Kandidatenturnier der Frauen: Goryachkina kurz vor Turniersieg

14.06.2019 – Drei Runden vor Schluss führt Aleksandra Goryachkina beim Kandidatenturnier in Kasan weiter mit 2,5 Punkten Vorsprung und ist dem Sieg sehr nahe. Gestern spielte die Spitzenreitererin remis gegen Anna Muzychuk. Valentina Gunina und Tan Zhonqui punkteten. | Fotos: Turnierseite (Eteri Kublashvili)

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Goryachkina auf der Zielgeraden

Bei satten 2,5 Punkten Vorsprung und nur noch wenigen Runden zu spielen braucht man nichts mehr zu riskieren. Das hat sich sicher auch Aleksandra Goryachkina gesagt und legte das gestrige Duell gegen Anna Muychuk beim Kandidatenturnier in Kasan mit dem Vorteil der weißen Steine auf Verflachung und rasche Punkteteilung an. Da Verfolgerin Kateryna Lagno gegen Mariya Muzychuk mit Weiß in der Sveshnikov-Variante auch keinen Wirkungstreffer landen konnte, hat sich am Status quo an der Spitze der Tabelle nichts geändert. Drei Runden vor dem Ende des Turniers hat Goryachkina den Turniersieg praktisch in der Tasche. Sie müsste schon dreimal verlieren und Lagno dreimal gewinnen, um den Sieg zu verspielen. Da die junge russische Großmeisterin bisher noch keine einzige Partie verloren hat, ist das mehr als unwahrscheinlich.

In der gestrigen elften Runde des Kandidatenturniers spielte witzigerweise die obere Tabellenhälfte untereinander und die untere Hälfte ebenfalls. Inn der oberen Hälfte endeten beide Partien remis. In der unteren Hälfte wurden beide Partien entschieden. Bei diesem Kandidatenturnier, dem ersten seit vielen Jahren und nach einer langen Zeit der Experimentiererei im Frauenschach, wird auch ein stattliches Preisgeld ausgeschüttet und so macht es Sinn, bis zum Schluss um Punkte zu kämpfen.

Valentina Gunina ist das Schlusslicht des Turniers, kam gestern aber zu einem vollen Punkt gegen Nana Dzagnidze. In einer sehr bunten Partie hatte Gunina mit Weiß einen Bauern geopfert, erhielt dafür aber nur ein höchst vage Kompensation und stand dann bald auf Verlust.

 

Nach 21...Tc2, gefolgt von 22...Sc4 kann Weiß aufgeben. Es folgte aber 21....Te8 und nun hatte Weiß noch die Ausrede 22. Db5 Lc6 23. Db4.

Die Partie landete die schließlich in einem Endspiel, das für Dzagnidze immerhin noch vorteilhaft war.

 

Schwarz hat einen Bauern mehr und zwei Freibauern am Damenflügel. Der König steht aber etwas unsicher. Es ging weiter mit 36...b5 37. Td1 und Weiß sorgte für Unruhe. Dzagnidze setzte alle ihre Hoffnungen auf den a-Bauern, brachte diesen auch zur Umwandlung und gewann damit eine Figur. Der Preis war jedoch zu hoch, denn Weiß hatte sich inzwischen drei verbundenen Freibauern am anderen Flügel erarbeitet.

 

Nach dem 70. Zug.

46 Züge später musste Schwarz aufgeben. Ein volle Partie mit allen Höhen und Tiefen, die das Schach für die Spieler bereit hält. 

Partieanalyse mit Elisabeth Pähtz und Valentina Gunina

Einen einseitigen Verlauf nahm hingegen die andere entschiedene Partie zwischen Tan Zhonqui und Alexandra Kosteniuk. 

Tan Zhonqui- Alexandra Kosteniuk

 

Schwarz ist die Partieanlage völlig missglückt. Weiß steht klar besser und dokumentierte das mit 16. Lxg6. Die weißem Figuren spazierten im weiteren Verlauf durch die schwarze Stellung, wie sie wollten.

 

Hier geschah 20. Le8

 

Und hier spielte Tan 31. Th6. Einen Zug später hatte Kosteniuk dann auch genug.

Interview mit Kosteniuk

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Partien

 

Tabelle

 

 

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