Grenke Chess Classic: Hou Yifan besiegt Caruana

von Hartmut Metz
16.04.2017 – Hou Yifan setzt in der ersten Runde des Grenke Chess Classic ein dickes Ausrufezeichen und besiegt mit Fabiano Caruana die aktuelle Nr. 4 der Weltrangliste. Magnus Carlsen kommt gegen Matthias Blübaum in eine gute Stellung, kann seinen jungen Kontrahenten trotz dessen exorbitanter Zeitnot nicht besiegen. Arkadij Naiditsch überwindet indessen in einer hochinteressanten Partie Maxime Vachier-Lagrave. Fotos, Bericht und GM-Analyse.

Nach 1.e4 e6 2.d4 d5 3. Sc3 Sf6 4. e5 Sfd7 5. f4 c5 6. Sf3 Sc6 7. Le3 untersucht der Autor die Hauptvariante mit 7... a6 und b5, das mutige Vorgehen mit 7... cxd4 8. Sd4 Db6 und die ruhigeren Stellungen, die nach 7...cxd4 8. Sd4 Lc5 entstehen.

Carlsen fehlt trotz neuer Brille klare Sicht

Blübaum rettet „ziemlich grausame Partie“ gegen den Weltmeister / Hou schlägt Caruana und Naiditsch bezwingt Vachier-Lagrave

 

Ein kurzes Lächeln huscht über die Lippen von Magnus Carlsen. Der Applaus schwoll merklich an, als Turnierchef Sven Noppes den Weltmeister als letzten der Großmeister-Riege in der Karlsruher Schwarzwaldhalle begrüßte. Eine Traube von Fans machte Fotos mit dem Smartphone, die Stühle vor der Bühne füllten sich prall. Die 1202 Teilnehmer an den mit 40500 Euro dotierten Open-Wettbewerben schauten ehrfürchtig nach oben zu ihrem Heros. Spielen musste Carlsen nun aber alleine. Die Auslosung hatte ihm zwar in der ersten der sieben Runden die schwarzen Steine beschert – aber mit der deutschen Nachwuchshoffnung Matthias Blübaum hatte „nur“ der Vorjahressieger des starken A-Open den Aufschlag gegen ihn.

Ein leichtes Lächeln huscht Magnus Carlsen über die Lippen, als zu seiner Begrüßung starker Applaus aufbrandet. Mit neuer Frisur und Brille sorgt er für noch mehr Aufsehen als mit der Partie gegen Matthias Blübaum. (Foto: Turnierseite)

 

Der Bremer geriet in einem Königsinder auch bald in leichten Stellungsnachteil – und noch schlimmer: Auf der Uhr sah es nach 18 Zügen ganz schlecht aus mit lediglich verbliebenen 22 Minuten (plus 30 Sekunden Bonus pro ausgeführten Zug). „Die Partie war ziemlich grausam – ich dachte zwischendurch schon, dass ich aufgeben kann“, gewährte Blübaum Einblicke in sein Innenleben – die Furcht vor den Lavierkünsten des Weltmeisters ist offensichtlich exorbitant. Carlsen saß wie immer stoisch da und drückte mit der Zuversicht eines Weltmeisters. Zweierlei war jedoch anders als sonst: Zum einen trug er eine modische Wuschelfrisur. Ob der neue Style der Freundin geschuldet ist, die der Norweger haben soll? Die Medien interessierte das Thema natürlich, doch die Holde ward in Karlsruhe bis dato nicht gesehen im Gegensatz zu Papa Henrik. Weit auffälliger am neuen Look des Modells der Marke G-Star war allerdings die große Brille. Erhoffte sich der Superstar der Denkerszene einen noch besseren Durchblick auf dem Brett, wie die Internet-Kommentatoren um Lawrence Trent und Peter Leko ulkten? Den beiden und ihrem weltweiten Publikum berichtete Carlsen, dass ihm bisher die Augenärzte freistellten, ob er wegen seiner leichten Kurzsichtigkeit eine Brille trägt oder nicht. „Nachdem ich aber zuletzt häufiger Kopfschmerzen bekam, war nach ein paar Tests rasch klar: Ich brauche die Gläser“, berichtete der Weltmeister.

