Hamburg Grand Prix: Die Eröffnungspressekonferenz

von André Schulz
04.11.2019 – Die deutschen Schachfreunde, besonders in Hamburg, dürfen sich auf einen schönen Event freuen. Ab morgen wird hier im edlen Kehrwieder-Theater ein Grand Prix Turnier gespielt. Heute war die Eröffnungs-Pressekonferenz. | Fotos: Nadja Wittmann

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Die Hamburger Schachfreunde und die deutschen Schachfreunde dürfen sich auf einen schönen Schachevent in Hamburg freuen. Heute fand im Kehrwieder-Theater, dem Austragungsort des Hamburger Grand Prix Turniers, die Eröffnungspressekonferenz statt.

Die Speicherstadt

Die Teilnehmer der Konferenz waren Ilya Merenzon, CEO von Worldchess, FIDE-Präsident Arkady Dvorkovich, Ullrich Krause als Vertreter des Deutschen Schachbundes, Maxim Vachier-Lagrave als Vertreter der teilnehmenden Spieler und für die Sponsoren W. Sean Ford von Algorand und Peter Neumeier von Kaspersky Deutschland. Georgios Souleidis moderierte.

Ilya Merenzon berichtete auf die Frage nach den Organisationskosten für das Turnier, wie Worldchess feststellen musste, dass Hamburg einer der teuersten Städte sei. Die Organisation des Turniers in Hamburg gestaltete sich deutlich kostspieliger als in anderen Städten. Auf der anderen Seite hätte es sich aber auch gelohnt. Hamburg sei eine ganz besonders schöne Stadt und als solche hätte sie eben ihren Preis. 

Ilya Merenzon, Arkady Dvorkovich

Worldchess habe Hamburg als Austragungsort gewählt, weil es eine Stadt mit großer Schachtradition sei, weil hier mit ChessBase und chess24 zwei bedeutende Schachfirmen ihren Sitz hätten und weil es in Deutschland ein großes Schachpublikum gebe.

Arkady Dvorkovich bestätigte diesen Eindruck. Der FIDE-Präsident sprach auch über den kommenden Weltmeisterschaftskampf und betonte, dass die Ausschreibung noch nicht beendet sei. Arkady Dvorkovich konnte aber berichten, dass es zwei sehr ernsthafte Bewerber gebe.

Peter Neumeier (Kaspersky), Ullrich Krause

DSB-Präsident Ullrich Krause freute sich für die deutschen Schachfreunde, dass dieses Turnier in Deutschland stattfindet, als zweiter großer FIDE-Event nach dem Kandidatenturnier im letzten Jahr in Berlin. Die FIDE und der DSB haben bei der Organisation einer Reihe von Rahmenveranstaltungen eng zusammen gearbeitet. Gegen Ende des Turniers wird Deutschlands jüngster Großmeister Vincent Keymer in Hamburg ein Simultan geben. 

W. Sean Ford und Peter Neumann wiesen auf die Nähe des Schachs als Hightech-Sportart zu den Geschäftsfeldern ihrer Firma hin. Algorand beschäftigt sich mit der Verschlüsselung von Daten, Kasparsky mit der Verhinderung von Cyberkriminalität.

Moderator Georgios Souleidis hatte sich ausgezeichnet auf die Pressekonferenz vorbereitet, eröffnete sie mit eigenen Fragen und verblüffte Maxime Vachier-Lagrave mit der Zahl der Partien, die der Franzose, zur Zeit Nummer Vier der Weltrangliste, in diesem Jahr schon gespielt hat, nämlich über 280.

Georgios Souleidis

Auf die Frage, wie er sich auf den Grand Prix vorbereitet hätte, antwortete Maxime Vachier-Lagrave: "Ich habe versucht, nicht an Schach zu denken."

Maxime Vachier-Lagrave und Sean Ford

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Die Besucher des Turniers dürfen sich auf eine schöne Veranstaltung freuen. Das Kehrwieder-Theater in der Hamburger Speicherstadt ist eine sehr edle Location und wurde von Worldchess für dieses Turnier ausgezeichnet hergerichtet.

Die noch leere Bühne

Karina und Daria geben Auskunft

Es gibt eine begrenzte Anzahl von Zuschauerplätzen (Karten bei Eventim), die sich aber im Laufe des Turniers erhöht, da die Bühne mit der schrumpfenden Teilnehmerzahl nach jeder K.o.-Runde nach und nach verkleinert wird.

Worldchess...



André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.