Kramnik gegen Topalov 2:0

24.09.2006 – Die heutige zweite Partie des Wiedervereinigungswettkampfes war noch um einiges dramatischer als die gestrige erste Partie. Mit den weißen Steinen spielte Veselin Topalov kompromisslos auf Angriff und brach nach einem Bauernopfer alle Brücken hinter sich ab. In schwieriger Position versäumte Kramnik die beste Verteidigung, doch Topalov fand nicht die Gewinn bringende Angriffsfortsetzung. Nach einem weiteren Fehler musste er den Übergang ins schlechtere Endspiel zulassen. Dort konnte Kramnik seinen Materialvorteil zum vollen Punkt umsetzen und führt nun mit 2:0. Wettkampfseite...Mehr...

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Veselin Topalov vs Vladimir Kramnik

12 Partien
23.September bis 12.Oktober
Beginn jeweils 15 Uhr MESZ
Live auf der
offiziellen FIDE Seite und auf schach.de
 

 

Partie 1 zum Nachspielen...

Partie 2 zum Nachspielen...

 


Einen Tag nach der unglücklichen Auftakt-Niederlage präsentierte sich FIDE-Weltmeister Veselin Topalov unbeeindruckt und suchte in seiner ersten Weißpartie kompromisslos die Entscheidung. In einem Slawischen Damengambit brach der Bulgare nach dem 23.Zug beginnend mit einem Bauernopfer in einem tief berechneten Königsangriff alle Brücken hinter sich ab und zeigte einmal mehr großen Erfindungsreichtum im Angriff.

Kramnik zeigte sich in der Verteidigung zunächst auf der Höhe, verpasste dann aber die beste Möglichkeit. In der Hitze des Gefechts fand Topalov in überaus komplizierter Position zweimal nicht den besten Zug und musste schließlich den Übergang in ein schlechteres Endspiel zulassen. Auch im Endspiel boten die Spielern den Zuschauern Spannung bis zum Schluss. Zeitweise beunruhigte Topalov mit einem Turm weniger Kramnik mithilfe eines vorgerückten Freibauernpaars. Am Ende gelang es Kramnik seinen Materialvorteil im Endspiel mit Turm gegen Springer zur Geltung zu bringen. Die Partie war überaus dramatisch und beste Werbung für das Schach.

 


Beginn der zweiten Partie. Kramnik zieht 3..Sf6

Pressekonferenz nach Partie 1:

Beide Spieler waren nach der gestrigen langen ersten Partie erschöpft. Naturgemäß präsentierte sich der Sieger besser gelaunt als der Verlierer. Kramnik gab zu, dass er die Schwierigkeiten des Endspiels unterschätzt hatte, in der er zwar einen Bauern mehr aber passive Figuren hatte. Topalov zeigte sich enttäuscht, dass er in guter Position die vielleicht objektiv remisliche Partie durch einen Fehler verdorben hatte

 


Mit 8180 Besuchern zur gleichen Zeit verzeichnete der Fritzserver am zweiten Tag des Wettkampfes erneut einen Rekord.

 

 

 



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