Frauenbundesliga: Schwäbisch-Hall übernimmt Tabellenführung

von Stefan Liebig
23.02.2026 – 6:0, 6:0 – nein, das ist kein Tennisergebnis, sondern die Bilanz des SK Schwäbisch-Hall am vergangenen Frauenbundesliga-Wochenende. Mit perfektem Ergebnis eroberte das Team die Tabellenspitze und stieß die beiden Gegner – Chemnitzer SC Aufbau 95 und SC Kreuzberg – auf die beiden letzten Tabellenplätze. In den drei Staffeln der zweiten Frauenbundesliga fielen an diesem Wochenende bereits die Entscheidungen: SC Rotation Pankow, SZ Seeblick Dippoldiswalde und FC Bayern München sicherten sich die Meisterschaften und das Recht, in der kommenden Saison in der ersten Liga zu spielen. | Fotos: Thomas Marschner, Titelbild: Meri Arabidze (Schwäbisch-Hall, Brett 1)

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Tabellenspitze

Tatsächlich brachten der sechste und siebte Spieltag der Frauenbundesliga einen Wechsel an der Tabellenspitze mit sich. Das lag aber nicht an einem Ausrutscher der beiden verlustpunktfreien Topteams, sondern an den bei 6:0-Siegen vom SK Schwäbisch-Hall gegen die Abstiegskandidaten Chemnitzer SC Aufbau 95 und SC Kreuzberg. Zwar gewannen auch die bisherigen Ersten von der OSG Baden-Baden beide Spiele, aber eben „nur“ mit 4,5:1,5 gegen den SV Hemer 1932 und mit 5:1 gegen die SG Solingen. In der neuen Tabelle haben nun Schwäbisch-Hall und Baden Baden 12:0 Punkte und je 29 Brettpunkte, aber die neuen Tabellenführerinnen haben 24, die neuen Zweiten nur 21 Sonneborn-Berger-Punkte.

Team Schwäbisch Hall: Ekaterina Atalik, Meri Arabidze, Andreea Navrotescu, Deimante Cornette, Anastasia Kirtadze, Nadya Tonscheva. | Foto: Thomas Marschner

Am Sonntag des nächsten Doppelspieltags am 14. und 15. März kommt es somit zum großen – und vielleicht vorentscheidenden – Showdown zwischen den beiden Teams in Freiburg-Zähringen. Das Spitzenspiel dieses Doppelspieltages fand in Rodewisch statt. Dort trafen die beiden direkten Verfolger aufeinander: Es gab ein 3:3 zwischen dem SC 1957 Königshofen und dem Hamburger SK. Die vier Weißsiege waren auf beide Teams aufgeteilt. Der HSK punktete vorne: Monika Socko gewann an Brett 1, Eline Roebers an Brett 3. Für Königshofen gewann Yelyzaveta Hrebenshchykova an Brett 4 und Olga Babiy an Brett 6. Für Titelverteidiger Königshofen dürften mit drei Punkten Rückstand nur noch geringe Hoffnungen auf eine erneute Deutsche Meisterschaft bestehen. Da der HSK auch gegen die Rodewischer Schachmiezen remisierte, mussten die Norddeutschen die Schachfreunde Deizisau, die 5:1 gegen Kreuzberg und 4,5:1,5 gegen Chemnitz gewannen, vorbeiziehen lassen.

In insgesamt 6 Kapiteln untersuchen wir folgende Aspekte: die richtige Entscheidung anhand taktischer Faktoren, Entscheidungen beim Abtausch & Schlagzügen, komplexe & psychologische Entscheidungen in längeren Partien und bei der Verteidigung.

Abstiegskampf

Für den Verlauf des weiteren Kampfs um den Klassenerhalt waren vor allem die beiden Duelle in Chemnitz von Interesse: Am Samstag traf dort der vor der Runde auf dem 9. Platz liegende SK Freiburg-Zähringen 1887 und die einen Platz davor rangierende SG Solingen aufeinander. Die Freiburgerinnen schafften die Überraschung und gewannen mit 3,5:2,5 – obwohl sie an allen Brettern deutlich schlechter besetzt waren. Am Sonntag gegen Hemer lief es für Freiburg nicht so gut. Der Tabellenletzte aus Westfalen konnte mit 4:2 die ersten Punkte verbuchen und sprang damit auf den 10. Platz, der allerdings immer noch den Abstieg bedeuten würde. Da aber Freiburg auf dem 7. nur zwei Punkte vom 12. Kreuzberg trennen, können sich die Spielerinnen und die Fans auf einen dramatischen Abstiegskampf einstellen.

