Markowski gewinnt Pfalz Open

25.02.2008 – Tomasz Markowski erzielte beim 1. Pfalz Open in Neustadt an der Weinstraße als einziger Spieler 7,5 Punkte und holte sich damit den Turniersieg. Zweiter wurde Sergei Tiviakov dank der besten Sonderwertung der sechs Spieler umfassenden Verfolgergruppe vor Alon Greenfeld. Beste Frau im insgesamt 193 Teilnehmer umfassenden Feld wurde Natalia Zdebskaja mit 6 Punkten.Turnierseite...Berichte, Bilder, Partien...

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Tomasz Markowski gewinnt 1. Pfalz Open
von Axel Fritz
Fotos: Armin Huck


Der Sieger

Partienauswahl (Bretter 1 bis 15)...

Rang
Teilnehmer
Titel TWZ At
Verein/Ort
Land S R V
Punkte
Buchh
BuSumm
1. Markowski,Tomasz GM 2585 M Schachklub Köni POL 7 1 1
7.5
48.0
379.5
2. Tiviakov,Sergei GM 2649 M SC Eppingen NED 6 2 1
7.0
51.0
373.0
3. Greenfeld,Alon GM 2559 M   ISR 5 4 0
7.0
49.5
375.5
4. Postny,Evgeny GM 2627 M Sportfreunde Ka ISR 5 4 0
7.0
49.5
372.0
5. Milov,Leonid IM 2482 M SC Noris Tarras GER 6 2 1
7.0
48.5
367.5
6. Kempinski,Robert GM 2590 M Hamburger SK vo GER 6 2 1
7.0
46.5
369.0
7. Korneev,Oleg GM 2645 M Schachgemeinsch RUS 5 4 0
7.0
42.5
343.5
8. Graf,Alexander GM 2586 M Schachgemeinsch GER 5 3 1
6.5
49.0
371.5
9. Khenkin,Igor GM 2602 M TV Tegernsee GER 5 3 1
6.5
49.0
368.0
10. Epishin,Vladimir GM 2577 M Schachclub Ster RUS 4 5 0
6.5
47.0
354.0
11. Berelovich,Aleksa GM 2606 M Schachverein Mü UKR 6 1 2
6.5
46.0
366.0
12. Borovikov,Vladisl GM 2583 M Schachclub 1919 UKR 4 5 0
6.5
46.0
342.0
13. Kekelidze,Michail GM 2454 M Karlsruher SF 1 GEO 6 1 2
6.5
45.5
351.0
14. Dgebuadze,Alexand GM 2512 M Schachfreunde L BEL 5 3 1
6.5
45.0
351.5
15. Teske,Henrik GM 2493 M TV Tegernsee GER 6 1 2
6.5
44.5
349.5
16. Brener,Ilja IM 2394 M SK Zehlendorf e GER 5 3 1
6.5
44.0
341.0
17. Djuric,Stefan GM 2448 M   SRB 6 1 2
6.5
43.0
357.5
18. Starostits,Ilmars IM 2500 M SC Schwegenheim LAT 5 3 1
6.5
43.0
343.5

...

193 Spieler


Runde 5: Graf und Haba übernehmen die Führung

In der fünften Runde des 1. Pfalz Open siegen in der Spitzengruppe der Deutsche Alexander Graf und der Tscheche Petr Haba.


Alexander Graf

Gut fünf Stunden dauerte der Kampf Grafs gegen den Rumänen Marius Manolache. „Mein Gegner hat zu aggressiv gespielt. Ich habe nur seine Fehler genutzt“, kommentiert Graf seinen Sieg mit den weissen Steinen. Ebenso mit Weiß gewinnt der 43 jährige Petr Haba gegen den Polen Tomasz Markowski. „Wir hatten beide eine für uns ungewohnte Stellung auf dem Brett,  ich wollte seine Hauptvariante vermeiden. Ich habe Raumvorteil bekommen und einen Bauern für ein aktives Figurenspiel und das Läuferpaar geopfert. Das entstehende Endspiel war für Schwarz nicht leicht und letztlich durch Zugzwang für mich gewonnen“, fasst er seine Partie  zusammen.

Ein  kurzes Remis zwischen Greenfeld und Tiviakov macht es möglich: Graf und Tiviakov übernehmen die alleinige Führung und stoßen morgen am Spitzenbrett aufeinander.

Aber auch Evgeny Postny muss beiden Schützenhilfe leisten. Der 26 jährige siegt gegen den bislang Mitführenden Leonid Milov. „Ich hatte aus der Eröffnung heraus das leicht bessere Spiel, aber Milov hat sich gut verteidigt.“ In Zeitnot tauscht Milov ein Turmpaar ab und endet so in einem verlorenen Endspiel. So bleibt Postny mit einem halben Punkt wie auch Greenfeld und Tiviakov dicht an den Führenden dran.

