Das Sigeman & Co Schachturnier wird seit 1993 durchgeführt, als klassisches Rundenturnier, anfangs mit zehn Teilnehmern. In einigen Jahren wurde das Turnier mit sechs, im Jahr 2000 auch einmal mit vier Teilnehmern (in diesem Fall doppelrundig) ausgetragen. Zuletzt waren sechs Teilnehmer die Regel. Initiator und Sponsor des Turniers war die Anwaltskanzlei von Johan Sigeman. 2017 stieg die schwedische Firma TePe als Sponsor mit ein. TePe stellt Produkte für die Zahnhygiene her. Organisiert wird das Turnier in Malmö vom Schachklub Limhamns SK, der meist ein recht gemischtes Feld zusammenstellt, mit Weltklassespielern, Talenten, Routiniers und Weltklassespielerinnen.
In den letzten beiden Jahren ging der Turniersieg an die jungen Usbeken Nodirbek Abdusattorov und Javokhir Sindarov. 2023 setzte sich der Routinier Peter Svidler durch. Vincent Keymer nahm 2024 teil, konnte sich aber mit einem geteilten 5./6. Platz nicht besonders gut in Szene setzen.
Magnus Carlsens einzige Teilnahme stammt aus dem Jahr 2004. Der damals 14-Jährige belegte den dritten Platz. Sieger des Turniers war 2004 Carlsens späterer Trainer und Sekundant Peter Heine Nielsen.
Magnus Carlsen schien zuletzt etwas gelangweilt vom klassischen Schach. Der Weltranglistenerste hatte seinen Weltmeistertitel kampflos abgegeben und bei verschiedenen Gelegenheiten kundgetan, dass er das Schach mit klassischer Bedenkzeit eher für eine antiquierte Angelegenheit hält, weil die absoluten Topspieler ein so hohes und ausgeglichenes Niveau erreicht haben, dass viele Partien langweilig sind. Im Unterschied dazu beteiligte sich Carlsen gerne an Online-Turnieren mit unterschiedlichen Formaten. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen gründete Carlsen mit dem Hamburger Unternehmer die Freestyle Chess Organisation, die Turniere im Chess 960 durchführt. Das Projekt wurde in Kooperation mit der FIDE zuletzt zur Freestyle-Weltmeisterschaft aufgewertet.
Die Teilnahme von Magnus Carlsen beim TePe Sigeman & Co Turnier kommt nun etwas überraschend. Allerdings war Carlsen auch im Gespräch mit den Tata Steel Chess Organisatoren und hätte dort wohl in diesem Jahr mitgespielt, wenn sein Sohn nicht geboren worden wäre und die familiären Aufgaben Vorrang gehabt hätten.
Die übrigen Teilnehmer in Malmö stehen noch nicht fest.
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