Magnus Carlsen spielt nicht bei Europameisterschaft

15.10.2009 – Eine unangenehme Überraschung für alle Carlsen-Fans. Wie norwegische Medien berichten, hat sich Magnus Carlsen nach seiner Rückkehr vom Pearl Spring Turnier in China dazu entschlossen, nicht an der Mannschaftseuropameisterschaft teilzunehmen, die am 21. Oktober in Novi Sad, Serbien, beginnt. Offenbar hat Carlsen diese Entscheidung in Abstimmung mit seinem Trainer, also Garry Kasparov, getroffen, um ausgeruht beim Tal-Memorial in Moskau spielen zu können. Das Tal-Memorial beginnt am 5. November, nicht ganz eine Woche nach Ende der Mannschaftseuropameisterschaft am 30. Oktober. In Moskau gehen außer Carlsen noch Anand, Kramnik, Aronian, Leko, Ivanchuk, Gelfand, Morozevich, Ponomariov und Svidler an den Start. Damit ist es eines der stärksten und prestigeträchtigsten Turniere des Jahres. Mehr...

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Wie der Nachrichtensender TV2 Nyhetene berichtet, wollte Magnus selbst am Mittwoch nicht mit den Medien sprechen, aber sein Vater hat TV2 Nyhetene bestätigt, dass sein Sohn nicht an der Europameisterschaft teilnehmen würde. "Der Zeitplan war zu eng", erklärte Henrik Carlsen. "In Abstimmung mit seinem Trainer hat er sich für Ruhe und Vorbereitung auf das Tal-Memorial im November entschieden. Er hat beim Nanjing Pearl Spring Turnier in China sehr energieraubendes Schach gespielt. Das war anders als früher."



Henrik Carlsen macht keinen Hehl daraus, dass es eine schwierige Entscheidung war, die Mannschaftseuropameisterschaft nicht zu spielen. "Ja, sozial wäre das für ihn gut gewesen, aber zu hektisch", sagte er. Sein Sohn hätte die Entscheidung erst vor Kurzem gefällt - nach seiner Rückkehr aus China.

Magnus' Mannschaftskollege GM Leif Erlend Johannessen meinte, es sei schade, dass Carlsen nicht in der Mannschaft ist. "Er wäre eine große Inspiration für das gesamte Team gewesen und ich habe gehört, bei seiner ursprünglichen Zusage zu spielen, sei ihm das Soziale wichtig gewesen, in einer Mannschaft mit guten Kumpels zu spielen. Zugleich akzeptiere ich die Entscheidung, die, wie ich gehört habe, in Abstimmung mit seinem Trainer getroffen wurde. Das ist nicht gut für uns, aber ich verstehe die Entscheidung. China hat viel Kraft gekostet. Kasparov hat wahrscheinlich entschieden, es sei das Beste, sich vor dem Tal-Memorial Ruhe zu gönnen. In Moskau trifft Magnus auf die Weltelite."



Nur acht Tage vor Beginn der Mannschaftseuropameisterschaften in Serbien, erreichte die Organisatoren die Nachricht, dass der norwegische Schachstar Magnus Carlsen seine Teilnahme zurückgezogen hat. Dies wurde Nettavisen vom Norwegischen Schachverband bestätigt. Der 18-Jährige hat gerade eine Superleistung bei einem Turnier in China erzielt, wo er unter anderem die Nummer Eins der Weltrangliste, Veselin Topalov, geschlagen hat.

Niemand weiß, was aus der dezimierten norwegischen Mannschaft wird, die aus GM Jon Ludvig Hammer, GM Leif Erlend Johannessen, IM Frode Elsness, FM Joachim Thomassen und Coach GM Peter Heine Nielsen (DEN) besteht. Die Norweger wurden bei der Mannschaftseuropameisterschaft zum erweiterten Kreis der Favoriten gezählt, aber jetzt fehlt ihnen ihr bester Mann. Einen Ersatzmann dürfen sie nicht nominieren und wahrscheinlich müssen sie in Runde Eins mit drei Spielern antreten, da Johannessen erst spät nach Serbien kommen kann. "Eine unangenehme Situation. Es ist nicht klar, ob wir richtig mitspielen können", meinte Projektmanager Hans Krogh Harestad vom Norwegischen Schachverband zu Nettavisen. Übrigens hat Magnus Carlsen angeboten, die Kosten, die dem Schachverband durch seinen Rückzug womöglich entstehen könnten, zurückzuzahlen.


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