Fritz 9 mit Deutschem Entwicklerpreis (2.Platz, Kategorie "Innovativste Technik") ausgezeichnet

02.12.2005 – Der Deutsche Entwicklerpreis ist eine jährliche Auszeichnung für Unterhaltungssoftware in Deutschland. Er wird von einer 24-köpfigen Jury verliehen, die sich aus Fachjournalisten, Entwicklern und Verlegern zusammensetzt. Zu den Sponsoren der Preisverleihung gehören u.a. Microsoft XBox, Intel, Ati und viele Fachzeitschriften. In diesem Jahr waren aus dem großen Angebot insgesamt 100 Spiele in 23 Kategorien nominiert. Fritz 9 erhielt den zweiten Preis in der Kategorie "Innovativste Technik". Zwei technische Neuerungen in Fritz 9 wurden ausgezeichnet: Die virtuelle Robotersteuerung des 3D-animierten Schachtürken und die Kompositionsengine für Musik, die für jeden der 170.000 registrierten Mitglieder automatisch eine eigene Erkennungsmelodie erzeugt. Deutscher Entwicklerpreis... Ausgezeichnete Software im Shop kaufen...Mehr...

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Innovationspreis für Fritz9



Der Deutsche Entwicklerpreis ist eine jährliche Auszeichnung für Unterhaltungssoftware in Deutschland. Er wird von einer 24-köpfigen Jury verliehen, die sich aus Fachjournalisten, Entwicklern und Publishern zusammensetzt.

Dieses Jahr wurden 100 Programme eingereicht. Fritz9 erzielte den 2. Preis in der Kategorie "Innovativste Technik".

Der Bewerbung für den Entwicklerpreis lagen zwei Neuerungen der Fritz9-Oberfläche zugrunden: Die algorithmische Steuerung der animierten Schachgegner "Türke" und "Mia", sowie die Kompositionsengine für den Musiktrack.

Schachtürke mit virtueller Robotersteuerung

Die technische Besonderheit der animierten Gegner in Fritz9 liegt in der freien Steuerbarkeit der Figur durch das Mutterprogramm. Die Bewegung des Körpers und die Greifbewebung der Hand werden in Echtzeit ausgerechnet und animiert ("gerendert"). Gängige Animationstechnik ist das Abspielen von vorberechneten Filmsequenzen. Deren Produktion ist jedoch aufwendig und wenig flexibel.
Anders der Türke in Fritz9: Er wird mit den mathematischen Techniken eines Industrieroboters gesteuert. Dabei macht es algorithmisch keinen Unterschied, ob man einen wirklichen Roboter oder eine virtuelle Figur bewegt. Der Gewinn ist die enorme Flexibilität der Figur, die theoretisch jede erdenkliche Pose ausführen kann. In Fritz9 beschränkt sie sich aufs Schachspielen, doch könnte sie mit ein wenig Zusatzausbildung auch eine medizinische Operation durchführen oder ein Orchester dirigieren.

Die Berechnung beruht auf dem mathematischen Verfahren "Inverse Kinematik". Durch Matrixtransformationen der Gelenke wird ein beliebiger Zielpunkt der 3D-Welt angesteuert. Das Herzstück der Implementation ist der "Cyclic Coordinate Descent" (CDC). Bei diesem iterativen Verfahren wird jedes Gelenk minimal in die richtige Richtung rotiert.

Verantwortlich für die Entwicklung sind Jeroen van den Belt und Stefan Huschenbeth.


Kompositionsengine für Musik

Musik ist ein Erkennungsmerkmal heutiger Spielesoftware. In Fritz9 wird die Musik in Echtzeit durch eine Kompositionsengine erschaffen. Das hat praktische Vorteile: Die Produktionskosten bleiben niedrig. Die Spieler können auch bei mehrstündigem Hören immer wieder neue ansprechende musikalische Motive entdecken, ohne dass GEMA-Gebühren anfallen.

Die in Echtzeit vom Rechner komponierte Musik ist algorithmisch steuerbar. Auf dem Schachserver wird das zur musikalischen Ankündigung von hereinkommenden befreundeten Spielern eingesetzt. Jeder Spielername hat eine eindeutige Melodie. Der Wiedererkennungswert wird dadurch gesteigert, dass ähnliche Namen ähnliche Melodien erzeugen. Da 170.000 verschiedene Spieler registriert sind, hätte die herkömmliche Produktion von 170.000 verschiedenen musikalischen Leitmotiven das Entwicklungsbudget überschritten.

Fritz9 ist weltweit das erste Programm mit konsequent automatisch komponierter Musik. Es bringt auch nach tausenden von Stunden Abspielzeit noch neue Motive hervor. Dabei ist vom Stil her ein deutlicher Wiedererkennungswert vorhanden, so dass die Musik charakteristisch für das Programm bleibt. Verantwortlich für die Entwicklung ist Matthias Wüllenweber.


Die Preisvergabe fand im Rahmen einer Gala mit 750 Besuchern am 1.Dezember 2005 in der Lichtburg in Essen statt.
 


Die Lichtburg in Essen

Die legendäre Lichtburg - im Herzen der Stadt Essen gelegen - war und ist mit 1250 Sitzplätzen Deutschlands größter Filmpalast. Bereits zur Eröffnung am 18.Dezember 1928 galt das Kino als das modernste Filmtheater in Deutschland.

1943 brannte der viel gerühmte Zuschauerraum nach einem Bombenangriff völlig aus. Nur die Außenfassade der Lichtburg blieb erhalten. Der Wiederaufbau im Stil der 50er Jahre machte die Lichtburg zu einem der elegantesten Filmtheater des Landes.

Die Lichtburg ist mehr als ein Filmpalast: Über Jahrzehnte fanden hunderte Premieren, Filmgalas, nationale und weltweite Uraufführungen statt. Nationale und internationale Stars gaben sich die Klinke in die Hand und begeisterten die Massen, unter ihnen u.a. Gary Cooper, Romy Schneider, Pierce Brosnan, Wim Wenders, Götz George oder Tom Tykwer.

Die denkmalgeschützte Lichtburg wurde von März 2002 bis März 2003 bis ins Detail restauriert und renoviert, und mit neuester Kino- und Bühnentechnik ausgestattet. Seit der Eröffnung fanden bereits zahlreiche Filmpremieren, sowie Bühnen- und Sonderveranstaltungen mit zahlreichen Stars und Prominenten statt.


 

http://www.lichtburg-essen.de/


 

 

 

 

 

 


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