Hans Ree: Ein Urgestein wird 75

von André Schulz
15.09.2019 – Hans Ree war nach Max Euwe, Jan Hein Donner und Jan Timman der vierte in den Niederlanden geborene Schachspieler, der von der FIDE den Großmeistertitel erhielt. Nach seiner aktiven Zeit wurde er einer der bedeutendsten Schachpublizisten. Heute feiert Hans Ree seinen 75sten Geburtstag. | Foto: Dutch National Archive

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Monument der Schachpublizistik

Hans Ree wurde am 15. September 1944 in Amsterdam geboren und feiert heute seinen 75. Geburtstag.

Hans Ree mit Max Euwe | Foto: Dutch National Archive 

Als Jugendlicher konnte Hans Ree sich Mitte der 1960er Jahre mehrfach für die Jugendeuroameisterschaften qualifizieren, die damals noch nicht als solche Massenveranstaltungen durchgeführt wurden, wie das heute üblich ist. Hans Ree wurde 1967 erstmals niederländischer Landesmeister und konnte den Erfolg 1969, 1971 und noch einmal 1982 wiederholen. Zwischen 1965 und 1993 nahm Hans Ree an 21 Landesmeisterschaften teil.

Zwischen 1966 und 1984 vertrat er die Niederlande zehnmal bei Schacholympiaden. Bei seiner ersten Teilnahme 1966 holte er als 1. Reservespieler 11 Punkte aus 15 Partien und war damit drittbester Reservespieler. 1976 gewann er mit der Mannschaft die Silbermedaille. Insgesamt spielte er 119 Partie bei Schacholympiaden und erzielte 61%.

Zu seinen größten persönlichen Turniererfolgen gehört der geteilte erste Platz, zusammen mit dem damaligen Weltmeister Boris Spassky, bei den Offenen Kanadische Meisterschaften in Vancouver 1971. 1980 verlieh ihm die FIDE den Großmeistertitel, nachdem er 1968 schon Internationaler Meister geworden war. Bis 2011 war Hans Ree bei Mannschaftskämpfen in der 1. Niederländischen Liga aktiv und spielte noch dieses Jahr bei einem Schnellschach-Open mit.

In seiner besten Zeit konnte Hans Ree einige sehr starke Spieler schlagen und hatte insbesondere gegen Antony Miles eine ausgezeichnete Bilanz.

 

Neben seiner Karriere als Spieler erreichte Hans Ree als Schach-Publizist große Popularität, vor allem, aber nicht nur in seinem Heimatland. Seit 1969 führte er eine wöchentliche Schachkolumne für die Haagse Post. Später übernahm er auch die Schachspalte für das NRC Handelsblad, die bis heute in seiner Hand ist. 

Im Laufe der Jahre erschienen von Hans Ree folgende Bücher:

In den eersten stoot pat, 1979
Een man merkt nooit iets, 1985
Wat een kracht! Wat een gratie!, 1986
Een blinde reus, 1989. 
Rode dagen en zwarte dagen, 1993. Verzamelde columns uit NRC handelsblad.
Schaakstukjes, 1993
Schitterend schaak, 1997
Holland verlicht, 1998
The Human Comedy Of Chess. A Grandmaster's Chronicles, 2000. Essays, vertaald door Willem Tissot
God is niet koppig, 2002. Verzamelde columns uit NRC handelsblad
Mijn schaken, 2010




André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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Grebredna Grebredna 16.09.2019 01:14
Wegen der besseren Buchholz-Wertung wurde bei der Offenen Kanadischen Meisterschaft in Vancouver 1971 Spassky zum Turniersieger erklärt, so dass Ree lediglich Platz 2 errang. Geteilt wurde nur das Preisgeld. Die Darstellung bei Wikipedia ist insoweit unzutreffend.
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