Bühne mit Übertragung der vier Partien. (Foto: Turnierseite)

 

Freilich gegen Blübaum half ihm das nach viermonatiger Turnierpause nicht genügend. Die Rechner zeigten stets nur leichten Vorteil für den Weltranglistenersten an. So scheiterte Carlsens Taktik, „den gegnerischen Zeitdruck zu nutzen, um meine Stellung zu verbessern“. Blübaum überraschte Schwarz mit 23.Lg2. „Daran dachte ich nicht, weil ich glaubte, dass Weiß sich nicht auf c4 nehmen lassen kann“, erzählte Carlsen bei der Analyse. Den Isolani verteidigte Blübaum jedoch bis zum Schluss. Im Endspiel mit Turm und Springer ließ der gebürtige Lemgoer, der am Dienstag 20 Jahre alt wird, nichts mehr anbrennen. Ein schönes vorzeitiges Geburtstagsgeschenk!

Ähnlich blutleer verlief das zweite Remis des Auftakts: Levon Aronian drückte vergeblich ein bisschen gegen Georg Meier – ein Erfolg für den Nationalspieler, der gerade in Stockholm sein Studium abschließt. Bei den letzten Grenke Chess Classic verlor Meier dauernd mit Schwarz. Spannung garantierten dagegen die beiden anderen Duelle auf der Bühne: Hou Yifan schlug im gefühlten zehnten Duell zum ersten Mal Fabiano Caruana. „Ich stand schon ein paarmal gut, aber er entwischte mir stets“, erinnerte sich die Chinesin. Diesmal gelang der Weltranglistenersten jedoch der erste Erfolg über einen 2800er! Der fiel auch relativ leicht. „Ich musste nicht viel tun“, befand Hou bescheiden. Das Eröffnungskonzept des Amerikaners missriet in der Berliner Verteidigung. Leko pries 15.h3! als „sehr stark wegen der Idee Sh2 und Sg4. Danach fiel es uns schwer, gute Züge für Schwarz zu finden“, erahnte der ehemalige Vizeweltmeister die Probleme des Weltranglistendritten. Mit 17...c5 brach Caruana alle Brücken hinter sich ab, ohne Verwirrung stiften zu können. Diesmal ließ sich Hou nicht beirren, obwohl man „Caruana drei- oder viermal totschlagen muss“, wusste Leko. Während Caruana nach der unerwarteten Auftaktschlappe schnellen Schrittes flüchtete, freute sich seine Bezwingerin über den finalen Mattangriff und den damit einhergehenden Schub fürs eigene „Selbstvertrauen“. Das hatte wenige Tage zuvor durch zwei „ganz schlechte Partien“ im Zweikampf mit Wassili Iwantschuk gelitten, der einmal mit Schwarz eine ihr peinliche Kurzpartie gewann und mit 3:1 die Oberhand behalten hatte. Nun hoffe sie auf eine Wende und bedankte sich artig „für die große Ehre, an einem solchen Turnier mit vier Top-Ten-Spielern teilnehmen zu dürfen“.

Hou Yifan (von rechts) analysiert mit den Kommentatoren Peter Leko und Lawrence Trent den Sieg über Fabiano Caruana. Leko ist voll des Lobes über das Spiel der Chinesin. (Foto: Turnierseite)

 

Noch aufregender, weil weniger einseitig, verlief die laut Arkadij Naiditsch „sehr spannende Partie“ mit Maxime Vachier-Lagrave. In einem Franzosen opferte der Weltranglistenfünfte einen Bauern. Das aktive weiße Spiel vermochte der Wahl-Aseri nur durch ein originelles Manöver einzudämmen: „Nachdem ich vorher schnell gespielt hatte, brauchte ich für 15...Ta7 eine halbe Stunde. Da hatte ich natürlich dann die Idee mit Sa8 nebst Sc7“, gewährte Naiditsch Einblicke in seine Denkweise und verzichtete auf 15...De7 nebst Sd8 und Se6, weil ihm der Gegenstoß mit a4 unangenehm schien. Der Springerzug nach a8 brachte „MVL“ völlig aus dem Konzept. „Auf e6 zu nehmen, war ein Fehler“, befand Vachier-Lagrave. „e6 kam zu schnell“, assistierte Naiditsch und schob nach, „nach 18.Sxe6 war ich ziemlich glücklich und sah nicht, wie Weiß weiterkommen will.“ Im Endspiel hoffte der Favorit auf ein paar Tricks, die Naiditsch mühelos umschiffte. Der von Sponsor Wolfgang Grenke als stets „belebendes Element“ in Turnieren eingeschätzte Baden-Badener Bundesliga-Topscorer freute sich, dass er „nach zwei Jahren mal wieder an einem hochkarätigen Turnier teilnehmen darf. Ich bin motiviert“, verkündete der deutsche Ex-Nationalspieler und glaubt, „hier kann jeder jeden schlagen.“

