Jobava gewinnt in Abu Dhabi

von André Schulz
12.08.2019 – Nach seinem Blitzstart mit 6 aus 6 ließ sich Baadur Jobava in Abu Dhabi die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und gewann mit 8 aus 9 vor den beiden Youngstern Nodirbek Yakubboev und Parham Maghsoodloo. Thorsten Cmiel war einziger deutscher Teilnehmer (B-Turnier) und hat zudem Schachimpressionen geschickt. | Fotos: Abu Dhabi Festival

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Die Open am Golf entwickeln sich mehr und mehr auch zu offenen indischen Meisterschaften. Die Fluglinie Emirates verbindet den indischen Subkontinent und die Emirate am Golf ganz ausgezeichnet und inzwischen füllen die indischen Teilnehmer fast schon alleine einen Flieger. In drei Stunden ist man von Dheli aus in Dubai. In den beiden Open in Abu Dhabi nahmen über 130 Inder teil, außerdem noch fast 50 ganz junge Inder im Junior Open. Den indischen Schachfreunden machen auch die hohen Temperaturen und die hohe Luftfeuchtigkeit in den Emiraten weniger aus, als Spielern aus den nördlichen Breiten. Die Räume sind natürlich alle klimatisiert, aber auf dem Weg vom Hotel zum Spielsaal muss man schon mal "das Freie" betreten.

Baadur Jobava legte einen Blitzstart hin, gewann die ersten sechs Partien und ließ in den letzten drei Runden auch zwei Remis zu. Damit distanzierte der Georgier das übrige Feld um einen ganzen Punkt. Auf den Plätzen folgten die Youngster Nodirbek Yakubboev aus Usbekistan und Parham Maghsoodloo aus dem Iran. Yakubboev pflegt einen recht technischen Stil. Gegen Murali Khartekyan stand aber auch ihm das Glück zur Seite. 

Erster

Zweiter

Dritter

Bester Spieler der indischen Reisegruppe war Aryan Chopra auf Platz elf. Praggnanandhaa kam auf Rang 31 ins Ziel, seine Schwester Vaishali auf Rang 71. Auch sie hatte hier und da etwas Glück, z.B. hier:

 

Schwarz gewann. Wie das möglich war sehen Sie weiter unten in den Impressionen von T. Cmiel.

Das Turnier wurde mit der FIDE-Bedenkzeit von 90 Minuten plus Zeitzugabe pro Zug gespielt. Da das Preisgeld zudem nach Feinwertung vergeben wurde, waren viele Kampfpartien zu beobachten, aber auch mancher Fehler bei knapper Zeit.

Und es gab tatsächlich auch einen deutschen Spieler, der den Weg nach Abu Dhabi angetreten hatte. Thorsten Cmiel ist aufmerksamer Beobachter einiger jüngerer Spieler, die auf dem Weg in die Weltspitze sind, und nutzte die Gelegenheit, sie einmal aus nächster Nähe zu sehen.

Er spielte auch noch das B-Open mit und wurde dort Sechster. Nebenher fand unser Korrespondent Gelegenheit, ein paar Impressionen aufzuzeichnen:

Impressionen von Thorsten Cmiel

 

Endstand Master Open Abu Dhabi:

Rk. Name Pts.  TB1 
1 Jobava Baadur 8,0 0,0
2 Yakubboev Nodirbek 7,0 0,0
3 Maghsoodloo Parham 6,5 0,0
4 Socko Bartosz 6,5 0,0
5 Indjic Aleksandar 6,5 0,0
6 Salem A.R. Saleh 6,5 0,0
7 Petrosyan Manuel 6,5 0,0
8 Bartel Mateusz 6,5 0,0
9 Ni Hua 6,5 0,0
10 Tabatabaei M.Amin 6,5 0,0
11 Aryan Chopra 6,0 0,0
12 Zubov Alexander 6,0 0,0
13 Karthikeyan Murali 6,0 0,0
14 Sengupta Deep 6,0 0,0
15 Can Emre 6,0 0,0
16 Abdusattorov Nodirbek 6,0 0,0
17 Esipenko Andrey 6,0 0,0
18 Santos Latasa Jaime 6,0 0,0
19 Aravindh Chithambaram Vr. 6,0 0,0
20 Vaibhav Suri 6,0 0,0

150 Spieler

Zum Festival gehörte unter anderem auch ein Junior Open (mit 47 indischen jungen Schachfreunden). Die Plätze eins bis fünf gingen an Inder.

Pranesh M gewann das U8-Turnier mit 8 aus 9

Am nächsten Tag wurde in Dubai noch ein gut dotiertes Blitzturnier gespielt (Erster Preis ca. 2500 Euro)

Anschließend (nächster Tag) fand noch ein sehr gut bepreistes Blitzturnier (5+3) in Dubai statt. Der erste Preis war 2500 Euro (etwa). Gewinner war Lokalmatador Salem Saleh vor Baadur Jobava und Parham Maghsoodloo.

Mit Hinweisen von Thorsten Cmiel

Endstand Blitzturnier...

Turnierseite...

Ergebnisse bei Chess-results...

 


André Schulz, seit 1991 bei ChessBase, ist seit 1997 der Redakteur der deutschsprachigen ChessBase Schachnachrichten-Seite.

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