Hier der schöne Sieg von Sarah Hund (Freiburg-Zähringen) gegen die 233 Punkte besser geratete Inna Agrest (Solingen):

In diesem Videokurs dreht sich alles um das Thema Entwicklungsvorsprun: Wie entsteht ein Entwicklungsvorsprung und wie kann man ihn verwerten? Wie kann man den gegnerischen Entwicklungsvorsprung neutralisieren?

Ergebnisse 6. Spieltag:

OSG Baden-Baden SV Hemer 1932
8 IM 2414 GER Dinara Wagner 1 : 0 Filipa Fortuna Pipiras POR 2266 FM 6
12 IM 2396 BUL Nurgyul Salimova 1 : 0 Helena Neumann GER 2028 WFM 10
13 WGM 2227 GER Josefine Safarli ½ : ½ Lucie Rybackova CZE 2175 WFM 11
14 IM 2305 GER Ketino Kachiani-Gersinska 1 : 0 Tamila Trunz GER 2090 12
15 IM 2328 USA Anna Zatonskih 1 : 0 Eva Kulovana CZE 2106 WGM 13
16 WIM 2233 GER Iamze Tammert 0 : 1 Dr. Elena Trunz GER 2086 WFM 15
PDF-Ausgabe SK Freiburg-Zähringen 1887 SG Solingen
3 WGM 2096 SUI Barbara Hund 0 : 1 Inna Gaponenko UKR 2319 IM 1
5 2059 SUI Sarah Hund 1 : 0 Inna Agrest SWE 2292 WIM 4
6 WIM 2106 SWE Dr. Silvia Paddock 0 : 1 Liwia Jarocka POL 2250 FM 6
8 WFM 1909 GER Dr. Bergit Barthel 1 : 0 Marharyta Khrapko GER 2123 WFM 8
10 1879 GER Johanna Ehmann ½ : ½ Anna Zozulia BEL 2231 IM 9
11 1883 GER Jenni Wellenreich 1 : 0 Lorena Zepeda ESA 2056 WIM 12
PDF-Ausgabe Rodewischer Schachmiezen 6 0 TuRa Harksheide
2 WGM 2271 POL Alicja Sliwicka 1 : 0 Maria Gosciniak POL 2089 WFM 7
3 WGM 2220 GER Fiona Sieber 1 : 0 Katerina Bräutigam GER 2077 WFM 9
4 IM 2320 ITA Marina Brunello 1 : 0 Inken Köhler GER 2026 10
5 IM 2267 SVK Zuzana Hagarova 1 : 0 Carina Brandt GER 2089 11
6 WGM 2216 CZE Julia Movsesian 1 : 0 Emily Rosmait GER 1969 13
11 WIM 2149 GER Maria Schöne 1 : 0 Marianne Stepanjan GER 1677 17
PDF-Ausgabe SC 1957 Bad Königshofen 3 3 Hamburger SK
1 IM 2410 POL Aleksandra Maltsevskaya 0 : 1 Monika Socko POL 2356 GM 1
4 IM 2335 POL Klaudia Kulon ½ : ½ Zsòka Gaàl HUN 2377 IM 2
5 IM 2329 POL Karina Cyfka 0 : 1 Eline Roebers NED 2398 IM 3
7 WGM 2277 UKR Yelyzaveta Hrebenshchykova 1 : 0 Antonia Ziegenfuß GER 2226 WIM 7
8 WGM 2355 GER Tatjana Melamed ½ : ½ Judith Fuchs GER 2187 WGM 9
10 WGM 2280 GER Olga Babiy 1 : 0 Lepu Coco Zhou GER 2139 WFM 10
PDF-Ausgabe Chemnitzer SC Aufbau 95 0 6 SK Schwäbisch Hall
1 WIM 2140 GER Anne Czäczine 0 : 1 Meri Arabidze GEO 2410 IM 1
2 2018 GER Elina Heutling 0 : 1 Deimante Daulyte-Cornette FRA 2381 IM 5
3 1971 GER Margarethe Wagner 0 : 1 Ekaterina Atalik TUR 2348 IM 8
4 1908 GER Paula Czäczine 0 : 1 Nadya Toncheva BUL 2317 FM 10
6 1896 GER Laura Czäczine 0 : 1 Andreea Cristiana Navrotescu FRA 2234 WGM 11
11 1834 GER Susann Krentz 0 : 1 Anastasia Kirtadze GEO 2281 WIM 14
PDF-Ausgabe SC Kreuzberg 1 5 Schachfreunde Deizisau
7 1937 GER Amina Fock 0 : 1 Hanna Marie Klek GER 2303 WGM 2
8 1890 GER Sana Fock 0 : 1 Evgeniya Doluhanova UKR 2171 WGM 6
9 1893 GER Margarita Mazurtsova 0 : 1 Elena Köpke GER 2224 WGM 7
10 1821 GER Madiha Fock 0 : 1 Elena Sedina ITA 2226 IM 10
11 1873 GER Elnaz Bazzazi 0 : 1 Katarzyna Dwilewicz POL 2203 WFM 11
12 WFM 1965 GER Martina Skogvall 1 : 0 Felicitas Ophelia Carlstedt GER 1917 16

