Ilyumshinov zurückgetreten, Ecclestone der neue FIDE-Präsident

01.04.2005 – In einem außerordentlichen FIDE-Kongress heute früh in Bahrain erklärte Kirsan Illymshinov überraschend seinen Rücktritt als Präsident der FIDE. Als Begründung gab er an, genug für das Schach geleistet zu haben. Außerdem brauche er mehr Zeit für seine politischen Geschäfte. Gleichzeitig stellte er seinen Nachfolger vor. Mit großer Mehrheit wurde der Rennsportpromotor Bernie Ecclestone gewählt. Dieser gab unmittelbar im Anschluss der Sitzung bereits ein Bündel von umfangreichen Reformen im Schach bekannt. Kernpunkt ist die neue Asymmetriewertung für Schachpartien. In trockenen Tüchern seien auch schon die Verhandlungen über eine doppeltes Viererturnier in zwei Klassen zur Einigung der Weltmeisterschaften. Im Marketing werde man ganz neue Wege gehen. Zur FIDE...Interview mit Ecclestone...

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Warum interessieren Sie sich nun auf einmal für Schach, Herr Ecclestone?

Moment mal. Ich spiele Schach seit frühester Kindheit. Für mich war es in den letzten Jahren immer ein Ausgleich zum Rennsport. Endlich einmal  Ruhe und nicht immer diese Hektik und dieser Lärm. Und trotzdem gibt es ja große Gemeinsamkeiten: Schach und der Rennsport sind die beiden Sportarten, wo das Notebook eine große Rolle spielt.

Auch beim Schach sind die Telemetriedaten des nächsten Gegners sehr wichtig für die Vorbereitung. Wenn wir unsere Pläne verwirklichen, werden beim Schach demnächst die Asymmetriedaten eine ebenso große Rolle spielen.

Wie konnten Sie so schnell die Delegierten überzeugen, dass Sie der richtige Mann für das Amt sind?

Ich habe große Erfahrungen im Umgang mit Sportfunktionären und weiß wie man diese überzeugen kann. Wir haben hier gestern Abend bei einem Freund noch intensive Gespräche  geführt und konnten alle auf die eine oder andere Weise überzeugen.

Warum glauben Sie, dass Sie der richtige Mann für das schwierige Amt sind?

Sehen Sie, als ich vor 20 Jahren die Formel Eins übernahm, fuhren dort laute, stinkende Maschinen im Kreis herum und niemanden hat das interessiert. Und heute? Genau das gleiche, aber alle schauen zu. Warum soll das im Schach nicht möglich sein?

Ihr Interesse am Schach in allen Ehren. Aber es ist kein Geheimnis, dass Sie auch immer am großen Geld interessiert sind...

Na klar. Mir ist folgendes aufgefallen: Es gibt viel mehr Menschen in der Welt, die Schach spielen als solche, die Autorennen fahren. Was für ein Potential! Außerdem sind wir sehr am chinesischen Sportmarkt interessiert. Schach könnte für uns ein guter Türöffner sein. Wir planen gemeinsame Veranstaltungen von Schach und unseren bisherigen Events und einen regelmäßigen WM-Zyklus an den Strecken. Mit Monte-Carlo gibt es ja sogar schon einen gemeinsamen Veranstaltungsort. Dieses Blindspiel finde ich eine tolle Idee. Etwas ähnliches könnte ich mir auch für die Formel Eins vorstellen.



Wie sehen denn die Pläne für den neuen Schach-Zyklus aus?

Mir und meinem Team war es wichtig, zuerst einmal einen guten Neustart hinzulegen und dann darauf aufzubauen. Deshalb beginnen wir mit einem Viererwettkampf mit allen Spitzenprofis, die Weltmeister sind. Entsprechende Gespräche sind schon geführt.

Um wen handelt es sich denn?

Wir spielen in zwei Motor-, äh Spielklassen. In der A-Klasse, nennen wir es ruhig Formel Eins, das ist eine eingeführte Marke, spielen Kasparov, Kramnik, Karpov und natürlich Fischer.

Fischer...?