Die junge Frauengroßmeisterin Natalia Zdebskaja erringt ein Remis gegen Vladislav Borovikov. Und dabei ist dies der erste starker Großmeister ihrer Karriere als Gegner. Gerade gegen den für seine großen theoretischen Kenntnisse bekannten ukrainischen Landsmann kann sie Eröffnungsvorteile erringen, diese jedoch letztlich nicht zum Sieg verdichten. Die 21 jährige spielt in der Frauenbundesliga bei den Rodewischer Schachmietzen und sie bevorzugt doch Frauen als Gegner. „Frauen spielen emotionaler“, lacht sie.

Der Heidelberger Mathematik Student Johann-Christian Haker kann mit Schwarz dem belgischen Großmeister Alexander Dgebuadze ein Unentschieden abnehmen. „Auch Titelträger kochen nur mit Wasser. Ich spiele einfach ohne Angst. Dann geht schon was.“ Für den 22 jährigen Oberligaspieler ist das Pfalz Open um den großen Preis der Sparkasse erst das dritte Internationale Turnier seiner Schachlaufbahn. Er spielt bislang ein ausgezeichnetes Turnier und er liegt mit seinen Ergebnissen auch auf gutem Kurs die FIDE - Meister Norm zu erringen. Mit vier aus fünf Punkten hat er bislang nur gegen den Deutschen Meister Alexander Graf verloren.

Ein gutes Turnier spielt der Herxheimer Lorenz Bush mit nunmehr 3,5/5. Der Frankenthaler Peter Braun siegt heute erneut und platziert sich mit 3/5 im guten Mittelfeld. Der Ludwigshafener Roland Klein spielt Remis gegen Thomas Frotscher und kommt auf 2,5/5.

Nach der morgigen sechsten Runde wartet auf Interessierte im Neustadter Brauhaus noch ein besonderes schachliches Schmankerl. Um 17.00 Uhr beginnt als Teil des Rahmenprogramms zu Open ein Blitzturnier. In der schnellsten Disziplin im Schach treffen die Schachprofis im Open, aber auch interessierte Vereins- und Hobbyspieler aufeinander. Anmeldungen sind bis kurz vor Turnierbeginn noch möglich.

Runde 6: Remis am Spitzenbrett, Greenfeld und Postny schließen auf.

Keine drei Stunden währte der Kampf am Spitzenbrett zwischen Petr Haba und Alexander Graf. „Ich habe mit 3. – Ld7 in der französischen Verteidigung eine seltene Variante gewählt, doch das Spiel ist bald abgeflacht.“ (Graf). Die beiden Führenden trennen sich unentschieden.

So wird dies zur Stunde von Alon Greenfeld und Evgeny Postny. Der 43-jährige Greenfeld siegt in einer Kampf betonten Partie mit Schwarz gegen Aleksandar Berelovich und schließt ebenso zu den beiden Führenden auf wie Evgeny Postny. Postny besiegt den Startranglistenersten Sergei Tiviakov in einem sechsstündigem Kampf.


Tiviakov

Er kommt zwar zunächst schlecht aus der Eröffnung, doch Tiviakovs Angriffsbemühungen geben Postny neue Chancen. „Der kritische Punkt ist 33. – Sd3.“ Hier fasst Weiß einen falschen Plan.

Im breiten Verfolgerhauptfeld siegt überraschend der Rumäne Daniel Moldovan gegen den Hamburger Bundesligaspieler Robert Kempinski. „Ich habe einen Turm geopfert. Kempinski wollte auf Gewinn spielen und wich einem Dauerschach aus. Doch er riskierte zu viel.“ Die Partie kippte zu Gunsten Moldovans, der über psychologische Aspekte im Profischach promovierte, doch nunmehr als selbstständiger Baustoffhändler lebt.

Moldovans Landsmann Marius Manolache siegt gegen die Berliner Nachwuchshoffnung Ilya Brenner. „Ich bin immer ein wenig ängstlich bei jungen Spielern. Man weiß sie nie so richtig einzuschätzen.“ Doch heute hatte Brener dem Großmeister nicht viel entgegenzusetzen. Er verliert im 34. Zug.

Seine Normenhoffnungen kann der Kölner Dieter Morawietz begraben. Er verliert heute gegen Tomasz Markowski. Henrik Teske setzt sich gegen Rene Dausch durch.

„Ich kannte die Eröffnung gut und habe sie schon oft mit Schwarz gespielt. Weiß versucht kompromisslos seinen Mehrbauern zu behalten und muss zusehen, dass sein König nicht matt gesetzt wird. Die Computer empfehlen die Variante, verstehen aber die kritischen Abspiele jenseits des Rechenhorizonts nicht.“ so der ehemalige DDR-Jugendmeister. Die Partie jedenfalls war lange unklar und wurde durch einen groben Fehler entschieden.

Der Heidelberger Student Johann-Christian Haker kann sich durch einen Sieg heute ebenso wieder an das erweiterte Spitzenfeld (4.5 Punkte) herankämpfen wie der Herxheimer Lorenz Busch. Busch besiegt den FIDE-Meister Hans-Werner Ackermann.

Der Schwegenheimer Heiko Hauck gewinnt ein drittes Mal in Folge (4 Punkte).

