Frauenweltmeisterschaft ist eröffnet - Sonntag erste Partie

von Klaus Besenthal
04.01.2020 – In Shanghai ist der Wettkampf um die Weltmeisterschaft der Frauen offiziell eröffnet worden. Die chinesische Titelverteidigerin Ju Wenjun und ihre Herausforderin Aleksandra Goryachkina aus Russland werden in den nächsten drei Wochen an den Standorten Shanghai und Wladiwostok ein Match über zwölf Runden gegeneinander spielen. Heute gab es zunächst eine Pressekonferenz; in der ersten Partie am morgigen Sonntag (Beginn um 8.30 Uhr deutscher Zeit) wird Goryachkina die weißen Steine führen. | Fotos: Haohao Zhang (FIDE/Turnierseite)

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FIDE Women's World Championship Match 2020

Die ersten sechs Partien werden in Shanghai gespielt; die Partien sieben bis zwölf finden in Wladiwostok statt. Shanghai, die größte Stadt Chinas, liegt von Deutschland aus betrachtet im sehr fernen Osten, nämlich am Ostchinesischen Meer, praktisch vis-a-vis von Japan und Südkorea - die Zeitverschiebung beträgt sieben Stunden. Wegen des Partiebeginns um 15.30 Uhr Ortszeit müssen sich deutsche Schachfreunde also bereits um 8.30 Uhr an ihre Rechner begeben, wenn sie die Live-Übertragung verfolgen wollen.

Aleksandra Goryachkina hat in der ersten Partie Weiß

Spieltage in Shanghai (alle Partien beginnen um 8.30 Uhr deutscher Zeit)

Partie 1: Sonntag, 5. Januar

Partie 2: Montag, 6. Januar

Partie 3: Mittwoch, 8. Januar

Partie 4: Donnerstag, 9. Januar

Partie 5: Samstag, 11. Januar

Partie 6: Sonntag, 12. Januar

Für die zweite Hälfte des Wettkampfes (Partien 7 bis 12 und, falls erforderlich, der Stichkampf) müssen die Spielerinnen dann zunächst nach Wladiwostok reisen.

Die Bedenkzeit beträgt 90 Min. für 40 Züge + 30 Min. für den Rest der Partie. Für jeden Zug gibt es 30 Sek. Zeitgutschrift. Remisvereinbarungen dürfen erst nach dem 40. Zug getroffen werden.

Der Preisfonds beträgt 500.000 Euro.

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Pressekonferenz

Gruppenbild mit Spielerinnen

Turnierseite



Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.

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