Na klar, Fischer wurde nie geschlagen. Und er hat bereits zugesagt. Er sagte mir gestern am Telefon, dass er Kasparov wie eine Wanze zertreten werde. Und der Wettkampf gegen Karpov sei abgesprochen gewesen. Er könne das beweisen.

Und Kasparov war doch eigentlich zurück getreten...?

Da wusste er ja auch noch nichts von den neuen Plänen. Die FIDE hatte kurz danach ja erklärt, er hätte noch ein paar Tage warten sollen. Zu dem Zeitpunkt war ich schon in Verhandlungen mit meinem Vorgänger.

Und was ist mit den FIDE-Weltmeistern?

Das waren ja ganz andere Veranstaltungen. Eine Art Formel 2 im Schach. Wir regeln das so: Die FIDE-Weltmeister Khalifman, Anand, Ponomariov und Kasimdzhanov  werden ebenfalls eingeladen und spielen am gleichen Tag in einer Vorgruppe. Wenn sie fertig sind, kommt das Hauptrennen, äh Hauptturnier. Die Formel Zwei wird im Schnellschach ausgetragen, Formel Eins als Langzeitdenken. Um 9 Uhr geht es für die Schnelldenker schon los, ab 14 Uhr dann Langstreckendenker. Der beste Kurzstreckler steigt auf.

Wer soll sich denn um 9 Uhr Schach anschauen?

Wir wissen von unseren Veranstaltungen, dass man auch am frühen Morgen die Leute für guten Sport begeistern kann. Viele Sportfans kommen ja ein ganzes Wochenende zu unseren Veranstaltungen und übernachten vor Ort in Zelten. Wenn wir dort Schach anbieten, wo die Zuschauer schon sind, sehe ich gar keine Probleme. Bei längeren Denkpausen können sie selber spielen. Wir werden dafür sorgen, dass das vor Ort möglich sein wird.

Außerdem hat man mir erzählt, dass die Deutsche Bundesliga schon seit Jahren den Termin um 9 Uhr erfolgreich testet. Viele Zuschauer kommen dort Sonntag morgen gleich nach der Frühmesse zum Schach und schauen sich die hochwertigen Partien der ausgeschlafenen Spieler an.

Wo genau sollen die WM-Kämpfe denn stattfinden?

Die Schachprofis reisen mit den Rennprofis mit und spielen an den Strecken. Und zwar dort, wo die Kameras sind. Schach muss auf die Medien zugehen. Die meisten Kameras sind an der Boxengasse. Dort stellen wir schalldichte Glaskästen auf, in denen die Spieler spielen werden. Und von der Haupttribüne kann jeder zuschauen.



Ist das nicht gefährlich?

Ja. Wahrscheinlich müssen die Spieler in feuerfesten Overalls spielen. Kasparov hat sich seinen schon abgeholt.

Was ist mit den anderen Profis, die sich nicht für die WM qualifiziert haben?

Die spielen in den Zelten. Wir können einen Platz schon für 129 Euro pro Turniertag anbieten.

Das wird der ACP nicht gefallen...

Vielleicht können wir noch etwas nachlassen. Bratwurst und Bier müssen die Spieler dann aber selbst bezahlen. Man kann es nicht allen recht machen.

Sind denn die Top-Spieler alle einverstanden?

Im Prinzip ja. Natürlich gibt es immer immer Probleme im Detail. Fischer will einen Modus mit sechs Gewinnpartien. Mehr braucht er nicht, sagt er. Dafür will er nicht in Japan spielen und in Indianapolis sowieso nicht. Kasparov ist gegen die sechs Gewinnpartien, weil er meint, dass könne u.U. ewig dauern. Außerdem will er eine Ausstiegsklausel für den Fall, dass er russischer Staatspräsident wird. Oder wollte er von den Russen die Ausstiegsklausel, wenn er Weltmeister wird? Das weiß ich jetzt nicht mehr. Kramnik sagt, mehr als 14 Partien im Jahr sei aber sehr anstrengend. Und Karpov wollte wissen, bis wann man noch absagen kann. Und alle sind gegenüber den neuen Asymmetriemessung noch skeptisch.