Die Alapin-Variante (1.e4 c5 2.c3) bietet eine einfache, aber äußerst effektive Lösung für alle Sizilianisch-Varianten, indem sie diese mit 2.c3 umgeht.
Gegen die Sizilianische Verteidigung muss es nicht kompliziert zugehen. Die Alapin-Variante (1.e4 c5 2.c3) bietet eine einfache, aber äußerst effektive Lösung für alle wichtigen Sizilianisch-Varianten, indem sie mit 2.c3 ausweicht. Unabhängig davon, ob Ihr Gegner die Najdorf-, Taimanov- oder Drachenvariante spielt, können Sie mit der Alapin-Variante bereits im zweiten Zug die Kontrolle über das Spiel übernehmen.
Kostenloses Videobeispiel: Introduction
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Ergebnisse 7. Spieltag:

SV Hemer 1932 4 2 SK Freiburg-Zähringen 1887
5 WGM 2250 ROU Carmen Voicu-Jagodzinsky ½ : ½ Manuela Mader GER 2189 WIM 1
6 FM 2266 POR Filipa Fortuna Pipiras 1 : 0 Barbara Hund SUI 2096 WGM 3
10 WFM 2028 GER Helena Neumann ½ : ½ Sarah Hund SUI 2059 5
11 WFM 2175 CZE Lucie Rybackova 1 : 0 Dr. Silvia Paddock SWE 2106 WIM 6
12 2090 GER Tamila Trunz ½ : ½ Silvia Spiegelberg GER 1961 7
13 WGM 2106 CZE Eva Kulovana ½ : ½ Dr. Bergit Barthel GER 1909 WFM 8
PDF-Ausgabe SG Solingen 1 5 OSG Baden-Baden
1 IM 2319 UKR Inna Gaponenko ½ : ½ Dinara Wagner GER 2414 IM 8
4 WIM 2292 SWE Inna Agrest 0 : 1 Nurgyul Salimova BUL 2396 IM 12
6 FM 2250 POL Liwia Jarocka ½ : ½ Josefine Safarli GER 2227 WGM 13
8 WFM 2123 GER Marharyta Khrapko 0 : 1 Ketino Kachiani-Gersinska GER 2305 IM 14
9 IM 2231 BEL Anna Zozulia 0 : 1 Anna Zatonskih USA 2328 IM 15
12 WIM 2056 ESA Lorena Zepeda 0 : 1 Iamze Tammert GER 2233 WIM 16
PDF-Ausgabe TuRa Harksheide 0 6 SC 1957 Bad Königshofen
7 WFM 2089 POL Maria Gosciniak 0 : 1 Aleksandra Maltsevskaya POL 2410 IM 1
9 WFM 2077 GER Katerina Bräutigam 0 : 1 Jana Schneider GER 2291 FM 3
10 2026 GER Inken Köhler 0 : 1 Klaudia Kulon POL 2335 IM 4
13 1969 GER Emily Rosmait 0 : 1 Karina Cyfka POL 2329 IM 5
14 1795 GER Diana Kopylov 0 : 1 Yelyzaveta Hrebenshchykova UKR 2277 WGM 7
17 1677 GER Marianne Stepanjan 0 : 1 Tatjana Melamed GER 2355 WGM 8
PDF-Ausgabe Hamburger SK 3 3 Rodewischer Schachmiezen
1 GM 2356 POL Monika Socko ½ : ½ Alicja Sliwicka POL 2271 WGM 2
2 IM 2377 HUN Zsòka Gaàl ½ : ½ Fiona Sieber GER 2220 WGM 3
3 IM 2398 NED Eline Roebers 1 : 0 Marina Brunello ITA 2320 IM 4
7 WIM 2226 GER Antonia Ziegenfuß ½ : ½ Julia Movsesian CZE 2216 WGM 6
