Intern. Turnier in Skalica

von André Schulz
26.08.2020 – Alexander Donchenko und Lev Yankelevich vertreten die deutschen Farben bei einem internationalen Turnier in Skalica (Slowakei). Donchenko startet gut, musste gestern aber einen Rückschlag hinnehmen.

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So langsam, im Moment allerdings noch auf Sparflamme, nimmt das internationale Turniergeschehen wieder Gestalt an. Ein Realturnier findet derzeit in Skalica statt. Das Turnier wird im Hotel Ludmilla durchgeführt und wird vom örtlichen Schachklub im Rahmen eines größeren Schachfestivals ausgerichtet, zu dem noch ein Open, Blitz-und Schnellschachturniere und Kinderschachturniere gehören. Das Festival wird 2020 zum zweiten Mal durchgeführt.

Hotel Ludmilla

Skalica ist eine kleine Kreisstadt mit 15.000 Einwohnern im Nordwesten der Slowakei, an der Grenze zu Tschechien. Die wichtigste Sportart ist hier wohl Eishockey, mit dem Erstligaverein HK Skalica. Mit der Ausrichtung des internationalen Schachfestivals zeigt der Schachklub von Skalica aber auch große Vitalität.

Im Masters spielen zehn Spieler ein Rundenturnier. Ferenc Berkes ist mit 2661 der Elofavorit, gefolgt von Alexander Donchenko (2657) und Ivan Saric (2646). Neben Alexander Donchenko vertritt Lev Yankelevich die deutschen Farben. Österreich ist mit Felix Blohberger am Start.

Alexander Donchenko startete mit einem Remis gegen Ferenc Berkes und ließ zwei Siege folgen. In der 4. Runde unterlag der deutsche Spitzengroßmeister jedoch nach einem Blackout Ivan Saric und fiel in der Tabelle zurück. Viktor Gazic aus der Slowakei führt das Feld mit 3,5 Punkten an.

 

 

Saric Ivan (2646) - Donchenko Alexander (2657) [C90]

Skalica Masters 2020 Skalica (4.2), 25.08.2020

19... Tb3? [Ein Blackout. Die Drohung Txf3 erweist sich als Schlag ins Wasser. Besser war 19...Sg4 mit der Drohung Txf3, z.B.: 20.Dxc7 Tbe8 21.Ta3 d5 22.Tb3 Sxf2 und der Kampf ist noch offen, allerdings mit den besseren Trümpfen für Weiß.]

20.Sd4 [Der Springer zieht einfach mit Tempo weg. Außer Txb3 droht Sxe6 oder auch schlicht a6 mit Durchmarsch des Bauern. Schwarz wirft jetzt noch ein paar Nebelbomben, aber Weiß behält den Durchblick.]

20...Sg4 21.Sxb3 Lh4 [21...Txf2 22.e5+– deckt g2.; 21...Sxf2 22.Te3+–]

22.Tf1 Tf3 [22...Lxf2+ 23.Txf2 (Nicht 23.Kh1 Dh5 24.h3 Tf3) 23...Sxf2 24.Le3 Sg4 25.Ld4 e5 26.La7+–]

23.Da8+ [Nach einfach 23.g3 Txb3 24.Tab1 Txb1 25.Txb1 ist Schwarz auch pleite.]

23...Kf7 24.Tac1 Le7 25.Sd4 Td3 26.Txc7 Dh5 27.Lf4 1–0

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Tabelle 

Rk. Name Pts.  TB1 
1 Gazik Viktor 3,5 3,25
2 Saric Ivan 3,0 5,50
3 Blohberger Felix 2,5 4,50
  Berkes Ferenc 2,5 4,50
5 Sahidi Samir 2,5 3,75
6 Donchenko Alexander 2,5 3,25
7 Druska Juraj 1,5 2,75
8 Yankelevich Lev 1,0 0,50
9 Schwarz Dusan 0,5 1,25
10 Jablonicky Martin 0,5 0,75

Partien

 

Turnierseite...




André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.
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Mytwostotinki Mytwostotinki 27.08.2020 10:30
Es scheint sich beim Veranstalter noch nicht herumgesprochen zu haben, dass die ganze Welt von einer gefaehrlichen Virusinfektion betroffen ist und dass die wie auf dem Bild ersichtlich komplett fehlenden Vorsichtsmassnahmen geradezu ideale Voraussetzungen dafuer bieten, dass sich das Virus schnell in vielen Laendern weiterverbreitet. Mir ist vollkommen unverstaendlich, wie man einen Artikel ueber diese Veranstaltung verfassen kann, der auf diese straeflich unverantwortliche Verhaltensweise des Veranstalters mit keinem Wort eingeht. (Uebrigens faellt mir generell auf, dass auch in anderen Berichten die aus Photos ersichtlichen katastrophalen Hygienemaengel bei vielen Schachveranstaltungen in der Regel stillschweigend uebergangen werden.)
Matemachine Matemachine 26.08.2020 05:08
Vier Bretter pro Tischreihe wären mit etwas Mühe möglich gewesen, aber die Raumbelüftung scheint perfekt zu sein. Kein kritisches Wort im Artikel, traurig!
budt budt 26.08.2020 05:02
Aus Corona-Sicht ist das Foto aus dem Turniersaal eine Katastrophe! Alle sitzen eng an eng, sich direkt gegenüber. Und nach dem Turnier wird abgereist und das Virus durch ganz Europa gestreut. Es wäre interessant, zu erfahren, wie der Veranstalter das Thema behandelt. Ich nehme nicht an, dass die eher finanzschwache Schachszene sich den Luxus einer Spielerblase mit Quarantäne, Tests, etc, leistet. Tun wir lieber so, als wäre nix? Die Variante ist nicht ganz zu Ende gerechnet, fürchte ich, und könnte in Selbstmatt enden.
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