Asymmetriemessung, erklären Sie das mal...

Ja, das von meinem technischen Kommissar Ross Pawn ausgearbeitete neue Ergebnissystem im Schach. Sehen Sie, diese 1:0 und Remiswertung ist doch antiquiert. Was wir brauchen sind moderne Messwerte. Solche leisten ein andauerndes Zuschauerinteresse. Die Leute wollen doch nicht wissen, was im Wagen oder auf dem Brett los ist. Die wollen wissen, wer während des Rennens oder der Partie vorne liegt. Das werden wir zeigen.

Wie soll das funktionieren?

Im Prinzip wird nach jedem Zug die Asymmetrie der laufenden Partie gemessen und ein Wert ausgegeben. Man kann sich dann auch ein schönes Qualifying denken: 24 Spieler rutschen nach jedem Zug um 12 Bretter herum und müssen an jedem Brett schnell den asymmtrischsten Zug finden. So bekommt man ein Ranking. Remisabsprachen und Kurzremisen gehören der Vergangenheit an.

Welche Pläne gibt es für das Marketing?

Einmal werden wir dafür sorgen, dass es auch beim Schach viele Gridgirls zu sehen gibt.

 

Es spielen zwar viele hübsche Frauen Schach, aber wir brauchen einen noch klareren Zugang zur Öffentlichkeit, eine Botschaft, die jeder sofort versteht.

Die Schachfreunde werden sich an nun an Analyseluder an den Brettern gewöhnen müssen, ein großes deutsches Schachmagazin hat das schon verstanden und will sich in Schach-Illu umbenennen.



Außerdem haben wir bereits neue Schachfiguren entwickelt. Diese sind ab sofort der offizielle Satz für alle FIDE-Turniere.

Und es gibt noch eine Menge weiterer Pläne, zum Beispiel spezielle Schachtrikots. Wir führen schon Verhandlungen mit dem Ottoversand über eine Exlusivkollektion.

Eine letzte Frage zum Schluss: Was hält denn die Rennszene vom neuen Reisepartner?

Die meisten sind begeistert. McLaren-Mercedes hat schon erste Pressetermine mit den Schachstars abgehalten und Ferrari bereits sein Logo angepasst.

 

Wie danken für das Gespräch.


Die neue Assymmetriewertung der FIDE:

 

 

Ein neues Wertungssystem für Schach

Die Assymmetriewertung ist das neue Partiewertungssystem der FIDE. Die Daten werden direkt vom Brett aufgenommen und von der neuen Schachuhr Chess Formula One eingeblendet. So wissen die Spieler immer, wer in der Partie vorne liegt. Der Sinn besteht darin, ein nachvollziehbares Hightech-Messsystem zur Verfügung zu stellen, dass die Spieler anspornt, unterhaltsames Schach zu spielen.

Da Weiß in der Ausgangs eine Erfolgswahrscheinlichkeit von 55% hat, wird dies mit dem Ausgangswert der neuen Wertung ausgeglichen: Sollte die Partie nach normalem Verlauf Remis enden, bekommt Schwarz 0,55 Punkte zugeschrieben, Weiß nur 0,45 Punkte. Die volle Gesamtpunktzahl von einem ganzen Punkt gibt es aber nur, wenn die Partie mindestens 25 volle Züge weitergespielt wurden, nachdem bekannte Vorbilder verlassen wurden. Das wird permanent mit einer großen Online-Datenbank abgeglichen. Für jeden fehlenden an den 25 Zügen werden beiden Spielern je 0,01 Punkte abgezogen. Bei sehr kurzen Remisen kann Weiß also noch 0,20 Punkte erreichen, Schwarz 0,30 Punkte. 

