"Ich bin ein Berliner!"

16.05.2013 –  1963 besuchte der US-amerikanische Präsident John F. Kennedy anlässlich des 15. Jahrestages der Luftbrücke Berlin. In seiner Rede vom Balkon des Schöneberger Rathauses sprach Kennedy seinen berühmten Satz "Ich bin ein Berliner!" Ulrich Waack berichtet im Berliner Tagesspiegel, wie er die Rede miterlebt hat, dabei aber den entscheidenden Satz fast verpasste - beim Schach. Was hat er gesagt...?

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"Ich bin ein Berliner!"

Eines der denkwürdigen Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges war die Aufteilung der einstigen europäischen Metropole und deutschen Hauptstadt Berlins in letztlich zwei Hälften, einer kommunistisch und einer demokratisch regierten. Der freie Teil der Stadt, West-Berlin, wurde damit zu einer demokratischen Insel, vollständig umgeben von einer feindseligen Diktatur. Von Juni 1948 bis Mai 1949 versuchte die UdSSR den Status Berlins durch eine Blockade der Zugangswege gewaltsam nach ihren Wünschen, die in einer vollständigen Annexion bestanden, zu ändern. Die West-Alliierten reagierten mit der "Luftbrücke", mit deren Hilfe die Bürger der Stadt aus der Luft versorgt wurden. Insgesamt wurden dabei nicht weniger als 277.569 Flüge durchgeführt. Im Mai 1949 gaben die Sowjets die Blockade auf. Im August 1961 begann die DDR dann, den Zugang zu West-Berlin mit dem Bau einer Mauer zu unterbinden. Im scheinheiligen Sprachgebrauch kommunistischer Diktaturen wurde die Mauer zum "anti-imperialistischen Schutzwall" Anlässlich des 15. Jahrestages der "Luftbrücke" besuchte der US-amerikanische Präsident John F. Kenny am 26. Juni 1963 Berlin und sprach vom Balkon des Schöneberger Rathauses in Anlehnung an den Ausspruch der Antike "Civis Romanus sum" den berühmten Satz "Ich bin ein Berliner!"

Foto: Wikipedia


In ihrer gleichnamigen Reihe portraitiert  der Berliner Tagesspiegel typische Berliner Bürger. Der Lichtenrader Ulrich Waack (72) hat die Rede von Kennedy selber miterlebt, den entscheidenden Satz aber fast verpasst:

"Weit vorne auf dem Rathausbalkon sprach Kennedy, mitten in der Menschenmenge begannen wir, Schach zu spielen. Plötzlich brach Jubel aus. Kennedy sagte immer drei, vier Sätze, dann kam die deutsche Übersetzung. Wir schauten auf und hörten gerade noch den Satz ‚ Ich bin ein Berliner’. Wir klatschten kurz mit, dann spielten wir weiter.“

 

 

 

Zum Artikel im Tagesspiegel...



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