FIDE-Interimspräsident Viswanathan Anand begrüßte die Entscheidung:
„Mehrere Länder haben großes Interesse daran gezeigt, den Wettkampf um die Schachweltmeisterschaft auszurichten, darunter Indien, die Vereinigten Staaten und Zypern. Nach sorgfältiger Prüfung aller Bewerbungen hat sich die FIDE entschieden, den Wettkampf auf neutralem Boden in Genf auszutragen – einer Stadt mit einer langen Tradition als Treffpunkt von Nationen und Kulturen. Wir freuen uns darauf, die weltweite Schachgemeinschaft in der Schweiz willkommen zu heißen. Die Schachfans vor Ort werden Spitzenschach aus nächster Nähe erleben können, während Millionen Zuschauer in aller Welt das Duell um den höchsten Titel im Schach online verfolgen werden."
Auch André Vögtlin, Präsident des Schweizerischen Schachbundes (SSB), zeigte sich über die Wahl Genfs als Austragungsort erfreut:
„Das ist ein ganz besonderer Tag für das Schweizer Schach. Zweiundzwanzig Jahre nach Brissago kehrt eine Schachveranstaltung von weltweiter Bedeutung in die Schweiz zurück. Für uns ist das weit mehr als nur eine gute Nachricht – es ist ein Meilenstein für das Schach in unserem Land, der uns mit Freude und Motivation erfüllt."
Die Ausrichtung einer Veranstaltung dieser Größenordnung sei nicht nur eine große Ehre, betonte Vögtlin.
„Sie bietet uns auch die einmalige Chance, das Schach in der Schweiz noch stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und neue Menschen für unseren Sport zu begeistern. In den kommenden Wochen werden wir regelmäßig darüber informieren, wie wir dieses Großereignis nutzen wollen, um die Popularität des königlichen Spiels in unserem Land weiter zu steigern."
Der Wettkampf um die Schachweltmeisterschaft bildet den Höhepunkt des FIDE-WM-Zyklus. Er führt den amtierenden Weltmeister und den Herausforderer zusammen, der sich das Recht erkämpft hat, um den Titel zu spielen.
Gukesh wird den Titel verteidigen, den er im Dezember 2024 in Singapur gewann. Damals besiegte er im Alter von 18 Jahren den Chinesen Ding Liren in der 14. und letzten klassischen Partie und wurde damit 18. Schachweltmeister sowie der jüngste Titelträger der Geschichte.
Sindarov qualifizierte sich durch seinen Sieg beim FIDE-Kandidatenturnier 2026 auf Zypern für den WM-Kampf. Der usbekische Großmeister sicherte sich den Turniersieg bereits eine Runde vor Schluss und fügte damit seinem Erfolg beim FIDE World Cup 2025 einen weiteren bedeutenden Triumph hinzu.
In Genf treffen zwei der prägenden Spieler der neuen Schachgeneration im Kampf um den Weltmeistertitel aufeinander.
Der Wettkampf besteht aus 14 klassischen Partien. Sieger ist der Spieler, der zuerst 7½ Punkte erreicht; danach werden keine weiteren Partien gespielt. Steht es nach allen 14 klassischen Partien unentschieden, fällt die Entscheidung im Stichkampf.
Weitere Informationen zu Wettkampfregeln, Spielplan, Eintrittskarten, Zuschauerangeboten, Medienakkreditierung und Begleitveranstaltungen werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.