Nach zwei Jahren wieder bei einem Topturnier dabei: Arkadij Naiditsch erobert gleich wieder einen großen Skalp mit dem von Maxime Vachier-Lagrave. (Foto: Turnierseite)

 

Analyse von Großmeister Aleksander Lenderman:

 
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Welcome everyone! This is GM Aleksandr Lenderman presenting to you round 1 game of the day. I decided to choose this game between Vachier-Lagrave and Naiditsch since in my opinion it was a very interesting rich game and also it had a material imbalance, and games like this always interest me quite a bit, since I'm always fascinated with the fight of material against initiative and other positional factors. 1.e4 e6 2.d4 d5 3.Nc3 Nf6 4.e5 Nfd7 5.f4 c5 6.Nf3 a6!? The first mini-surprise. The most common move here as far as I know is 6)... Nc6, although 6)... Be7 or 6)...b6 are also quite common. 6)Be7 and 6) Nc6 I've played myself more than once in tournament practice. 6...Nc6 6...Be7 6...b6 7.Ne2 Of course 7)Be3 is also a serious alternative, in which case black has a choice to either transpose into the main line with 7)...Nc6 or try to play without committing the knight to c6, by playing 7)...b5!? or 7). ..Qb6!? 7.Be3 7...Nc6 By far the most common move here. 8.c3 A very logical way of following up the move Ne2, by solidifying the center. b5!? This move is already quite rare. Much more frequent in practice has been 8)... Qb6 or 8)...Be7. Radjabov has also once tried 8)...f6. Also it's important to note that based on the clocks, it's clear that Naiditsch is still in his home preparation, while Vachier-Lagrave already had around a 10-minute think on move 7)Ne2, meaning that he was probably surprised by Naditsch's choice of lines, in particular 6)...a6. After 8)...b5, Vachier-Lagrave thinks for about 7 more minutes before choosing... 9.a3 The idea of this move is prophylaxis against the move b4. However it's possible that this move a3 has a drawback, since after black plays c4, black can get quicker play with a5 and b4, since the a3 pawn serves as a hook for quick queenside play for black now. However, it seems that if black does get b4 in, he might be already doing quite well, so most likely the b5!? move is very good preparation on Naiditsch's part. 9.Be3 b4! I think this was black's plan in case of 9)Be3. At first the computer doesn't like the move 9)...b4 but then it starts to realize it's quite a good move. 10.cxb4 10.dxc5 bxc3 11.Nxc3 Bxc5 12.Bxc5 Nxc5 13.Rc1 0-0! 14.Nxd5 exd5 15.Rxc5 Qb6 16.Qc1 Bd7 17.Rxd5 Rac8 Also is quite good counterplay for black since black has a lot of initiative for two pawns. 10.g3 bxc3 11.Nxc3 Rb8= 10...cxd4 11.Nexd4 Bxb4+ 12.Kf2 12.Bd2 Bxd2+ 13.Qxd2 Nxd4! 13...Bb7 14.Nxc6 Bxc6 15.Nd4 14.Qxd4 14.Nxd4 Nc5 15.Bd3 a5= 14...a5!= And it seems that this plan trying to trade off the light square bishops should equalize for black. 12...Nxd4 13.Bxd4 13.Nxd4 Bc5!= 13...0-0 Black gets decent counterplay here with ideas like f6 and/or Nc5. 9...c4 This move is already almost a novelty, it has been played only in one game according to my database in a game between two 2000 rated players. 