Florian Dürr (8) in Mureck auf EU-Titelkurs

13.08.2008 – Derzeit werden in Mureck in der Südsteiermark in vier Altersgruppen zum sechsten mal die Jugendmeisterschaften der Europäischen Gemeinschaft (6.-14. August) ausgetragen. Parallel zu den EU-Jugendmeisterschaften haben die österreichischen Schachfreunde mit dem 15. Offenen Steirische Jugend-Open in zwei Altersgruppen weitere Jugendturniere organisiert. An der EU-Jugendmeisterschaft nehmen 175 Kinder- und Jugendliche statt. Die größten Delegation stellen nach dem Gastgeber (30 Kinder) Rumänien (27 Kinder) und Slowenien (24 Kinder). Zur Eröffnung sprach der österreichische Verbandspräsident Prof. Dr. Kurt Jungwirth die Begrüßungsworte. Die Deutsche Schachjugend ist mit einer kleinen Delegation vertreten, hat sich aber durch recht hohe Ranglistenplätze Medaillen-Hoffnungen gemacht. Diesen scheint Florian Dürr gerecht zu werden. Nach sieben Runden führt der Achtjährige das Feld der Gruppe U 8 mit 6,5 Punkten und einem halben Punkt Vorsprung an. Holger Borchers berichtet.Turnierseite... ; Statistiken...Bericht, Bilder, Partien...

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EU-Jugendmeisterschaften in Mureck
Florian Dürr auf Titelkurs

2008/Partien der EU-Meisterschaften (pgn)...

Jugendopen (pgn)...

Eine kleine deutsche Delegation nimmt an der EU-Meisterschaft in Mureck (Österreich) teil.

Mit Florian Dürr in der U8, Leonid Sawlin in der U10 und Philipp Kyas in der U12 haben wir drei in der Startliste recht weit vorn gesetzte Starter. Hier hofft der Bundesjugendtrainer schon auf den einen oder anderen Treppchenplatz. In der U14 geht Dominik Nöttling an den Start, er ist erst 11 Jahre alt und hier ist das Ziel 50%. Vervollständigt wird das Team durch mitreisende Eltern und A-Trainer Holger Borchers.

Am 5. August kamen alle Spieler, Betreuer und Eltern wohlbehalten in dem traditionellen Austragungsort dieser Meisterschaft an. Am Sarttag gab es leider wegen diverser Unstimmigkeiten bei der U14 zu einem verzögerten Beginn, ansonsten aber ist die Ausrichtung professionell und das Turnier läuft nun reibungslos.


Prof. Jungwirth


Betriebsamkeit und der obligatorische Rechner


Na, Füße auf dem Stuhl...?


Florian Dürr ist gut drauf

In der 1. Runde gab es leider für Leonid schon eine überraschende Niederlage und auch in Runde 3 musste Fortuna mächtig mithelfen, dass er einen Punkt erzielen konnte. Besser machte es unser Jüngster, der souverän die 3 Punkte einfuhr und demnächst wohl gegen den rumänischen Topfavoriten mit ELO 1823 spielen wird. Sehr erfreulich ist auch das Abschneiden von Philipp (Setzlistenplatz 5) der Spitzenreiter der U12 ist, da bereits alle anderen Favoriten strauchelten. Heute geht's am ersten Brett gegen die Nummer 1 Gary(!!) Giroyan aus Frankreich (ELO 2041). Dominik ist noch etwas zu ängstlich und nach seiner Auftaktniederlage gegen die Nummer 4 folgten erst einmal zwei relativ friedliche Remis.

Nach 6 Runden gibt es aus deutscher Sicht erst einmal sehr Erfreuliches zu berichten. In der U8 führt unser Vertreter Florian Dürr doch überraschenderweise vor dem Topfavoriten mit 5,5 aus 6 Partien und ist somit auf Medaillenkurs.

Im direkten Aufeinandertreffen der bis dahin Verlustpunktfreien in der 5. Runde meinte FRITZ zwar an einer Stelle im Bauernendspiel -8, aber diese einzige kritische Situation endete in einem Enspiel Dame gegen Bauer auf der 7. Reihe und nach einigen Versuchen im Friedensschluß. Da der Rumäne in Runde 6 nur remisierte (das Spiel ging bis K vs. K) liegt Florian nun allein auf Rang1.

In der U10 hingegen läuft es nun gar nicht nach Plan. Leonid kassierte bereits die dritte Niederlage und ist leider aus dem Medaillenrennen.

Dramatisch verlief die Spitzenpartie Giroyan-Kyas in der U12 in der 4. Runde: Nach der Eröffnung hieß es - Schwarz ist okay! Dann kam Philipp völlig vom Pfad der Schachtugend ab und war eigentlich schon verloren, als es ihm gelang noch ein wenig zu zaubern. Dadurch aus dem Konzept gebracht bot der gegener in einem klar gewonnenen Endspiel überraschenderweise Remis. In Runde 5 am Spitzenbrett gegen eine rumänische WFM trug er dann einen sehr ideenreichen Angriff vor, aber statt der Taktik-Ernte (2 Mehrbauern) fand er sich in einem Endspiel mit einer Minusfigur (gegen 2 Bauern) wieder. Leider ging die trotz alledem remisliche Stellung noch verloren. Aber durch einen fein herausgespielten Sieg in Runde 6 ist der Niedersachse immer noch im Spitzenfeld.

Dominik muss doch anerkennen, dass es in der U14 deutlich härter zugeht, als in der jüngeren Altersklassen. Der 11 jähige Bayer liegt zurzeit mit 2 aus 6 etwas unter seinen Erwartungen. Der Trainer hat deshalb für morgen die "Fischersche Hammerstrategie"  vorbereitet.

 

Holger Borchers
Fotos: chess.at, Alois Nöttling

 

 


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