Kramnik erhält Wild Card für das Kandidatenturnier 2018

von ChessBase
30.10.2017 – Vladimir Kramnik hat die Wild Card für das Kandidatenturnier 2018 in Berlin erhalten. Das meldete World Chess, der Veranstalter des Kandidatenturniers, heute in einer Pressemitteilung. Damit stehen sechs der acht Teilnehmer des Kandidatenturniers fest. Neben Kramnik sind das Sergey Karjakin, Levon Aronian, Ding Liren, Wesley So und Fabiano Caruana. Die letzten zwei Teilnehmer werden im beim Grand Prix Turnier in Palma de Mallorca ermittelt, das am 15. November beginnt. | Fotos: Amruta Mokal

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Wild Card

In einem Schreiben, das auf den 26. Oktober datiert ist und heute veröffentlicht wurde, nominierte World Chess, Organisator des Kandidatenturniers 2018, das vom 10. bis 28. März 2018 in Berlin stattfinden wird, Ex-Weltmeister Vladimir Kramnik als Empfänger der Wild Card, den Platz im Kandidatenturnier, den der Veranstalter vergeben kann. World Chess und FIDE haben sich entschlossen, die Nominierung Kramniks vor dem letzten Turnier der Grand Prix Serie, das vom 15. bis 26. November in Palma de Mallorca stattfindet, bekannt zu geben, damit Spekulationen um die Vergabe der Wild Card das Grand Prix Turnier nicht beeinflussen.Vladimir Kramnik

Ilya Merenzon, CEO von World Chess, erklärte zur Nominierung Kramniks:

Wir glauben, die Nominierung Vladimir Kramniks führt zum stärks-möglichen Teilnehmerfeld und sorgt dafür, dass der beste Herausforderer des amtierenden Weltmeisters Magnus Carlsen ermittelt wird.

Vladimir Kramnik, der 14. Weltmeister der Schachgeschichte, meinte:

Ich möchte mich bei allen bedanken, die meine Nominierung für das Kandidatenturnier unterstützt haben. Das Kandidatenturnier steht immer im Blickpunkt der Aufmerksamkeit der Schachwelt, und daran zu teilnehmen, ist für jeden Großmeister eine Herausforderung. Ich hoffe, ich spiele gut und kann um den ersten Platz kämpfen!

Andrey Filatov, Präsident des Russischen Schachverbands, fügt hinzu:

Ich freue mich, dass FIDE und World Chess Kramnik nominiert haben. Seit mehr als 20 Jahren ist er einer der drei stärksten Schachspieler der Welt und sieben Jahre lang war er Weltmeister. Kramnik ist bei Schachspielern äußerst beliebt und seine Teilnahme sorgt mit Sicherheit für zusätzliche Spannung und Aufmerksamkeit. Russland hat jetzt mindestens zwei Spieler, die eine Chance haben, Herausforderer des amtierenden Weltmeisters zu werden. Mit ein wenig Glück kommt noch Alexander Grischuk, der auch noch Chancen hat, als dritter Spieler hinzu. Ich hoffe sehr, dass ein russischer Spieler 'Berlin erobert' und im November 2018 zum Weltmeisterschaftskampf gegen Magnus Carlsen antritt.


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Kandidatenturnier 2018

Das Kandidatenturnier 2018 soll im Kühlhaus Berlin stattfinden. Folgende Teilnehmer stehen bislang fest:

  • Sergey Karjakin (Herausforderer beim WM-Kampf 2016)
  • Levon Aronian (Gewinner des World Cups)
  • Ding Liren (Zweiter Platz im World Cup)
  • Wesley So (Qualifikation durch Elo)
  • Fabiano Caruana (Qualifikation durch Elo)
  • Vladimir Kramnik (Wild Card)

Wer die beiden Bestplatzierten der FIDE Grand Serie sein werden, weiß man am 26. November. Shakhriyar Mamedyarov, Alexander Grischuk, Teymour Radjabov und Maxime Vachier-Lagrave haben Chancen. Die beiden letztgenannten sind beim Turnier in Palma de Mallorca dabei und werden versuchen, die bislang Führenden in der Gesamtwertung des Grand Prix zu überholen.

