Frauen-KT: Auch die dritte Partie endet remis

von Klaus Besenthal
05.11.2022 – Nachdem Anna Muzychuk und Lei Tingjie am Freitag in ihrer dritten Partie zum dritten Mal remis gespielt haben, steht das Halbfinalduell des Frauen-Kandidatenturniers im "Hôtel Hermitage Monte-Carlo" nun 1,5:1,5. In der letzten langen Partie am Samstag (15 Uhr) bietet sich den Spielerinnen noch einmal Gelegenheit, an diesem ausgeglichenen Spielstand etwas zu ändern - Lei Tingjie wird dann wieder Weiß haben. Sollte auch dieses Spiel remis enden, käme es am Sonntag zu einem Tiebreak. | Fotos: Michał Walusza

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"Women's Candidates Tournament, Pool A"

In einem Duell auf fast absoluter Augenhöhe (die Elozahlen der Spielerinnen liegen nur einen Punkt auseinander) ist es offenbar schwer, eine Entscheidung herbeizuführen. In einer bekannten Variante des Paulsen-Sizilianers mit frühem Damentausch gingen gestern jedenfalls beide keine Risiken ein, und so kam es zu einem schnellen Remis. Das Endspiel hätte noch einmal interessant werden können, wenn Muzychuk im 23. Zug statt der Abwicklung ins unvermeidbare Remis den Zug g4 versucht hätte. Vielleicht hätte sie mit viel Geduld aus der gewissen Schwäche des schwarzen Be4 etwas für sich machen können. 

 

 

Der Paulsen-Sizilianer

Mit der Zugfolge e6/a6 wird die Option offengelassen, d5 in einem Zug zu spielen, zudem ist der Ausfall Lb4 eine Option. Konkretes Wissen ist im Paulsen-System weniger entscheidend als die Kenntnis der taktischen und positionellen Motive.

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In der einen oder anderen Situation war Genauigkeit gefordert, doch alles in allem hielt sich die Spannung in der dritten Partie in Grenzen

Partien

 

 

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Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
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