Bauerntausch, der die Dynamik aus der Stellung nimmt, wird mit einem Malus belegt, außer wenn die nachfolgende Bauernstellung eine größere Asymmetrie hat als die vorhergehende. Die Berechnung der Asymmetrie funktioniert nach dem Schema:

(BW+BS+WBI+SBI+LWB+SWB) + (LNWB+LNSB)*2 + abs(BW-BS)*4 + abs(WBI-SBI)*2 + abs(LWB-LSS)*2

mit:


WB: Anzahl der weißen Bauern
SB: Anzahl der schwarzen Bauern
WBI: Anzahl der weißen Bauerninseln
SBI: Anzahl der schwarzen Bauerninseln
LWB: Anzahl der Linien mit weißen Bauern
LSB: Anzahl der Linien mit schwarzen Bauern
LNWB: Anzahl der Linien nur mit weißen Bauern
LNSB: Anzahl der Linien nur mit schwarzen Bauern
abs bedeutet, dass der positive Wert genommen wird

Der Wert wird jeweils vor dem Verschwinden von Bauern berechnet und hinterher. Da Bauerntausch beide Seiten betrifft, wirkt sich diese Bewertung ebenfalls auf beide Spieler aus. Verringert sich die Asymmetrie, bekommen beide Spieler je 0,05 abgezogen. Diese Bewertung gilt, solange die Gesamtzahl der Bauern größer als acht ist. Dann sollte die Stellung weit genug geöffnet sein, um diese Bewertung ausschalten zu können.

Rechenbeispiele:

1.e4 c5 2.Sf3 Sc6 3.d4 cxd4 4.Sxd4. Vorher: (8+8+1+1+8+8) + (0+0)*2 + (8-8)*4 + (1-1)*2 + (8-8)*2 = 34. Nachher: (7+7+2+2+7+7) + (1+1)*2 + (7-7)*4 + (2-2)*2 + (7-7)*2 = 36. Die Asymmetrie hat sich erhöht, die Punktzahl ändert sich nicht.

1.e4 e5 2.Sf3 Sf6 3.Sxe5 d6 4.Sf3 Sxe4: Vorher = 34. Nachher: (7+7+2+2+7+7) + (0+0)*2 + (7-7)*2 + (2-2)*2 + (7-7)*2 = 32. Die Asymmetrie hat sich nicht erhöht, der Abtausch nimmt Leben aus der Stellung, beide Spieler bekommen je 0,05 Punkte abgezogen.

Weitere Faktoren spielen eine Rolle:

Opfert ein Spieler für mindestens 5 Züge einen Bauern, bekommt er maximal 0,1 Punkte gutgeschrieben. Die Gutschrift erfolgt auf der Grundlage von maximal 10 Zügen: (Züge-5)*0,02. Beispiel Königsgambit: 1.e4 e5 2.f4 exf4. Weiß opfert einen Bauern. Nimmt er ihn nicht innerhalb von 5 Zügen zurück, greift die Gutschrift. 

Zum Verflachen der Stellung trägt bekanntlich der Figurentausch der Leichtfiguren massiv bei. Bei symmetrischem Abtausch gibt es wiederum einen Punktabzug, wenn sich nicht gleichzeitig die Asymmetrie der Bauernstellung erhöht hat. Kommt es zu einem symmetrischen Abtausch, gibt es wiederum einen Abzug von 0,05 Punkten für beide Spieler. Der Abzug beträgt nur 0,02 Punkte, wenn Springer gegen Läufer getauscht wird. Beispiel: 1.e4 e6 2.d4 d5 3.Sc3 Lb4 4.a3 Lxc3 5.bxc3. Eigentlich würde dieser Abtausch bestraft werden, aber gleichzeitig hat sich die Asymmetrie der Bauernstellung erhöht, also bleibt der Abtausch ohne negative Folgen.

Besonders verflachend ist tatsächlich der frühe Abtausch der Damen. Wird die Dame spätestens 5 Züge nach Verlassen der bekannten Vorbilder getauscht, gibt es einen Abzug von 0,1 Punkten für jeden Spieler.

