Jan Adamski, geboren am 11. November 1943 in Warschau, gehörte zeitweise zu den besten Spielern seines Landes und nahm hinter Włodzimierz Schmidt den zweiten Platz in der Rangliste von Polen ein (1977 mit 2470 Elo). Auch sein Bruder Andrzej spielte Turnierschach und trug wie Jan Adamski den Titel eines Internationalen Meisters. Jan Adamski erste überlieferte Partien stammen aus einem Städte-Wettkampf Warschau gegen Budapest im Jahr 1962, wo Adamski als bester Spieler der Warschauer Auswahl seine ungarischen Gegner zwei Sieg und zwei Remis erzielte. Er wurde für die U20-Weltmeisterschaft nominiert und qualifizierte sich als Zweiter für die Finalrunde in Vrnjacka Banja, die er im Mittelfeld beendete. Florin Gheorghiu wurde 1963 Jugendweltmeister.
Jan Adamski wurde 1964 zu einem internationalen Turnier nach Baku eingeladen und vertrat Polen in den Jahren 1964, 1965 und 1966 bei den Studenten-Mannschaftsweltmeisterschaften.
Zwischen 1968 und 1984 wurde Jan Adamski sechsmal in die polnische Auswahl für die Schacholympiaden berufen. Die beste Platzierung der polnischen Mannschaft war in dieser Zeit der 8. Platz bei der Schacholympiade in Luzern 1982. Seine persönliche Bestleistung erzielte er bei der Olympiade 1970 in Siegen als siebtbester Spieler an Brett drei.
Adamski spielt zudem in der polnischen Auswahl bei den Armee-Mannschaftsmeisterschaften 1968, 1969 und 1970 und gewann dort mit dem Team einmal Silber und zweimal Bronze. 1973 gehörte er auch zum polnischen Team bei den Europamannschaftsmeisterschaften.
Bei den Mannschaftsmeisterschaften des Nordischen Schachverbandes gewann Adamski 1983 mit der polnischen Mannschaft die Goldmedaille.
Jan Adamski nahm an unzähligen Einzelturnieren teil. Zu seinen besten Resultaten gehörte der geteilte dritte bis fünfte Platz hinter Vlastimil Hort und Evgeni Vasiukov bei den Armeemeisterschaften 1967 in Havanna, Turniersieg in Poznan 1967, der geteilte zweite Platz mit Raymond Keene hinter Istvan Csom in Hannover 1976, der zweite Platz hinter Alois Lanc 1980 in Rzeszow und der geteilte dritte Platz zusammen mit Stefan Kindermann und Wolfgang Uhlmann hinter Josif Dorfman und Ljuben Spasov hinter in Warschau 1983. 1994 gewann Adamski das Open in Krynica.
Neben seiner Karriere als Spieler betätigte Jan Adamski sich erfolgreich als Trainer. Zu seinen Schülern und Schülerinnen gehörten unter anderem Agnieszka Brustman und Mirosław Grabarczyk, die beide Großmeister wurden.
Jan Adamski starb a 21. Mai 2026 und wurde gestern auf dem Brodnowski-Friedhof in Warschau beigesetzt.