Vier Geschwister, 150 Bretter
Vier Geschwister der ungarischen Familie Karácsonyi veranstalteten am 28. Dezember 2025 in Budapest ein Simultan-Turnier an 150 Brettern. Alle haben eine Wertungszahl über 2000, Gellért ist ein IM (2412), Kata erreichte im Dezember ihre dritte WIM-Norm (2238), Luca hat eine Elo-Zahl von 2064 und der jüngste Bruder Bánk hat eine Elo-Zahl von 2107.
In diesem Videokurs untersuchen Experten die Partien von Judit Polgar. Lassen Sie sich von ihnen zeigen, welche Eröffnungen Polgar wählte, wo ihre Stärken im Mittelspiel lagen oder wie sie ihre Gegner im Endspiel überspielte.
Alle vier Geschwister spielten an allen Brettern und führten ihre Züge nacheinander aus, sodass sie in jeder Partie die Gedanken des jeweils anderen verstehen mussten. Zwei Spieler verloren kampflos, doch an 148 Brettern wurden alle Partien vollständig ausgetragen. Nach sechs Stunden hatten die Geschwister Karácsonyi 109 Partien gewonnen, 22-mal Remis gespielt und nur 17-mal verloren, obwohl ihre Gegner keine Anfänger waren.
Den Recherchen der Veranstalter zufolge gab es in der Geschichte des Schachs noch nie ein Familiensimultan mit vier Geschwistern, einer solchen Spielstärke, so vielen Brettern und einem solchen Ergebnis. Eine großartige Inspiration für Schachfamilien und ein spannendes Ereignis für Schachliebhaber in Budapest – hoffentlich wird es fortgesetzt.
Die Simultan-Gestalter waren:
- IM Gellért Weihnachten (2412)
- Kata Karácsonyi (2238), die im Dezember ihre dritte WIM-Norm erreichte
- Luca Weihnachten (2064)
- Bánk Karácsonyi (2107), der jüngste des Quartetts

DIE SCHACH-HORIZONT-ERWEITERUNG
In ChessBase gibt es immer wieder Ansätze, die typischen Pläne einer Eröffnungsvariante zu zeigen. Zwar ist Schach im Zeitalter der Engines viel konkreter als früher gedacht. Doch gerade Amateure lieben Eröffnungen mit klaren Plänen, siehe Londoner System. In ChessBase ’26 beschäftigen sich gleich drei Funktionen mit der Darstellung von Plänen. Im neuen Eröffnungsreport wird für jede wichtige Variante untersucht, welche Figurenzüge oder Bauernvorstöße darin wichtig sind. In der Referenzsuche sieht man jetzt auf dem Brett, wo die Figuren üblicherweise hingehen. Und startet man die neue Monte-Carlo-Analyse, zeigt auch hier das Brett die häufigsten Figurenpfade.