Fritz weiß die Antwort

02.08.2009 – Auch der größte Schachfan wird zugeben müssen: Andere Sportarten sind zuschauerfreundlicher. Das Spiel ist komplex, die Partien häufig undurchschaubar, selbst Großmeister wissen oft nicht, wie es bei ihren Kollegen steht. Es hilft auch nicht unbedingt, dass man beim Schach leise sein muss. Gut, dass es Computer gibt. Das dachten sich auch die Organisatoren der Chess Classic in Mainz und beschäftigten Fritz und Rybka als stille, starke, zuverlässige und unermüdliche Kommentatoren. Johannes Fischer macht Anmerkungen zu einem modernen Kommentatorenteam.Fritz im Shop kaufen..., Rybka im Shop kaufen...Stille Kommentatoren...

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Text: Johannes Fischer, Bilder: Eric van Reem

Während die Spieler auf der Bühne kämpfen, können die Zuschauer auf einem Monitor sehen, wie der Computer die Stellung einschätzt. Zugleich erstellt das Programm ein Partieprofil, das den Verlauf der Partie wiedergibt. Stand Weiß immer besser und hat seine Vorteile kontinuierlich ausgebaut, werden die weißen Balken immer höher, gibt Schwarz das Tempo vor, gehen die Balken in die Tiefe.

Nicht immer ist dieses Profil schmeichelhaft. So brauchte es keine Worte, um zu erkennen, dass Naiditschs Technik bei der GRENKELEASING Weltmeisterschaft ausbaufähig war: In beiden Partien gegen Nepomniachtchi zeigt die Grafik lange Zeit deutliche Vorteile für die deutsche Nummer Eins, in der ersten Partie verschwinden sie dann allmählich ganz, um nie wieder zu kommen, in Partie Zwei gibt es immerhin ein Happy End.

Doch auch während der Partie sorgen Fritz und Rybka für Spannung: Ändert sich die Bewertung abrupt, so hat der Computer meist taktische Tricks entdeckt, von dem die Spieler (noch) nichts ahnen. Dann beginnt beim Zuschauer das Raten: Warum zeigt Fritz plötzlich +2.30? Was sieht der Computer, was man nicht entdeckt hat?



Hält man zu einem bestimmten Spieler, der schlecht steht, geht es einem wie beim Fußball, wenn die Heimmannschaft 0:1 hinten liegt: Gebannt starrt man auf den Monitor, immer mit der Hoffnung, dass die Anzeige umspringt und der eigene Mann in Vorteil gerät. Anands vergebliche Versuche, sich doch noch fürs Finale der GRENKELEASING Weltmeisterschaft zu qualifizieren werden von den Programmen genauso angezeigt, wie das Auf und Ab in der Partie Naiditsch gegen Aronian aus der fünften Runde.



Heute Abend haben Fritz und Rybka noch einen großen Auftritt: beim Finale der GRENKELEASING Rapid Weltmeisterschaft. Live auf dem Fritz-Server und auf der Chess Tigers Seite.



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