10.g4 This move is officially a novelty according to my database, and a very logical one. Since the structure is fixed, it becomes clear. Black's space is on the queenside, so black should play on the queenside, while white's only play is on the kingside, therefore g4 is the only move that makes sense I think. In the other game, 10)f5 was played right away. 10.f5?! exf5 Is probably a bit too optimistic for white and should just be good for black. 10...h5! This is again the only logical move, since otherwise white's plan becomes too strong. h5 move disturbs white's plans and makes it not as easy for white to get in his f5. 10...a5?! Would be too slow since... 11.f5! Bb7 12.Nf4 Qe7 13.Bh3± And white is way ahead in the race here. 11.gxh5 Rxh5 12.f5!? A very interesting pawn sacrifse. 12.Ng3 Doesn't help white get the f5 break right away because... Rh8 13.f5 This move is still a pawn sacrifise. exf5 14.Nxf5? 14.Qc2!? g6 15.h4 Maybe deserves attention. 14...Ndxe5! 12...exf5 12...Rxf5? Of course not Rxf5 because of 13.Ng3± 13.Nf4 Rh8 14.Qe2!? Played after a very long think and probably a good move. 14.Nxd5 Was of course possible, and would lead to interesting play as well. One sample line can be... Nb6 14...Nf6!? 14...Ndb8!? 15.Nxb6 Qxb6 16.Qe2 16.d5?! Na5 16...Bb7 17.Be3 Na5 18.Bg2 Be7 19.Nd2 0-0-0 With very complex play. 14.Qc2 Was also possible but I doubt this move is best. Na5 And it's not clear what white should do here. 14...Nb6?! As tempting as this move is, solidifying the position, it might've not been the most accurate move. 14...Be7‼ Seems like a stronger move since it seems to help black more in building his harmony. Also it prevents white from building his harmony in the best move way. First of all, the obvious... 15.Nxd5 Fails because of 15.Qg2 The move that would've been excellent after Nb6 would now fail to g5! g5 16.Nxd5 g4 17.Nxe7 Qxe7 18.Nd2 Bb7 15.Rg1 g5!? 16.Nxd5 g4 17.Bg2! gxf3 18.Bxf3 Bb7 19.e6 Would lead to a crazy mess. 15.h4 Nf8 16.Qg2 Ne6 17.Nxe6 17.h5 Kd7 18.Nxd5 Bb7 17...Bxe6 18.Qxg7 Kd7 19.Qg3 Qa5 Would lead to a more stable but also very complex position. 15...Nc5! 16.Nxe7 Nd3+ 17.Kd1 17.Qxd3? cxd3 18.Nxc6 Qd5-+ 17...Nxe7 15.Rg1?! This move was probably the best in case of 14)...Be7 but in this case it seems like not quite the best. 15.Qg2‼ This would've been a very strong move, but it's probably very difficult to find. The purpose of this move is both disturbing opponent's harmony(not letting black easy development with ideas like Be7, and potentially g5, and also, helps white build up his own harmony in the best way. Qe7 15...Ra7 16.Be2 15...Na5 16.Be3 Rg8 17.h4 16.Be2 Nd8 17.h4 Ne6 18.h5 And white has very strong initiative here with ideas like Bd1-c2 and Nh4. White has no bad pieces and have a very good harmony in their camp. Black in the meantime is struggling. 15...Ra7!? Played after a 30-minute think by Naidistch and it certainly deserves a lot of attention since it seems to build up harmony in a very unconventional way, and there doesn't seem to be any way for white to crash through black's position. 