9 WGM 2187 GER Judith Fuchs ½ : ½ Natalie Kanakova CZE 2155 WIM 10
10 WFM 2139 GER Lepu Coco Zhou 0 : 1 Maria Schöne GER 2149 WIM 11
PDF-Ausgabe SK Schwäbisch Hall 6 0 SC Kreuzberg
1 IM 2410 GEO Meri Arabidze 1 : 0 Amina Fock GER 1937 7
5 IM 2381 FRA Deimante Daulyte-Cornette 1 : 0 Sana Fock GER 1890 8
8 IM 2348 TUR Ekaterina Atalik 1 : 0 Margarita Mazurtsova GER 1893 9
10 FM 2317 BUL Nadya Toncheva 1 : 0 Madiha Fock GER 1821 10
11 WGM 2234 FRA Andreea Cristiana Navrotescu 1 : 0 Elnaz Bazzazi GER 1873 11
14 WIM 2281 GEO Anastasia Kirtadze 1 : 0 Martina Skogvall GER 1965 WFM 12
PDF-Ausgabe Schachfreunde Deizisau Chemnitzer SC Aufbau 95
2 WGM 2303 GER Hanna Marie Klek 1 : 0 Anne Czäczine GER 2140 WIM 1
6 WGM 2171 UKR Evgeniya Doluhanova 1 : 0 Elina Heutling GER 2018 2
7 WGM 2224 GER Elena Köpke ½ : ½ Margarethe Wagner GER 1971 3
10 IM 2226 ITA Elena Sedina 1 : 0 Paula Czäczine GER 1908 4
11 WFM 2203 POL Katarzyna Dwilewicz 1 : 0 Laura Czäczine GER 1896 6
16 1917 GER Felicitas Ophelia Carlstedt 0 : 1 Romy Kaden GER 1928 8

Tabelle nach sechs Spieltagen (der 5. Spieltag wurde auf den 17. April verlegt):

Mannschaft 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Sp MP BP SB
1. SK Schwäbisch Hall  +  6 6 6 12 29 24
2. OSG Baden-Baden  +  5 5 4 5 6 12 29 21
3. SC 1957 Bad Königshofen  +  3 6 6 6 6 9 28 20
4. Schachfreunde Deizisau  +  3 3 5 5 6 8 22 10,5
5. Hamburger SK 1 3  +  3 4 6 8 19 16,5
6. Rodewischer Schachmiezen ½ 3 3  +  6 6 6 6 21 14
7. SK Freiburg-Zähringen 1887  +  2 2 1 4 6 4 14   5
8. TuRa Harksheide ½ 0 0 4  +  4 6 4 10   6
9. SG Solingen 1 3 2  +  6 3 14½   8
10. SV Hemer 1932 1 4 2  +  6 2 13½   4
11. Chemnitzer SC Aufbau 95 0 2 0 0 5  +  6 2   8½   4
12. SC Kreuzberg 0 1 0 1 2  +  6 2   7½   6

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Stefan Liebig, geboren 1974, ist Journalist und Mitinhaber einer Marketingagentur. Er lebt heute in Barterode bei Göttingen. Im Alter von fünf Jahren machten ihn seltsame Figuren im Regal der Nachbarn neugierig. Seitdem hat ihn das Schachspiel fest in seinen Bann gezogen. Höhenflüge in die NRW-Jugendliga mit seinem Heimatverein SV Bad Laasphe und einige Einsätze in der Zweitligamannschaft von Tempo Göttingen waren Highlights für den ehemaligen Jugendsüdwestfalenmeister.
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