Herzlichen Glückwunsch, Jürgen Kohlstädt!

von André Schulz
09.10.2019 – Jürgen Kohlstädt ist der dienstälteste Funktionär im Deutschen Schachbund. Seit 1984 ist er in verschiedenen Funktionen aktiv, erst in Hamburg, dann bundesweit. Seit 1991 leitet Jürgen Kohstädt den Spielbetrieb der Bundesliga, bald 30 Jahre lang. Heute feiert der Hamburger seinen 75sten Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!

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Jürgen Kohlstädt wurde am 9. Oktober 1944 in Wolfsburg geboren, kam aus beruflichen Gründen nach Hamburg und übernahm hier 1984 die Aufgabe des Spielleiters beim Schachverband Hamburg.

1986 wurde er Schiedsrichter in der Bundesliga, ein Jahr später auch Internationaler Schiedsrichter. Seit 1991 leitet Jürgen Kohlstädt den Spielbetrieb der Bundesliga.

Wer die 16 Vereine der Ersten Liga, die vielen Vereine der Zweiten Ligen und auch noch einiger Oberligen mit ihren unzähligen Spielern aus aller Herren Länder wohl organisiert an die Bretter bringt, dabei viele Terminkollisionen mit anderen Turnieren in der Welt vermeidet, auf die Einhaltung der Turnierordnung achtet, die Ergebnisse rasch meldet und auch noch für die Erfassung und Veröffentlichung der Partien Sorge trägt, muss ein organisatorisches Genie sein!

Jürgen Kohlstädt war und ist im Deutschen Schachbund als Turnierleiter des Schachbundesliga e.V., als Stellvertretender Vorsitzender der Bundesspielkommission, als Mitglied der Gemeinsamen Kommission des DSB und des Schachbundesliga e.V. und als Vorsitzender der Schiedsrichterkommission des DSB aktiv. Mehr geht nicht!

Doch! In seiner Zeit als Landesturnierleiter in Hamburg begründete und organisierte Jürgen Kohlstädt nämlich auch noch zwölf Jahre lang die Internationale Hamburger Einzelmeisterschaft, zuletzt im Jahr 2009. Und als 2001/2002 die Deutsche Amateurmeisterschaft begründet wurde, war Jürgen Kohlstädt von Anfang an dabei und nahm auch hier die Zügel fest in die Hand.

Ab und an fand und findet Jürgen Kohlstädt auch noch Zeit, selber Partien zu spielen. Seine schachliche Heimat ist der TV Fischbek-Süderelbe, für den er in Mannschaftskämpfen in der Hamburger Liga um Punkte spielt.

Heute feiert Jürgen Kohlstädt seinen 75sten Geburtstag. Wir gratulieren ganz herzlich!

Laudatio beim Deutschen Schachbund...

  




André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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Juergen Evers Juergen Evers 10.10.2019 01:29
"Ehrenbild"

Nun ja, in der Tat zeigt das Bild im Hintergrund von Jürgen Kohlstädt jenen (späteren) Leutnant Klaus J. (1.1.1924 - 17.4.1945) , der noch im April 1945 im Landkreis Harburg (südl. von Hamburg) den Krieg (WW II) für die Nazis gewinnen wollte. (s. https://www.kwabc.org/de/junge-klaus.html).

Sein Vater war bereits 1932 in die NSDAP eingetreten, dessen Kinder werden davon nicht unbeeinflußt geblieben sein. Einige Fotografien zeigen, wie Klaus Junge (1942) mit einer Hakenkreuzarmbinde am Schachbrett sitzt.

Für seinen Verein, dem Hamburger Schach Klub v. 1830 e.V., gaben in diesem Jahr dessen "einzigartige Leistungen" "das Gepräge". (https://www.hsk1830.de/pages/historie/historie_01.pdf, S. 362)

In Hamburg ist das hier in Rede stehende Bild in Schachkreisen schon allein auch deswegen sehr bekannt, weil es (meiner Erinnerung nach) im Spiellokal des ältesten und größten Schachvereins dort präsentiert wird und dahin kommt (nolens volens) - eher früher als später - jeder Teilnehmer an den HMM (Hamburger Mannschafts-Meisterschaften).

Wer sich für den Schachspieler Klaus Junge interessiert, dem empfehle ich als Einstieg den ChessBase-Link

https://de.chessbase.com/post/spurensuche

Erfreulicherweise ist der Vater von Klaus Junge, der wohl auch kein schlechter Schachspieler war, als solcher weitestgehend vergessen. Wir wollen den Namen dieses Nazis nicht mehr kennen!

JEv
WetHair WetHair 09.10.2019 09:22
Ist das im Hintergrund auf dem Ehrenbild der Nazi Klaus Junge, der in Hamburg sogar ein Gedenkturnier erhielt?
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