Italienischer Politiker unter Betrugsverdacht

01.02.2013 – 1.2.2013 - Früher war Loris Cereda Bürgermeister von Buccinasco, einer italienischen Stadt unweit von Mailand, jetzt ermitteln die italienischen Behörden wegen des Verdachts auf Korruption gegen ihn. Er soll 10.000 Euro Bestechungsgeld angenommen und dafür den Bau eines Parkplatzes in der Nähe eines Shopping Centers gefördert haben. Wie die International Business Times berichtet, wurde Cereda jetzt auch noch vom italienischen Schachverband ausgeschlossen. Ihm wird vorgeworfen, beim Schach mit Hilfe von Computer, manipulierter Sonnenbrille und verstecktem Hörer im Ohr betrogen zu haben.Zum Artikel in der International Business Times... Mehr...

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Es klingt wie eine Geschichte aus einem Mafiafilm oder den Sopranos. Loris Cereda, der ehemalige Bürgermeister von Buccinasco, soll nicht nur Geld für die Vergabe von Bauaufträgen angenommen, sondern auch beim Schach betrogen haben. Der italienische Schachverband, der Cereda aus dem Verband ausgeschlossen hat, wirft ihm vor, er hätte bei einer Reihe von Partien Computerhilfe in Anspruch genommen. Cereda soll bei diesen Partien eine Sonnenbrille getragen haben, in der eine versteckte Kamera eingebaut war, die die jeweilige Stellung an ein Computerprogramm übermittelte. Mit Hilfe eines versteckten Mikrofons im Ohr erhielt Cereda dann Zugvorschläge.

Cereda hat Einspruch gegen seinen Verbandsausschluss eingelegt und bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe: "Ich habe in keinem Turnier betrogen oder seltsame Technologien benutzt. In manchen Turnieren habe ich gut gespielt, aber es gab auch viele, in denen ich schlecht gespielt habe. Doch fast immer waren ein Schiedsrichter und etliche Zuschauer dabei. Ich habe den Fehler gemacht, nicht vor dem Schiedsgericht zu erscheinen, aber ich wollte keine Spekulationen anheizen, die der Welt des Schachs, das meine Leidenschaft und seit 40 Jahren Teil meines Lebens ist, schaden könnten. Ich war immer ein guter Sportsmann und als jemand, der seinen Sport liebt, ist es für mich unvorstellbar für mich, so etwas zu tun."

Das Ausschlussverfahren war ausgelöst worden, weil sich drei ehemalige Mannschaftskollegen von Cereda beim italienischen Schachverband beklagt und den Verdacht geäußert hatten, die plötzliche Spielstärkesteigerung des ehemaligen Bürgermeisters ginge nicht mit rechten Dingen zu.



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