Impressionen aus Calvia

26.10.2004 – Gerade rechtzeitig zur inzwischen auch in Schachkreisen schon berühmten Bermuda Party im Plane Dance reisten Natalia Kiseleva und Carsten Straub zur Schacholympiade nach Calvia. Zum Rahmenprogramm gehören eine Menge Offener Turniere für Eloträger und Amateure; letztere sind sogar noch höher dotiert. Zwischen wie Fototapeten wirkenden Stränden und aufregenden Party-Nächten verlieren die Spieler in Calvia allerdings das Wesentliche nie aus den Augen, wie die Bilder unserer Korrespondenten beweisen. Impressionen aus Calvia...

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Einstand nach Maß
Von Natalia Kiseleva

Als wenn wir es vorher geplant hätten reisten wir an dem Tag an, an dem abends die Bermuda-Party stattfand. Eine bessere Möglichkeit, alle meine Freundinnen auf einmal zu begrüßen, gab es nicht. Seht selbst, wie sich die Spielerinnen in Party-Outfits geworfen haben um bis in die Morgenstunden bei ohrenbetäubenden Rhythmen und phantastischen Lichteffekten für wenige Stunden Schach in den Hintergrund treten zu lassen.


Nachwuchs aus der Ukraine, Sergey Karjakin und Anna Muzychuk...


... und bekannte Gesichter aus Frankreich, Almira Skripchenko und Robert Fontaine


Das ukrainische Frauenteam eröffnet den Tanz, bevor später ausgelassene Party-Stimmung einkehrt


Das BCM in Magalluf....


Anna Sharevich aus Weißrussland, Marta Zielinska und Joanna Dworakowska aus Polen


Tänzer, Tänzerinnen und die Lasershow heizen die Stimmung auf.


Inna Gaponenko und Anna Zatonskih aus der Ukraine.


...Jana Krivec (SLO), Viktoria Johannson (SWE)...


Jessica Nill und Tina Mietzner feiern ihr Olympia-Debut.


Maia Lomineishvili aus Georgien und Tea Lanchava aus Holland.


Olga Alexandrova und Inna Gaponenko vertreten die Ukraine.

Ein großer Vorteil eines Journalisten besteht darin, dass der Vormittag nicht für Vorbereitungen drauf geht sondern ein paar Stunden Zeit bleiben, um sich am Strand ein bisschen Urlaubsfeeling zu gönnen. Das Wetter spielt auf jeden Fall mit.







Traditionell wie bei jeder Olympiade treffen sich fast alle Topspieler, um für ihre Länder um Medaillen zu kämpfen. Bei einer solchen Menge an "Prominenten" weiß man überhaupt nicht, wen man fotografieren oder filmen soll und jedes Match ist etwas Besonderes. Unter den 216 Mannschaften sind natürlich auch viele, für die alleine der olympische Gedanke zählt.

Täglich ab 14 Uhr fahren zahllose Busse die Hotels ab, um Spieler, Verantwortliche, Presse und auch Zuschauer zum Casino nach Calvia zu bringen. Wann sie allerdings genau kommen, wissen vermutlich nicht mal die Busfahrer selber. :-)


Ein Shuttle-Bus fährt am Casino von Calvia vor

Nach überstandener Sicherheitskontrolle wie am Flughafen und mit dem richtigen Symbol auf dem Identifikationsausweis geht es dann streng getrennt nach Geschlecht in den Spielsaal. Da die Räumlichkeiten im Casino ohnehin nicht zu groß geraten sind, wird es dort sehr schnell voll. Daher haben sich die Veranstalter entschlossen, strenge Regeln einzuführen, wer sich wann, wo und wie lange im Saal aufhalten darf. Das Foto-Symbol der Journalisten erlaubt es, die ersten 10 Minuten im Saal der Männer um die beste Position und das schönste Foto zu ringen, anschließend folgt das gleiche Szenario bei den Frauen, die eine halbe Stunde später starten. Ist man dagegen glücklicherweise im Besitz eines weißen oder schwarzen Bauern auf dem Ausweis, darf man die ganze Zeit hautnah die Partien verfolgen. Dieses Privileg ist allerdings den Team-Kapitänen und natürlich den VIP's vorbehalten. Selbst die Spieler und Spielerinnen, die an einem Spieltag frei oder ihre eigene Partie bereits beendet haben, dürfen sich nicht im Spielsaal aufhalten um die eigene Mannschaft zu unterstützen.



Die Zuschauer können von einer Tribüne aus in den Spielsaal blicken und einige ausgewählte Partien auf einer Leinwand verfolgen. Ansonsten sieht man ohne Fernglas bedauerlicherweise gar nichts. Dies ist insofern bedauerlich, da es nach den eher unspektakulären Auftaktrunden inzwischen hochklassige Spitzenbegegnungen zu sehen gibt.



Indien gegen Russlan: vorne Anand und Morozevich


Aserbeidschan gegen Spanien A, vorne: Radjabov und Shirov


Russland gegen Bulgarien: Morozevich und Georgiev

Bei den Männern liegt die Ukraine nun schon über mehrere Runden in Führung, gefolgt von Russland, USA, Armenien, Israel und Indien. Mal sehen, ob sie diese Position behaupten kann.


Vassily Ivanchuk, Ruslan Ponomariov (UKR)


Alexander Shabalov (USA), Alexander Goldin (USA)


Josif D Dorfman (FRA), Liviu-Dieter Nisipeanu (ROM)


Yannick Pelletier (SUI), Boris Gelfand (ISR)


Kiril Georgiev (BUL), Loek van Wely (NED)

 
Alexander Morozevich und Alexander Khalifman (RUS)


Teimor Radjabov (AZE) und Krishnan Sasikiran (IND)


Die Frauenmannschaft aus China dominiert dagegen bisher ganz deutlich die Olympiade und hat schon beachtliche 6 Brettpunkte Vorsprung (nach neun Runden) auf die punktgleichen Mannschaften aus Russland, USA, Indien und Ungarn. Ein Ende dieser Siegesserie ist nicht in Sicht.


Jovanka Houska (ENG) und Elisabeth Pähtz (GER)


Monika Socko und Marta Zielinska (POL)


Frankreich gegen China


Tatiana Kosintseva und Alexandra Kosteniuk (Rusland)


Volle Konzentration


Russland gegen Bulgarien


Victorija Cmlyte (LIT)


Anna Zatonski (UKR), Almira Skrpichenko (FRA)

 
Antoaneta Stefanova (BUL), Lilit Mkrchtian (ARM)


Alexandra Kosteniuk (RUS)


Tatiana Kosintseva (RUS), Kateryna Lahno (UKR)


Humpy Koneru (IND), Vocktorija Cmilyte


Tea Lanchava (NED), Jana Krivec (SLO)


Xie Jun (CHN), Monika Socko (POL)


Pia Cramlin (SWE), Susan Polgar (USA)
 

Über das bisherige Abschneiden der deutschen Mannschaften hüllen wir besser den Mantel des Schweigens, es kann nur besser werden.

Da Schachspieler bekanntlich abergläubisch sind, versuchen es manche mit neuen Frisuren.


Afrolook bei Natalia Zhukova (hat sie sich am Strand machen lassen)...


... Elisabeth Pähtz ausgeflippt wie man sie kennt.

Es bleibt spannend, Fortsetzung folgt.

Natalia Kiseleva

 

 


 

 



 

 

 

 



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