Die Überraschung bei diesem Turnier war sicher nicht der Sieger Vachier-Lagrave, sondern der zweite Platz von Alt- (Welt-) Meister Viswanthan Anand. Gegen Garry Kasparov in Runde 13 musste sich der Inder zum Duell der Exweltmeister ans Brett begeben. Die Partie hat gezeigt: Wer auch im fortgeschrittenen Alter regelmäßig Turniere spielt scheint doch besser in Form zu sein als einer, der nur gelegentlich mal ein wenig blitzt.

Exweltmeister unter sich: Garry Kasparov und Viswanathan Anand | Foto: Lennart Ootes (Grand Chess Tour)
Normalerweise analysiert unser Endspielexperte keine Blitzpartien. Doch, wie Großmeister Müller zum Croatia GCT schreibt: "Wenn die Spieler so extrem stark sind..."
Mit der Niederlage gegen Mamedyarov in Runde 11 verlor Nepo gleich zu Beginn des Sonntags im Kampf um den Turniersieg an Boden, nachdem er zuvor gegen Korobov noch gewonnen hatte. Karsten Müller zeigt, wie Nepo mit seinen zwei Türmen gegen die Dame seines Gegners das Remis hätte halten können:
Im niederländischen Duell zwischen Jorden van Foreest und Anish Giri (Runde 13) konnte Giri ein Turmendspiel mit einem Minusbauern in wenigen Zügen remisieren - was schwierig war, wie Karsten Müller in seiner Analyse zeigt:

Da ging es gerade erst los: 1.b3 d5 2.Lb2 | Foto: Lennart Ootes (Grand Chess Tour)
Final Standings of the #GrandChessTour #CroatiaRapidBlitz ! Congratulations once again to the top 3 finishers @Vachier_Lagrave , @vishy64theking and @anishgiri ! pic.twitter.com/v8T8j4Szv7
— Grand Chess Tour (@GrandChessTour) July 11, 2021