Grand Prix Hamburg: Zwei Remis im Halbfinale

von André Schulz
12.11.2019 – Die erste Runde des Halbfinales beim Grand Prix in Hamburg brachte zwei Remis. Alexander Grischuk egalisierte mit Schwarz gegen Maxime Vachier-Lagrave und Daniil Dubov hielt seine Schwarzpartie gegen Jan Krzyszof Duda ebenfalls ausgeglichen. |Foto: Valeria Gordienko (Worldchess).

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Nach einer Woche hat sich das Feld des Grand Prix in Hamburg geviertelt. Von den ursprünglich 16 Spielern sind nach zwei K.o.-Runden nur noch vier übrig geblieben und bevölkern die kleiner gewordene Bühne.

Im ersten Semifinale sitzen sich Maxime Vachier-Lagrave und Alexander Grischuk gegenüber. Das zweite Halbfinale bestreiten die Youngster Jan-Krzysztof Duda und Daniil Duda. 

Die Paarung Vachier-Lagrave gegen Alexander Grischuk ist im Prinzip ein vorweg genommenes Finale, denn diese beiden Spieler führen die Gesamtwertung der Serie derzeit mit 13 respektive 14 Punkten an. Es gibt aber einen feinen Unterschied. Grischuk (14 P.) befindet sich in seinem dritten Turnier, Vachier-Lagrave erst in seinem zweiten. Jeder Spieler aus der Teilnehmerlisten spielt bei drei der insgesamt vier Turnieren mit. Der Franzose kann also auch noch einmal beim letzten Grand Prix in Jerusalem punkten.

Vachier-Lagrave gegen Alexander Grischuk

Falls Grischuk gegen Vachier-Lagrave das Halbfinale und dann vielleicht auch noch das Finale gewinnt, erhält er acht Punkte, Vachier-Lagrave noch drei. Der russische Zeitnotspezialist kann in diesem Fall noch auf eine Qualifikation zum Kandidatenturnier hoffen. Wenn aber Vachier-Lagrave das Halbfinale gewinnt, sieht es für den Franzosen sehr gut aus. Bei einem Turniersieg erhielte er die ach Punkte, stünde bei 21 Punkten und hätte sogar noch ein Turnier vor sich.

Dubov und Duda, für beide ist dies das dritte und letzte GP-Turnier, haben beide keine Chance mehr auf einen Gesamtsieg und die damit verbundene Qualifikation zum Kandidatenturnier.

Duda gegen Dubov

Das K.o.-Format mit zwei langen Partien und folgenden Stichkampfrunden lädt zum Taktieren ein und davon haben die Spieler hier, aber auch schon in den Grand Prix Turnieren zuvor Gebrauch gemacht. Bevor sie in den langen Partien ins Risiko gehen und im Falle einer Niederlage ins Hintertreffen geraten, spielen sie lieber Remis und hoffen auf die Partien mit kurzer Bedenkzeit.

So endeten auch die beiden Halbfinalpartien am ersten Spieltag mit zwei Unentschieden.

 

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André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.

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