Grand Prix: "Wo sind denn eigentlich wir?"

14.11.2019 – Der Grand Prix in Hamburg findet ohne deutsche Beteiligung statt. Kein deutscher Großmeister hat die notwendige Spielstärke, um im Kreis der Spitzenspieler mitspielen zu können. "Wo sind denn eigentlich wir?", fragt Ulrich Stock in einem Artikel für die Zeit und besuchte bei der Ursachenforschung Björn Lengwenus, Fritz&Fertig-Miterfinder und Schulleiter einer Hamburger "Eliteschule des Sports".

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Als die vier Spielorte der Grand Prix Serie bekannt gegeben wurden und klar war, dass einer der Spielorte Hamburg sein würde, fragten viele Hamburger Sportjournalisten, welcher deutsche Spieler denn dabei sein würde. Keiner, lautete die Antwort.

Normalerweise wird der Ausrichter eines großen Turniers der FIDE mit einem Ausrichterfreiplatz belohnt. Hier war das nicht der Fall. Worldchess und FIDE haben das Turnier in Hamburg sowieso mit eigenen Kräften organisiert, wenn auch in Kooperation mit den lokalen Organisationen, waren also nicht besonders verpflichtet. Trotzdem hätte es der öffentlichen Aufmerksamkeit gut getan, wenn ein deutscher Spieler dabei gewesen wäre. Das gilt natürlich generell für das deutsche Spitzenschach.

Fakt ist: Seit Robert Hübner, vielleicht mit Abstrichen seit Eric Lobron, gibt es keinen deutschen Spitzenspieler, der im Kreis der ganz Großen mitspielen kann. Arkadij Naiditsch tat es ansatzweise, wechselte dann aber in den aserischen Verband. Die deutsche Nummer eins, Dieter Nisipeanu, hat in Rumänien Schach gelernt, ist zwar immer für eine positive Überrschung gut, gehört aber nicht zur absoluten Weltspitze. 

Wie kommt das, fragt Ulrich Stock und besuchte Björn Lengwenus, der passionierter Schachspieler ist, als Co-Autor von Fritz&Fertig dort sein pädagogisches Talent einbrachte und seit einiger Zeit Schulleiter einer Hamburger "Eliteschule des Sport" ist. 

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Zum Artikel bei Zeit online...

 



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Silviolo Silviolo 14.11.2019 02:59
Ja wo sind wir ...

Die Frage geht auch an die geehrten Nachrichtenredakteure bei Chessbase:

- Kein Wort zu Partien, Ergebnis etc der Schacholympiade U 16, gerade in der Türkei beendet,
die von "Deutschland" = DSB boykottiert worden ist.
(Aserbeidschan vor Uzbekistan und Weissrussland. Mit deutlichem Abstand vor z.B. Indien, Russland, China.
Bei 48 teilnehmenden Teams. Quelle: https://chess-results.com/tnr477602.aspx?lan=1 )

- Kein Wort zur aktuellen Personalentscheidung des DSB hinsichtlich des (bis gestern) Geschäftsführers der
Deutschen Schachjugend Jörg Schulz und den kursierenden "Offenen Briefen" / avaaz - Aktion.
Dabei berufen sich doch mehrere der Chessbase-Macher gern auf ihre Herkunft aus dem Hamburger
Jugendschach...

- Kein Wort von/mit = Interview mit einem der Haupt- oder Ehrenamtlichen Entscheidungsträger in
DSB und DSJ, um Gründe für diesen Machtkampf zu erfahren, der offensichtlich gegen die (erfolgreiche)
DSJ gerichtet ist. Etwa eines der sonst gern ausführlichen Chessbase- Interviews,
dieses Mal zur Rolle der DSJ im DSB und zu dem ja nun schon länger anhaltenden schwierigen
Umgang miteinander.

Es wäre schön, wenn Chessbase uns auch zu diesen aktuell umstrittenen Themen informieren wird.

Danke schon jetzt an die Redaktion!
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