Ingomar von Kieseritzky: Da kann man nichts machen

05.11.2001 – Der neueste Roman von Ingomar von Kieseritzky ist auch ein Schachroman. Denn der Held hat den Auftrag einen Familienroman zu schreiben. Und da war doch der große Schachmeister Lionel von Kieseritzky. Sie wissen schon, der mit der Unsterblichen Partie - aber auf der anderen Seite. Wer in Mainz wohnt, kann den Autor heute Abend im Frankfurter Hof sehen. Anderssen,Adolf - Kieseritzky,Lionel ...Mehr...

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Zu den größten Erfolgen des in Berlin lebenden Schriftstellers Ingomar von Kieseritzky gehören "Das Buch der Desaster" (1988, Bremer Literaturpreis) und "Kleiner Reiseführer ins Nichts" (1999, Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor). Zur Zeit stellt der Autor in Lesungen sein neuestes Werk vor: "Da kann man nichts machen" (Roman. Verlag C. H. Beck, München 2001; 269 Seiten, 38,00 DM (19,40 EUR); ISBN 3-406-48056-x) - am 5.11.2001 um 20 Uhr in Mainz, Frankfurter Hof.



Dieser Roman ist - auch - ein Schach-Roman: Randolf K. soll auf Anweisung einer reichen Erbtante einen Familienroman schreiben. Seriös soll er sein und authentisch, die Zeit von 1830 bis 1930 abdecken ("das seien die interessantesten Jahre, und alles nach 1930 sei Schweinezeit") und natürlich anfangen "mit dem Großen Schachmeister Lionel K. in Dorpat, wie er da im Bett mit seiner Schwester erste sizilianische Eröffnungszüge übt, und Bruder Guido sitzt am Bett auf einem Hocker, damals Taburett genannt und liest ihnen aus einer baltischen Schachzeitung vor". Schließlich sei Lionel K. (= Kieseritzky) der einzige berühmte Vorfahre des Familienclans gewesen.

Um es vorwegzunehmen: Randolf K. scheitert. Seine Leiche findet der Schaffner Jaroslav Vicovic kurz hinter der Station Pardubice in der Toilette des leeren Wagens 265. Selbstmord? Vicovic findet aber auch das Manuskript Randolfs, nimmt es an sich und beschließt, seiner geheimen Leidenschaft nachzugeben und sich ebenfalls der Schriftstellerei zu widmen, ebenfalls einen Familienroman zu schreiben, wobei er alle Randolfschen Verwandten mit seinen eigenen vermischen will. Der Leser ahnt bereits: auch Vicovic wird scheitern! Dann gibt es noch den alten Freund Randolfs, Bruno Zehfuss in Wien: Lehrer, Kindsvater, Mathematiker und Schachspieler - er versucht (!), einen Schachroman zu schreiben. Seit sechs Jahren!

Geschichten des Scheiterns, doch amüsant zu lesen. Eine ansprechende Rezension des neuen Buches von Ingomar v. Kieseritzky findet sich bei http://www.literaturkritik.de.

Buchhändler, die eine Veranstaltung mit dem Autor organisieren möchten, wenden sich bitte an

Kathrin von der Brelie
Tel. 089/38189 - 483
E-Mail: kathrin.brelie@beck.de

Gerald Schendel



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