GRENKE Chess Classic: ruhiger Auftakt mit Carlsen-Sieg

von Klaus Besenthal
20.04.2019 – Beim "GRENKE Chess Classic" in Karlsruhe hat Weltmeister Magnus Carlsen heute seine Auftaktpartie gegen Vincent Keymer gewonnen. Aus der Sicht der deutschen Nachwuchshoffnung war der Partieverlauf äußerst unglücklich: Keymer hatte zwischenzeitlich einigen Vorteil und konnte später im Endspiel noch ein Remis erreichen. Im 81. Zug, kurz vor 22 Uhr, gewann dann schließlich doch Carlsen. Untermalt wurde dieses Drama anfänglich von vier relativ ereignisarmen Remisen in den anderen Partien. Fotos: Georgios Souleidis

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GRENKE Chess Classic 2019

Meier - Vallejo Pons ½:½

Die Partie endete nach 24 Zügen mit einem Remis durch Zugwiederholung. In der Eröffnung brachte der Spanier einen interessanten Zug, aber viel erreichen konnte keiner der beiden Spieler:

 

Georg Meier und Francisco Vallejo Pons gingen heute noch nicht aufs Ganze

Aronian - Naiditsch ½:½

Dieses Unentschieden dauerte länger als jene an den anderen Brettern, aber wirklich spannend war es auch hier nicht:

 

Lewon Aronian und Arkadij Naiditsch spielten eine beiderseits sehr korrekte Partie

Svidler - Caruana ½:½

Bis fast zum 20. Zug folgten die Spieler einer Partie aus dem letzten WM-Kampf zwischen Carlsen und Caruana. Spannend war das letztlich nicht wirklich:

 

Fabiano Caruana kann Sweschnikow auch mit Schwarz

Vachier-Lagrave - Anand ½:½

Die beiden Spieler konnten lange vor allen anderen Feierabend machen. Möglich wurde dies, indem man eine Partie spielte, die es exakt so schon öfters auf Großmeisterebene gegeben hatte:

 

Früher Feierabend: MVL und Vishy Anand

Keymer - Carlsen 0:1

Magnus Carlsen zauberte die Benoni-Verteidigung aus dem Hut, nachdem die Kommentatoren Peter Leko und Jan Gustaffson in ihrer Anmoderation bereits festgestellt hatten, dass man unmöglich vorhersagen könne, wie der Weltmeister eröffnen würde. Es folgte die ungewöhnliche Abriegelung des Zentrums mit 7. ... e5 - vermutlich konnte Keymer spätestens zu diesem Zeitpunkt seine Vorbereitung vergessen. Es wurde dann einfach Schach gespielt, und der Weltmeister musste dabei mühselig eine ganze Reihe von Problemen überwinden: 

 

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Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.