Players leading Grand Prix

Mamedyarov, Grischuk, Radjabov und Vachier-Lagrave | Quelle: worldchess.com


World Chess nomination letter candidates 2018 to Kramnik

Der offzielle Nominierungs-Brief (PDF)


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Silvio Z Silvio Z 01.11.2017 12:16
Ist nun mal so (und war auch schon immer so), daß der Freiplatz von den Organisatoren/Investoren vergeben wird, in dem Fall von Argon, einer russischen Firma. Eine weitere russische Firma ist die EG Capital Advisors.

In gewisser Weise ist die Nominierung von Kramnik auch ausgleichende Gerechtigkeit, denn bei der Vergabe des Platzes für das Kandidatenturnier 2016, bekam Aronjan diesen zugesprochen, dank der Beteiligung armenischer Investoren. Obwohl damals Kramnik die Nr. 2 der Welt war und Anspruch auf den Platz hatte.

Für mich geht die Nominierung von Kramnik in Ordnung und erhöht den Spannungsfaktor. Reife und Erfahrung sind immer gut für solch ein Turnier, zumal schon genug junge Spieler mit dabei sind, aber noch kein "alter". Und Spieler wie MVL oder Grischuk, haben ja noch die reale Chance, sich aus eigener Kraft zu qualifizieren.

Also: Junge Spieler sind dabei, Caruana, So, Ding Liren. Spieler im mittleren Alter sind dabei, Karjakin, Aronjan. Und der alte Hase Kramnik ist dabei. Und der eine oder andere Spieler kommt noch dazu. Ist doch okay und ein sehr ausgewogenes Teilnehmerfeld. Und es ist das Beste vom Besten.
RevTiberius RevTiberius 31.10.2017 05:25
Nicht ganz klar was ich von dieser Entscheidung halten soll. Auf der einen Seite sicher nachvollziehbar wegen seiner Verdienste und immer noch vorhandenen Spielstaerke, andererseits bin ich geneigt, den anderen Kommentaren hier zuzustimmen, die lieber einen juengeren und hungrigeren Spieler gehabt haetten.
MS_Sand08 MS_Sand08 30.10.2017 06:22
Vladimir Kramnik wird sich optimal auf dieses Turnier vorbereiten. Es ist vermutlich sein letztes Kandidatenturnier, aber m. E. bereichert er dieses.
Boeser Wolf Boeser Wolf 30.10.2017 04:15
Nichts gegen Kramnik, aber er hat sich ja aus gutem Grund nicht qualifiziert und ist über seinen Zenit hinaus. Da wäre ein jüngerer Kandidat mit mehr Perspektive aus meiner Sicht sinnvoller gewesen. MVL oder Nakamura z.B.
Lb4Matt Lb4Matt 30.10.2017 02:15
Schade, dass MVL nicht nominiert wurde. Er hat das Kandidatenturnier ja nur aufgrund einer Armageddon-Partie verpasst. Die Veranstalter hätten meiner Meinung nach den letzten World-Cup abwarten sollen, um feststellen zu können, wer bereits qualifiziert ist und wer den Freiplatz verdient hätte.
Noch nachvollziehbarer (und spannender) für die Schachwelt wäre es, wenn alle Qualifikationsplätze für das Kandidatenturnier ausgespielt werden würden.
gainsbourg gainsbourg 30.10.2017 11:28
ich denke MVL sollte auf jeden Fall dabei sein.
Er ist noch jung und bietet hohes Potenzial. Radjabov feiert zwar ein Comeback hat aber seinen Zenit bereits überschritten. Mamedyarov und Grischuk sind stark aber gegen Carlsen können Sie sich nicht durchsetzen. Grischuk hat sicherlich noch etwas bessere Chancen als Mamedyarov, der einen zeimelich negativen Score gegen Carlsen hat.
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