Inarkiev gewinnt Higher League

03.07.2013 – Die Russische Landesmeisterschaft ist so stark, dass sogar das Qualifikationsturnier für die Landesmeisterschaft Weltklassespieler anzieht. So war das Russische Higher League Turnier, das vom 19. bis 30. Juni in Jekaterinburg stattfand, und bei dem sich die fünf Bestplatzierten für die Russische Meisterschaft qualifizierten, stark besetzt. Ernesto Inarkiev gewann knapp. Bericht und Partien...

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Inarkiev gewinnt Higher League

Die Higher League Turniere der 66. Russischen Meisterschaft und der 63. Russischen Frauenmeisterschaften fanden vom 19. bis 30. Juni in Jekaterinburg statt. Der Preisfonds für die beiden Turniere war stattlich: Bei den Männern gab es insgesamt $75.500 zu gewinnen, bei den Frauen $15.000. Außerdem qualifizierten sich die fünf Erstplatzierten automatisch für die diesjährige Russische Landesmeisterschaft. Gespielt wurden neun Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 90 Minuten für 40 Züge, gefolgt von 30 Minuten für den Rest der Partie. Zusätzlich erhielt man vom ersten Zug an einen Zeitaufschlag von 30 Sekunden pro Zug.  

Das Turnier war außergewöhnlich stark besetzt: Sechs der 50 Teilnehmer hatten eine Elo-Zahl von 2700 oder mehr, 14 gehörten zu den Top 100 der Weltrangliste.

Hauptschiedsrichter Mikhail Krukov wachte über die Einhaltung der Sofia-Regeln, um allzu schnelle Remis zu vermeiden.

Zum Turnierauftakt sorgte Ilya Levitov, der Präsident des Russischen Schachverbands, noch für eine besondere Überraschung, als er erklärte, dass der Sieger des Higher League Turniers sich automatisch für die Teilnahme am nächsten Tal Memorial qualifizieren würde - neben dem Preisfonds und der Aussicht, an der Russischen Meisterschaft teilnehmen zu können, ein weiterer Anreiz, im Turnier sein Bestes zu geben.

Ilya Levitov, Präsident des Russischen Schachverbands

Tanzvorführung zum Turnierauftakt

Nach der sechsten Runde lag Ernesto Inarkiev mit 5 aus 6 allein an der Spitze des Feldes, gefolgt von Boris Grachev (2683) und zwei Spielern, die niemand vor dem Turnier so weit vorne erwartet hatte: Aleksey Goganov (2562) und Anton Shomoev (2565). Die Elo-Favoriten taten sich hingegen schwer. Evgeny Tomashevsky (2709) lag mit 4 aus 6 auf dem sechsten Platz und Ian Nepomniachtchi, der Russische Meister von 2010, lag auf auf Platz elf.

Spitzenpaarung in Runde sieben: Ernesto Inarkiev und Anton Shomoev

Doch in Runde sieben kam Inarkiev ins Straucheln und verlor gegen Anton Shomoev. Inarkiev hatte ein Endspiel erreicht, in dem er mit drei verbundenen Freibauern am Damenflügel auf Gewinn spielte und einer Zugwiederholung aus dem Weg ging. Doch Shomoev blieb unbeeindruckt, blockierte den Vormarsch der feindlichen Bauern und gewann am Ende sogar noch.




Anton Shomoev

Auch Ian Nepomniachtchi gelang in Runde sieben ein wichtiger Sieg gegen Grachev




Die Zuschauer verfolgen das Geschehen gebannt.

Vor der letzten Runde lagen Inarkiev und Shomoev mit 6 aus 8 gemeinsam in Führung. Inarkiev musste gegen Motylev spielen, Shomoev mit Schwarz gegen Nepomniachtchi. Während sich Inarkiev und Motylev ziemlich schnell Remis trennten, kam es zwischen Nepomniachtchi und Shomoev zu einem scharfen Sizilianer, in dem Nepomniachtchi schließlich die Oberhand gewinnen konnte. Mit diesem Sieg schob sich Nepomniachtchi noch auf den geteilten ersten Platz, doch dank besserer Wertung ging der Turniersieg an Inarkiev.

Ian Nepomniachtchi berichtet über seine Erfolge

Damit qualifizierte sich Ernesto Inarkiev für die Russische Landesmeisterschaft, das Tal Memorial 2014 und gewann als erster Spieler überhaupt die Higher League zwei Mal.

Ernesto Inarkiev nimmt seinen Preis in Empfang

Schlussstand

Das Frauenturnier verlief weit weniger dramatisch. Elo-Favoritin war Anastasia Bodnaruk (2440), gefolgt von Ekaterina Kovalevskaya (2407) und Nachwuchsstar Aleksandra Goryachkina (2401).

Aleksandra Goryachkina mit ihrem Vater

Mit 5 aus 5 legte Bodnaruk von Beginn an ein furioses Tempo vor und trotz einer Niederlage in der sechsten Runde, die es Goryachkina kurzzeitig erlaubte, zu ihr aufzuschließen, beendete Bodnaruk das Turnier souverän mit 7,5 aus 9 und einem Punkt Vorsprung. Platz zwei ging an Alina Kashlinskaya, die 6,5 aus 9 holte, auf Platz drei landete Aleksandra Goryachkina - sie kam ebenfalls auf 6,5 aus 9, hatte aber die schlechtere Wertung.

Anastasia Bodnaruk

Alina Kashlinskaya mit ihrer Mutter

Preisverleihung bei den Damen

 Schlussstand (Frauen)



Impressionen

Jekaterinburg ist eine Stadt voller Statuen.

Take it easy!

Kampf im Einkaufszentrum

Michael Jackson hat auf der ganzen Welt Fans

Ein Fahrrad zum Üben

Das Atom

Modell eines alten Autos

Barfüßiges Liebespaar

Fotos: Dmitry Kryakvin

Turnierseite



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