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Wie das Schiedsgericht des DSB in einem früheren Fall festgestellt hat, bedarf es hierzu einer einzelvertraglichen Unterwerfungserklärung des Spielers unter die Regularien des DSB, die der Turnierveranstalter nicht vorgenommen hat. Da es sich um ein privat ausgerichtetes Turnier gehandelt hat, kann nicht von einer konkludenten Unterwerfung ausgegangen werden. Der gesamte Sachverhalt wurde der Ethics Commission der FIDE gemeldet, die nun über Maßnahmen zu entscheiden hat.
Um weiteren Vorfällen dieser Art vorzubeugen, empfiehlt das Präsidium des Deutschen Schachbundes allen Turnierveranstaltern zwei Sofortmaßnahmen. Erstens sollte künftig ein generelles Verbot, elektronische Kommunikationsgeräte in ein Turnier mitzubringen, in die Turnierausschreibungen aufgenommen werden. Zweitens sollte mit der Anmeldung zum Turnier eine Unterwerfungserklärung unter das Sanktionssystem des Deutschen Schachbundes durch die Spielerinnen und Spieler zwingend als Voraussetzung für die Zulassung unterschrieben werden. Hierzu wird demnächst auf der Website des Deutschen Schachbundes ein Mustertext zum Download veröffentlicht.
Zwar lässt sich auch dadurch ein technischer Betrug nicht vollständig ausschließen, aber das Risiko für die potenziellen Täter wird deutlich erhöht. Jens Kotainy hat inzwischen seine Teilnahme an der Deutschen Schnellschachmeisterschaft in Gladenbach zurückgezogen. Ganz abgeschlossen ist der Fall für den DSB aber noch nicht: Die Kommission Leistungssport wird über die Auswirkungen auf eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Schachbund beraten, und zwar insbesondere darüber, ob Jens Kotainy im C-Kader verbleiben kann. Eine Entscheidung darüber wird in den nächsten Wochen getroffen.
Herbert Bastian
Präsident