Magnus Carlsen Invitational: Giri bleibt vorne, So holt auf

von Klaus Besenthal
15.03.2021 – Beim 15+10-Onlineturnier Magnus Carlsen Invitational ist am Sonntag das zweite Drittel der "Prelims" gespielt worden. Dabei hat Anish Giri, der nunmehr bei 8,0/10 steht, seine am ersten Turniertag errungene Führung verteidigt. Zweiter ist Magnus Carlsen mit 7,5/10. Wesley So, der als einer der Turnierfavoriten den ersten Tag in der unteren Tabellenhälfte beendet hatte, ist nach einem starken Zwischenspurt inzwischen auf Platz 3 angekommen, den er sich aber mit Hikaru Nakamura teilen muss (beide 6,5/10). Dagegen haben sich am Tabellenende die Chancen auf die K.-o.-Matches für Jorden van Foreest (3,0/10), David Anton Guijarro (2,5/10) und Alan Pichot (2,0/10) mittlerweile stark reduziert. Im Beitrag gibt es auch diesmal wieder Endspielanalysen von Großmeister Karsten Müller.

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Magnus Carlsen Invitational

Das Turnier ist das vierte Event auf der Meltwater Champions Chess Tour. Die "Prelims" (Vorrunde) werden am Montag mit dem letzten Drittel abgeschlossen (Liveübertragung ab 17 Uhr). Die besten acht Spieler dürfen dann am Dienstag zunächst in den Viertelfinalmatches antreten.

Der Sonntag begann mit der 6. Runde, und dort trug Wesley So gegen Levon Aronian gleich mal einen furiosen Königsangriff vor:

 

Unser Endspiel-Experte Karsten Müller ist in Runde 6 ebenfalls fündig geworden. Alan Pichot hatte in seiner Partie gegen Daniil Dubov, bei deutlichem Materialvorteil, eine Abwicklung in ein gewonnenes Bauernendspiel zur Verfügung, doch nachdem der Argentinier dies nicht gefunden hatte, schaffte Dubov mit seinem "Alptraumspringer" noch die Rettung ins Remis:

 

In der 7. Runde kam Magnus Carlsen dann zu einem Kurzsieg gegen Shakhriyar Mamedyarov. Der Aserbaidschaner zeigte sich in dieser Partie taktisch nicht von seiner besten Seite:

 

Jorden van Foreest gelang in derselben Runde gegen Teimour Radjabov die überraschende Rettung in eine Pattstellung - dank eines von Karsten Müller so getauften "Desperadoturms" und ein wenig Hilfe seitens des Gegners:

 

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Großer Sport, doch die Partie schien Radjabov irgendwie mitgenommen zu haben. In der 8. Runde unterlief ihm gegen Maxime Vachier-Lagrave ein Patzer, wie man ihn in einer auf diesem Niveau gespielten klassischen Schachpartie wohl niemals sehen wird:

 

Ganz oben in der Tabelle steht Anish Giri. In der Partie gegen Shakhriyar Mamedyarov in Runde 10 tauschte Giri bei einigem Vorteil die Damen, was vielleicht nicht optimal war, ihm aber ein bequemes, risikoloses Endspiel sicherte, in dem er in aller Ruhe Gewinnversuche machen konnte. Das hätte angesichts des materiellen Ungleichgewichts noch interessant werden können, doch die Partie brach vorzeitig abrupt ab:

 

Tabelle nach der 10. Runde

 

Partien

 

Turnierseite


Klaus Besenthal ist ausgebildeter Informatiker und ein begeisterter Hamburger Schachspieler. Die Schachszene verfolgt er schon seit 1972 und nimmt fast ebenso lange regelmäßig selber an Schachturnieren teil.
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