07.03.2022 – Nach dem Ruhetag endeten beim Grand Prix in Belgrad das Gros der Partien ohne Sieger. In Gruppe C gewann Richard Rapport aber das Spitzenspiel gegen Vidit Gujrathi und übernahm die alleinige Führung. Alexi Shirov besiegte Vladimir Fedoseev. | Fotos: Mark Livshitz (FIDE)
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Nach der vierten Runde des Grand Prix in Belgrad wurde der erste von zwei Ruhetagen eingelegt. Am Sonntag ging es mit der 5. Runde, der vorletzten Runde der Gruppenphase weiter.
Sam Shankland und Dmitry Andreikin lagen nach der 4. Runde gemeinsam an der Spitze der Gruppe A. Sie spielten in der 5. Runde gegeneinander, mit Shankland als Weißspieler. Die Partie endete ohne großen Kampf bald nach der Eröffnung mit der Punkteteilung. Auch in der die zweite Partie der Gruppe teilten Etienne Bacrot und Alexander Grischuk bereits im 23. Zug den Punkt.
In der B-Gruppe lag vor dem Ruhetag Anish Giri mit einem ganzen Punkt Vorsprung in Führung. Daran änderte der 5. Spieltag nichts, denn beide Partien endeten remis. Giri und Harikrishna übten sich in der Ragozin-Verteidigung. Mit den weißen Steinen erreichte Giri in der Eröffnung keinerlei Vorteil, hatte aber auch keine Mühe die Partie zur Punkteteilung zu führen, die schon im 31. Zug beschlossen wurde.
M. Amin Tabatabaei und Nikita Vitiugov lieferten sich ihr Partie auf dem Gelände der Italienischen Partie. Nach langen Phasen des Lavierens, in deren Verlauf Vitiugov mit Schwarz das etwas bessere Spiel hatte, entstand ein Turmendspiel, das im 56. Zug ohne Sieger endete.
Italienisch gilt als gediegener Partieanfang, bei dem wenig Figuren getauscht werden und gehaltvolle Stellungen entstehen, in denen es mehr auf Pläne ankommt als auf forcierte Varianten. So zeigt hier die Pläne aus schwarzer Sicht.
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Die C-Gruppe sah nach Runde vier Richard Rapport und Vidit Gujrathi an der Spitze der Tabelle. Die beiden Spitzenreiter trafen nach dem Ruhetag aufeinander und Vidit kassierte gegen den ungarischen Spitzenspieler seine zweite Niederlage. Mit den schwarze Steinen wählte Rapport die Französische Verteidigung, erlangte im Verlauf des Mittelspiels Vorteil und realisierte diesen im Endspiel mit einem ganzen Punkt.
In der zweiten Partie besiegte Alexei Shirov Vladimir Fedoseev.
20.d7 f3 21.d6+ Kh8 22.g3 Df5 [Droht Matt in 2. Aber Weiß hat eine gute Verteidigung.]
23.Sd5 Dh3 24.Se3 Dxd7 [24...Lh6 ist nicht möglich: 25.Ld4+]
25.Tc7 Dxd6
26.Tac1 [Weiß hat einen Bauern weniger und einer etwas geschwächte Königsstellung, ansonsten aber volle Kontrolle über das Brett. Die Stellung ist aber noch sehr zweischneidig.]
26...Tg8 [Verteidigt sich gegen Txg7 und möchte Lb5 spielen. 26...Lb5? 27.Txg7 Kxg7 28.Tc7+ Kh8 29.Dc3+]
27.La5 Lb5 28.Txb7 Tac8
29.Tc2? [Am einfachsten war 29.Txc8 Txc8 30.Lc3 mit Gewinnstellung.]
29...Txc2 30.Dxc2 Td8? [Schwarz verpasst 30...Dc6 Nach dem Damentausch hat Weiß seinen Vorteil eingebüßt. 31.Dxc6 Lxc6 32.Tc7 Lb5 33.b3 Le5 34.Te7 Tc8 mit gutem Gegenspiel.]
31.Db3 Tc8 32.Lc3 1–0
In der remisträchtigen Gruppe D endeten erneut beide Partien ohne Sieger, allerdings erst nach langem Kampf. Maxime Vachier-Lagrave und Yu Yanguyi trafen sich in der Russischen Verteidigung. Der Franzose gewann im Verlauf der Partie einen Bauern, den er aber im Schwerfigurenendspiel nicht verwerten konnte.
Alexandr Predkes und Shakhryar Mamedyarovs Italienische Partie endete in einem ausgeglichenen Turmendspiel.
In der Tabelle liegen in Gruppe A Shankland und Andreikin punktgleich in Führung. In den übrigen Gruppen haben Giri, Rapport und Vachier-Lagravce die besten Aussichten auf das Erreichen des Halbfinales.
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