Belebend sind Figurenopfer, also werden diese belohnt. Für das Opfer einer Leichtfigur gibt es (Züge-5)*0,02 Punkte, für einen Turm (Züge-5)*0,04 Punkte, für die Dame (Züge-5)*0,05 Punkte, für eine Qualität (Züge-5)*0,01 Punkte, für die Dame gegen einen Turm (Züge-5)*0,04 Punkte, für die Dame gegen eine Leichtfigur (Züge-5)*0,04 Punkte, für die Dame gegen zwei Leichtfiguren gibt es (Züge-5)*0,02 Punkte, für zwei Leichtfiguren gegen einen Turm (Züge-5)*0,01 Punkte. Das Opfer muss Bestand haben, der Materialunterschied muss mindestens 5 Züge auf dem Brett sein, berechnet werden höchstens 10 Züge.

Anregend auf den Partieverlauf wirkt sich auch der König im Zentrum aus. Hier gibt es einen Bonus bis zu maximal 0,2 Punkten für die späte Rochade. Rochiert eine Seite nach dem 15. Zug, gibt es einen Bonus von (Rochadezug – 15)*0,02. Rochiert eine Seite in der Partie überhaupt nicht, gibt es den Bonus, den eine Rochade im nächsten Zug einbringen würde.

Bei einem Remis bekommen beide Spieler einen Malus abhängig von der Anzahl der Steine, die auf dem Brett übrig geblieben sind, wenn noch mehr als 7 Steine auf dem Brett sind. Dieser Malus berechnet sich aus (32 – Gesamtzahl der der Steine)*0,01, der Maximalwert ist also 0,25.

Wird die Partie entschieden, bekommt der Sieger vom Verlierer 0,5 Punkte „überwiesen“. Dies kann dazu führen, dass auch der Verlierer noch Punkte bekommt und belohnt unternehmungslustiges Spiel auch wenn es schief geht. Auf der anderen Seite kann der Gewinner mit deutlicher weniger als 1,0 Punkten nach Hause gehen. Im Falle eines Sieges greift natürlich die Regel bzgl. der Mindestzahl der Züge nicht.

Zusätzlich kann die zu „überweisende“ Punktezahl durch das Ablehnen von Remisangeboten erhöht werden. Für die Überweisung starten beide Seiten mit je 0,5 Punkten. Bietet Weiß nun Remis und lehnt Schwarz ab, verschiebt sich dies auf 0,4 – 0,6. Gewinnt Schwarz nach dem abgelehnten Remisangebot, bekommt er von Weiß also 0,6 Punkte überwiesen. Gewinnt dagegen Weiß, erhält er nur 0,4 Punkte von Schwarz gutgeschrieben.

Im Laufe der Partie kann die Punktzahl eines Spielers unter Null sinken, dann bekommt er Null Punkte. Im Laufe der Partie kann die Summe der Punkte über 1,0 steigen, dann werden die Werte der beiden Spieler jeweils durch die Punktsumme geteilt, so dass niemals mehr als 1,0 Punkte vergeben werden.


Für Zweikämpfe erfordert das neue Punktsystem spezielle Zusatzregeln. Bei einem Match über 14 Partien gewinnt derjenige, der zuerst 7,01 Punkte erreicht. Damit ist eine absolute Punktemehrheit für einen Matchgewinn nötig. Nun kann es natürlich passieren, dass nach 12 Partien keiner der beiden Spieler mehr diese absolute Punktemehrheit erreichen kann. In diesem Fall haben beide Spieler das Match verloren. Im Falle eines WM-Kampfes scheiden die beiden Spieler aus dem Rennen aus und werden ersetzt durch die nächsten beiden Nachrücker. Das Match wird jedoch zu Ende gespielt, um noch die Verteilung des Preisgeldes zu regeln. Hier benötigt der Sieger nur die einfache Punktemehrheit nach den bisherigen Meßmethoden, also 1,0, 1/2 und so.

Ross Pawn
Technischer Direktor
FIDE Regelkommission


About FIDE

The World Chess Federation (FIDE: http://www.fide.com) is recognized by the International Olympic Committee (IOC) as the supreme body responsible globally for the game of chess and its championships. FIDE organizes the World Chess Championship as well as all World Championships for women, junior and youth categories, the bi-annual Chess Olympiad and it also publishes the official FIDE Rating List (currently No.1 is Garry Kasparov of Russia). FIDE has a membership of 160 national chess federations and it retains offices in Greece and Russia.

 

 

 

 

 

 



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