellen Schnellschachpartien und die vier Blitzpartien zur Austragung kommen.

So und Nepomniachtchi

 

 

Die Partien des ersten Tages (pgn)... 

Turnierseite...




André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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Krennwurzn Krennwurzn 28.10.2019 04:23
Lauter bekannte Topspieler im Finale - wo sind denn die Superschachspieler, die nur von der bösen Eröffnungstheorie ausgebremst werden, geblieben?
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