Jubiläum

11.07.2012 – Heute vor 40 Jahren, am 11. Juli 1972, 17 Uhr Ortszeit, begann in Reykjavik die erste Partie des WM-Kampfes zwischen Titelverteidiger Boris Spassky und Herausforderer Robert "Bobby" James Fischer. Über keinen anderen WM-Kampf der Schachgeschichte ist so viel geschrieben worden, kein anderer WM-Kampf erregte so viel Aufsehen und bescherte dem Schach so viele neue Anhänger. Das lag an der politischen Bedeutung, die dem Wettkampf in den Zeiten des Kalten Kriegs zwischen den USA und der Sowjetunion zugeschrieben wurde, aber vor allem an der Person Bobby Fischers. Fischer hatte seine Gegner im Interzonenturnier und in den Kandidatenkämpfen überrannt und galt als Favorit im Wettkampf - obwohl er in fünf vorherigen Partien gegen Spassky kein einziges Mal gewonnen hatte. Aber bevor er sich ans Brett setzte, schlug Fischer immer neue Kapriolen und stellte immer neue Forderungen, was den Wettkampf zwar gefährdete, aber auch zum Medienereignis machte. Mehr als einmal sah es so aus, als würde Fischer das Match platzen lassen und so war es eine kleine Sensation, als er tatsächlich zur ersten Partie erschien. Die verlor Fischer zwar, aber am Ende gewann er den Wettkampf mit 12,5:8,5. Danach zog er sich vom Turnierschach zurück. Mehr...

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Fischer bei seiner Ankunft in Reykjavik


Fischer hatte in der ersten Partie Schwarz und verteidigte sich gegen Spasskys 1.d4 Nimzo-Indisch.


Ein seltenes Farbfoto des Kampfes


Die Partie entwickelte sich sehr ruhig und ein Remis schien schon fast sicher, als Fischer plötzlich einen ungedeckten Bauern nahm, was ihn bald darauf seinen Läufer kostete.


Liz Garbus' Dokumentarfilm "Bobby against the World", der in Deutschland bei arte lief, zeigt, wie Fischer den Bauern h2 schlägt - einer der meist diskutierten Züge der Schachgeschichte.

Nach dem Verlust des Läufers landete Fischer in einem schlechteren Endspiel, das er nicht mehr halten konnte. Die zweite Partie verlor er kampflos, weil er sich von den Kameras im Spielsaal gestört fühlte. Erst in der dritten Partie gelang ihm der erste Sieg seines Lebens gegen Spassky. Von da an dominierte er den Wettkampf und holte schließlich den von ihm so lang ersehnten Weltmeistertitel.




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