15...Qe7 With idea of Nd8-e6 was also possible here. 16.h4 Nd8 17.h5 Ne6 With complex play. 16.h4 16.Rg3! Was probably the best way to take advantage of black's slightly slow plan. Now black can't follow up with Na8 right away anymore. Qe7 And now black probably has to revert to the plan which was possible in the previous move. 16...Na8?! 17.Qg2! Nc7 18.Rxg7! Bxg7?! 19.Qxg7± 17.Ng5 Nd8 And black seems to be solid enough even though white has obvious compensation. 16...Na8! 17.e6 Otherwise black will blockade the e6 square. Maybe this idea wasn't objectively the most sound though, but it was probably worth a try at least in a practical game. 17.Bh3 Nc7 18.Qc2 Ne6 19.Bxf5 Nxf4 20.Bxf4 Bxf5 21.Qxf5 Qd7 Would lead to a more balanced position. 17...Bxe6! The only move in the position but Naiditsch spend around half his remaining time here, probably trying to make sure he's not losing by force here. But black seems to be doing very well. 18.Nxe6 fxe6 Seems like white doesn't quite have enough compensation, since the key squares for black are well defended. 19.Rg6 Nc7 20.Bf4 Bd6 21.Qh2 Bxf4 22.Qxf4 Kd7 22...Kf8 It was also possible to try to hold on to both pawns. Understandably though black decides to sacrifise his weak pawn on g7 in order to get his king into safety. 23.Rxg7+ Kc8 24.0-0-0 24.Be2 Perhaps it was better to put the king on f2 since in the endgame it's better if the king will be closer to the passed pawn. Qf6 25.Qg5 Qxg5 26.hxg5 24...Qf6 25.Qg5! Otherwise black will be the one to start the attack with a5 and b4. White is now banking his hopes on the passed pawn. 25.Qg3 a5 25...Qxg5+ 26.hxg5 Ne8! Nice defensive move stabilizing everything. 27.Rg6 Re7 28.Re1 Kd7 29.Rh6 Rg8 30.Bh3?! The last inaccuracy. Now white is lost. White should've tried to prevent the idea Nd6-e4. 30.Nh4! Nd6?! 30...Nd8 31.Ng6 Reg7 32.Nf4 Rxg5 33.Nxe6 Nxe6 34.Rhxe6 With some saving chances. 31.Ng6 And here white gets some activity. Ree8 32.Rh7+ Kc8 33.Nf4 Rxg5 34.Rxe6 Rxe6 35.Nxe6 Rg1 36.Rc7+ Kb8 37.Rxc6 Rxf1+ 38.Kc2 30...Nd6-+ The rest is a matter of technique for black now, especially after he makes the time control. 31.Rg1 Ne4 32.Kd1 Reg7 33.Rh5 Nd8 34.Ke2 Nf7 White is about to lose his only hope of the position and will be down two pawns for no compensation. 35.g6 Rxg6 36.Rxf5 Last chance to muddy the waters. Rxg1 37.Rxf7+ Ke8 38.Ra7 Rb1 39.Bxe6 Rxb2+ 40.Ke3 Rg3 41.Bxd5 Nxc3 42.Bc6+ Kf8 43.d5?! 43.Kf4 Would prolong the game a little bit but probably not for long. 43...Rg4 White is losing more material here. Very nice battle where Arkadij Naiditsch used some excellent preparation to get a very good 3-result battle against a top player and a very well-prepared player, as Maxime Vachier-Lagrave is. Then he boldly took the challenge, accepted the material and find some very nice defensive resources to neutralize white's initiative. Great game! 0–1
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Vachier-Lagrave,M-Naiditsch,A-0–12017C11Grenke Chess Classic 20171

