Macht das Schach einen verrückt? Ein Selbstversuch.

21.06.2021 – Einige große Schachspieler wurden im Laufe der Zeit wahnsinnig, hat Yves Bellinghausen beobachtet und denkt an Spieler wie Paul Morphy, Bobby Fischer, Wilhelm Steinitz oder Carlos Torre. Liegt es vielleicht am Schachspiel? Ein Selbstversuch solle darüber Aufschluss geben. | Foto: Vice

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Schach ist seit einigen Monaten wieder sehr im Focus der Medien. Das liegt zum Einen am Erfolg der Netflix-Serie "Queen's Gambit", zum Anderen am Erfolg der Online-Plattformen. So oder so. Man merkt: Vom Schach geht eine gewisse Faszination aus. Stöbert man aber in der Schachgeschichte und den Lebensläufen großer Schachspieler, so stößt man auf einige Merkwürdigkeiten.

Bobby Fischer war einer der größten Spieler der Geschichte, zog sich aber nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft komplett vom Schach zurück. Allein das ist ja schon "verrückt". Später tauchte er wieder auf , präsentierte sich aber "mental angegriffen". Auch sein Vorgänger als bester Spieler der Welt, allerdings über 100 Jahre früher, und Landsmann Paul Morphy zog sich auf dem Gipfel seiner Schachkunst plötzlich vom Spiel zurück. Die ältere Schachgeschichte berichtet zudem von Nervenzusammenbrüchen bei Wilhelm Steinitz oder Carlos Repetto und kennt einige Fälle mehr.

Macht die ständige Beschäftigung mit dem Schachspiel die Schachspieler "verrückt", fragte sich Yves Bellinghausen und unternahm einen Selbstversuch - 25 Stunden ununterbrochen Schach spielen.

Seine Erfahrungen veröffentlichte er auf dem Lifestyle-Portale vice.com:

"Ich will so lange Schach spielen, bis ich zusammenbreche und das hat einen ernsten Hintergrund: Zwischen diesen 64 Feldern haben sich schon viele große Spieler verloren. Ich möchte herausfinden, woran das liegt."

Ich habe 25 Stunden Schach gespielt, um mein Bewusstsein zu erweitern...


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