18.12.2023 – In der Sonntagsrunde boten die Spieler und Spielerinnen des Germans Masters und des Masters der Frauen den Zuschauern auf vielen Brettern spannende Unterhaltung in turbulenten Partien, bei denen einige Ergebnisse durchaus unerwartet kamen. Der größte Glückspilz war Dennis Wagner | Fotos: Paul Meyer-Dunker
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Das German Masters in Rosenheim hat nun deutlich an Fahrt gewonnen und brachte in der siebten Runde vier Entscheidungen. Nur eine Partie endete remis.
Daniel Friedman gewann dabei mit den weißen Steinen das Duell gegen Leonardo Costa. Der Youngster hatte Fridmans Königsfianchetto mit der Modevariante 1...d5 und 2... Sbd7 beantwortet. Weiß änderte seinen Aufmarschplan und es entstand eine Französische Struktur, in der Weiß Raumvorteil besaß. Costa hielt die Partie lange ausgeglichen, verlor dann einen Bauern und geriet in der Folge nach und nach in entscheidenden Nachteil.
Einen ganzen Punkt verbuchte auch Rasmus Svane gegen Jonas Roseneck. In einer Maroczy-Struktur verschaffte sich Rasmus Svane am Damenflügel eine Bauernmehrheit, mit deren Hilfe der Lübecker seinen Gegner im Endspiel mit Turm und Leichtfigur erfolgreich unter Druck setzte und die Partie schließlich für sich entschied.
Die Königsindische Partie zwischen Alexander Donchenko und Michael Prusikin in der Abtauschvariante der Klassischen Variante war lange völlig ausgeglichen und mündete in ein Turmendspiel, das ebenfalls beiden Spielern gleiche Chancen bot. Allerdings gab es hier noch eine Reihe von Finessen zu beachten und nach einer Ungenauigkeit von Prusikin holte sich Donchenko doch noch einen ganzen Punkt.
Großmeister Prusikin zeigt auf diesem Videokurs Mittel und Wege auf, wie Vereinsspieler unterschiedlicher Spielstärke ihr Denken besser strukturieren können, um in scharfen Stellungen schneller und effizienter richtige Entscheidungen treffen zu können.
Einen sehr glücklichen Sieg verzeichnete Dennis Wagner gegen Christopher Noe. Mit den weißen Steinen war dem Großmeister die Eröffnung im Angenommenen Damengambit missglückt. Wagner befreite seine Stellung mit der Brechstange, gab zwei Bauern und suchte in Verluststellung nach Schwindelchancen. Die fand er dann auch.
Interview mit Dennis Wagner
Das einzige Remis spielten Frederik Svane und Matthias Blübaum. In einer Nimzoindischen Verteidigung hatte sich Frederik Svane mit Weiß einen kleinen Vorteil verschafft, der aber bald wieder verpuffte. Die Partie mündete in ein völlig ausgeglichenes Turmendspiel.
Nach sieben Runden liegen Dennis Wagner und Alexander Donchenko mit fünf Punkten in Führung.
German Masters der Frauen
Im German Masters der Frauen boten die Teilnehmerinnen eine sehr bunte Runde, ebenfalls mit vielen Entscheidungen. Josefine Heinemann gewann schon in der Eröffnungsphase eine Figur und führte den Materialvorteil souverän zum Gewinn.
Interview mit Josefine Heinemann
Jana Schneider gab in ihrer Partie gegen Zoya Schneider die Qualität auf a8, um auf diese Weise zum Angriff gegen die weiße Königsstellung zu kommen.
Weiß verteidigte sich kühl und entwickelte selber einen Königsangriff. Nach ungenauem weißen Spiel in der Zeitnotphase setzte sich dann doch der schwarze Angriff durch, nachdem der weiße König sich ins Freie begeben hatte.
Die Videos behandeln die spannende Französisch Vorstoßvariante, beginnend mit 1.e4 e6 2.d4 d5 3.e5. Neben zahlreichen Nebenvarianten liegt der Hauptfokus auf den beiden meistgespielten Systemen mit 3…c5 4.c3 Sc6 5.Sf3 Db6 und 5…Ld7.
In diesem Videokurs dreht sich alles um das Thema Entwicklungsvorsprun: Wie entsteht ein Entwicklungsvorsprung und wie kann man ihn verwerten? Wie kann man den gegnerischen Entwicklungsvorsprung neutralisieren?
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Der Hyper-Accelerated Dragon ist schnell und scharf. Schwarz entwickelt seinen Läufer sofort nach g7 und kann oftmals d5 in einem Zug spielen und ein Tempo sparen.
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