GRENKE Chess Classic: erfolgreicher Tag für Meier und Keymer

von Klaus Besenthal
27.04.2019 – In der 7. Runde des "GRENKE Chess Classic" hat Georg Meier mit einem Schwarzsieg gegen Viswanathan Anand seinen Negativtrend von zuletzt vier verlorenen Partien durchbrochen. Vincent Keymer gelang gegen Peter Svidler ein nie gefährdetes Remis. Keymer hat jetzt drei Partien in Serie nicht mehr verloren. In einer eigenen Liga spielt Magnus Carlsen: Beim Sieg des Weltmeisters gegen Levon Aronian wirkte alles spielerisch leicht. Weiterhin: Caruana schlägt Naiditsch, Vachier-Lagrave gegen Vallejo Pons remis. | Alle Fotos: Georgios Souleidis

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GRENKE Chess Classic 2019

Vachier-Lagrave - Vallejo Pons ½:½

In einer zähen, komplett blockierten Stellung einigten sich die Spieler schließlich auf ein Remis. Eine Fortsetzung wäre vermutlich auch eine arg kräftezehrende Angelegenheit geworden:

 

Maxime Vachier-Lagrave: 2016 hatte der Franzose eine Elozahl über 2800 erreicht; seitdem hat sich sein Rating aber wieder leicht abgeschwächt.

Francisco Vallejo Pons: Der auf der Insel Menorca geborene Spanier gehört seit 15 Jahren zur erweiterten Weltspitze.

Keymer - Svidler ½:½

Peter Svidler konnte gegen Vincent Keymer keine Gewinnchancen generieren. Svidler legte einen gewissen Respekt an den Tag - zumindest könnte man das denken, wenn man sich anschaut, wie der russische Großmeister eher kontrolliert agierte:

 

Peter Svidler: Der 42-jährige ist achtfacher russischer Landesmeister.

Vincent Keymer gewann vor Jahresfrist als 13-jähriger das "GRENKE Open" in Karlsruhe

Carlsen - Aronian 1:0

Vor einem halben Jahr war Fabiano Caruana eng an Magnus Carlsen herangerückt, aber seither scheint der Abstand zwischen dem Weltmeister und dem "Rest der Schachwelt" (Caruana inbegriffen) von Partie zu Partie größer zu werden. Heute beeindruckte Carlsen seinen Gegner Levon Aronian zunächst mit einer verblüffenden Neuerung, bevor er im Mittelspiel dank seiner großartigen Figurenführung nach einer einzigen Ungenauigkeit Aronians rasend schnell Gewinnstellung erlangte:

 

 

Carlsen und Aronian: Man kennt sich gut von zahllosen Begegnungen auf den Topturnieren dieser Welt

Anand - Meier 0:1

Der indische Exweltmeister Anand hatte heute zweifellos nicht seinen besten Tag. Zunächst kam er mit seinen eigenen Angriffsambitionen nicht durch, dann agierte er in angespannter Lage nicht zielgerichtet genug. Nach dem Einschlag auf b2 hatte Georg Meier glänzende Gewinnaussichten, die nach einem weiteren Fehler Anands schneller als gedacht Realität wurden:

 

Anand und Meier: Vier Partien zwischen den beiden ließen sich vor dem heutigen Nachmittag in der ChessBase-Online-Datenbank finden (drei Remisen, ein Anand-Sieg). Heute gelang Georg Meier das "Ausgleichstor".

Caruana - Naiditsch 1:0

Caruana hatte einen Bauern mehr, war aber mit seiner Dame bei vollem Brett mächtig ins Gedränge geraten. Es gelang Naiditsch nicht, den Nachweis zu erbringen, dass seine bessere Figurenstellung den Bauern wert war:

 

Caruana und Naiditsch: Beide waren vor dem heutigen Tag im vielköpfigen Verfolgerfeld von Magnus Carlsen angesiedelt; nach dem heutigen Tag ist Caruana die alleinige Nummer 2 im Turnier.

Tabelle nach der 7. Runde

 

Partien

 

Turnierseite




Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
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