 

Bei den letzten Grenke Chess Classic 2015 hatte Naiditsch sogar Carlsen bezwungen und gab erst im Stichkampf den Turniersieg aus der Hand. Ob ihm diesmal ein ähnlicher Coup gelingt? Obwohl sämtliche Mitfavoriten Federn ließen, war Carlsen nach der Partieanalyse mit Leko und Trent leicht grantig. An Kopfschmerzen kann das nicht mehr gelegen haben – die neue Brille beseitigte ja diese. Auf neue Einblicke lässt das modische Accessoire allerdings noch warten.

Partien GRENKE Chess Classic

 
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1.d4 d6 2.Nf3 g6 3.c4 Bg7 4.Nc3 Nf6 5.e4 0-0 6.h3 Na6 7.Be3 c5 8.Be2 cxd4 9.Nxd4 Nc5 10.Qc2 b6 11.0-0 Bb7 12.Bf3 Rc8 13.Rad1 Qc7 14.b3 Qb8 15.Rfe1 Rfe8 16.Bc1 a6 17.Qe2 e6 18.Bb2 Rcd8 19.Qc2 Qa8 20.Qe2 h5 21.Ba1 Ncd7 22.g3 d5 23.Bg2 e5 24.Nc2 dxe4 25.Nxe4 Nxe4 26.Bxe4 Bxe4 27.Qxe4 Qxe4 28.Rxe4 Nc5 29.Ree1 Nd3 30.Re3 e4 31.Bxg7 Kxg7 32.Ne1 Nc5 33.Rxd8 Rxd8 34.b4 Nd3 35.Rxe4 Nxb4 36.a3 Nc6 37.Nc2 Rd1+ 38.Kg2 a5 39.Ne3 Ra1 40.Nd5 Rxa3 41.Nxb6 Rc3 42.Re8 Rb3 43.c5 Rc3 44.Na4 Rc4 45.Rc8 Ne5 46.Nb6 Rc2 47.Nd5 a4 48.Ne3 Rc3 49.Nd5 Rc1 50.Ra8 Rxc5 51.Ne3 Nc4 52.Rxa4 Nxe3+ 53.fxe3 Rc2+ 54.Kf3 g5 55.Ra5 f6 56.e4 Rc3+ 57.Kf2 Rc2+ 58.Kf3 Rc3+ 59.Kf2 ½–½
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Bluebaum,M-Carlsen,M-½–½2017A41Grenke Chess Classic1.1
Hou,Y-Caruana,F-1–02017C67Grenke Chess Classic1.2
Vachier-Lagrave,M-Naiditsch,A-0–12017C11Grenke Chess Classic1.3
Aronian,L-Meier,G-½–½2017A06Grenke Chess Classic1.4

Die zweite Runde der GRENKE Chess Classic beginnt am Sonntag den 16. April um 15 Uhr. Die Paarungen lauten:

 
TNr Teilnehmer - TNr Teilnehmer Ergebnis
8. Naiditsch, Arkadij - 5. Caruana, Fabiano  - 
6. Meier, Georg - 4. Hou, Yifan  - 
7. Carlsen, Magnus - 3. Aronian, Levon  - 
1. Vachier-Lagrave, Maxime - 2. Bluebaum, Matthias  - 

 

20 Spieler mit 4,5/5 im A-Open an der Spitze

Undurchsichtig bleibt auch die Lage im Open! Wiesen nach vier Runden noch neun der 688 Akteure im A-Open die Optimalpunktzahl auf, schwappte die „Remiswelle“ (wie es Pressechef Georgios Souleidis nannte) durch die Schwarzwaldhalle. Vier Remis an den Spitzenbrettern sorgten für den Schulterschluss von 20 Spielern, die durchweg 4,5 Zähler aufweisen. Unter diesen befinden sich auch drei Deutsche: Neuprofi Rasmus Svane (Hamburger SK) gab gegen Alexander Moiseenko (Russland) seinen ersten halben Zähler ab. Alexander Graf (SF Deizisau) pirschte sich nach einem Fehlstart durch ein Remis ebenfalls heran. Auf eine Großmeister-Norm darf Nikolas Lubbe (SF Neuberg) hoffen. Der IM mit exakt 2500 Elo bremste Nationalspieler Rainer Buhmann in Runde fünf aus. Der Hockenheimer steht mit 3,5 Punkten immer noch besser da wie ein halbes Dutzend Großmeister-Kollegen: Philipp Schlosser (SF Deizisau), Tomasz Markowski (Polen) oder Vladimir Potkin weisen lediglich 3/5 auf! Schlosser und Potkin mussten nach einem frühen Sieg vier Remis quittieren, was die Güte des Feldes belegt.

Rasmus Svane (links) führt die deutsche Riege im A-Open an. Gegen Alexander Moiseenko gibt der Lübecker sein erstes Remis ab. (Foto: Turnierseite)

 

Turnierseite Grenke Chess Open

Turnierseite Grenke Chess Classic


Hartmut Metz ist Redakteur bei den Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) mit Hauptsitz in Karlsruhe. Er schreibt außerdem unter anderem für die taz, die Frankfurter Rundschau und den Münchner Merkur über Schach und Tischtennis. Zudem verfasst der FM und Deutsche Ü50-Seniorenmeister 2023 von der Rochade Kuppenheim regelmäßig Beiträge für das Schach-Magazin 64, Schach-Aktiv (Österreich) und Chessbase.de.

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