Lutz Bohne (Herxheim) spielt ein viertes Remis in Folge und belegt einen Mittelplatz (3) wie auch die Frankenthaler Udo Loos, Valerius Costea und Volkhard Hetzer, die Hasslocher Dominik Weber und Heiko Theobald, sowie der Mannheimer Jürgen Staudt. Der Fehrbacher Klaus Ludy und der Neustädter Gerhard Wahl siegen heute im Neustadter Brauhaus. Der Mannheimer Fred Amrehn siegt zwar heute, kann jedoch mit 2 Punkten aus sechs Runden bislang mit dem Turnierverlauf kaum zufrieden sein.


Runde 7

Mit einem Bauern mehr kommt Evgeny Postny gegen Petr Haba (Bild) aus der Zeitkontrolle nach dem 40. Zug. Es ist ein Damenendspiel mit zwei gegen drei Bauern am Königsflügel. Unmöglich zu gewinnen? Postny versucht es. Ein Sieg bedeutet die alleinige Führung zwei Runden vor Schluss. Postny kämpft, sucht Sicherheit für seinen Königs um sich gegnerischen Schachs zu erwehren. Doch er braucht den König auch um anzugreifen. Haba in der Defensive, ein falscher Zug bedeutet die Niederlage. Und das Ende aller Hoffnungen auf den Turniersieg um den großen Preis der Sparkasse. Zwei Stunden lang geht es nur um das eine: Halten Habas Nerven oder kann Postny den Tschechen zum Fehler verführen? Sie halten. Nach 116 Zügen und sechs Stunden Spielzeit ist die Partie am Spitzenbrett remis.

Graf und Greefeld – ebenso mit 5.5 Punkte wie auch Postny und Haba auf dem Konto – trennen sich im Neustadter Brauhaus im 26. Zug mit Remis. „Ein komplizierte Partie“, so der deutsche Nationalspieler. „Erst sah es so aus, als ob ich Vorteil habe. Aber 23. a3 war wohl ein Fehler.“

Im Verfolgerfeld kann Markowski siegen und schließt zum Spitzenquartet auf.

Der bislang glücklos spielende Korneev siegt gegen den Deutschen Henrik Teske. Der Bundesligaspieler greift mit nur noch 30 Sekunden auf der Uhr im 40. Zug fehl. Der in Spanien lebende Russe hat den Weg zurück ins Verfolgerfeld wieder geschafft. In die neue Verfolgergruppe spielen sich auch der niederländische Turnierspieler und Schachjournalist Sergei Tiviakov (Bild) mit einem Sieg gegen Michail Kekelidze. Igor Khenkin feiert einen Start-Ziel Sieg gegen Michael Kopylov: „Ich war heute chancenlos“ (Kopylov). Aber auch Borovikov, der Schwegenheimer Berufsspieler Starostits, Milov und Epishin siegen und spielen sich mit nun 5.5 Punkten aus sieben Runden auf einen halben Punkt an die Spitze ran. Epischin, Deutscher Mannschaftsmeister mit dem Lübecker SV von 2001 bis 2003, gewinnt dabei gegen den Herxheimer Lorenz Busch. Leonid Milov schlägt den Heidelberger Studenten Johann-Christian Haker in einer scharfen Partie. „Mein Gegner hat einige bemerkenswerte Züge gefunden,“ lobt Milov. Haker macht auch die Niederlage Spass: „Gegen die Spitzenspieler ist das schon ein tolles Niveau. Wenn man sich da mal verrechnet – die finden alles.“

Der Frankenthaler Udo Loos gewinnt gegen den FIDE - Meister Hans Ackermann und behauptet sich mit 4 Punkten im guten Mittelfeld.


Udo Loos

Das Duell des Frankenthaler Volkhard Hetzer gegen den Hasslocher Heiko Theobald entscheidet der Frankenthaler für sich und kommt ebenso auf 4 Punkte. Lutz Bohne (Herxheim) und Valerius Costea (Frankenthal) trennen sich Unentschieden. Neben Bohne spielt sich auch Dominik Weber (Hassloch) mit einem Sieg in die Mittelfeldgruppe mit vier Punkten.

Runde 8 – Markowski übernimmt alleinige Führung

Das Drama des Spieltages findet heute am zweiten Brett seine Aufführung. Der deutsche Nationalspieler Alexander Graf braucht lange für seine Züge gegen Tomasz Markowski. Er denkt, er grübelt. Drei Minuten bleiben ihm letztlich für 20 Züge. Und auch dann vergehen oft lange Sekunden für jeden Zug. Zu lange Sekunden. Und es bleibt ihm zu wenig Zeit die Stellung zu durchdenken, die Züge zu planen. Die Stellung wird schlechter und schwieriger. Doch die Uhr tickt unerbittlich. Im Sekundentakt schmeißt er seine Züge auf das Brett. Zu spät. Im 35. Zug überschreitet er die Zeit. Aber die Stellung ist schon früher verloren. „Ich habe einfach die Kontrolle verloren,“ schüttelt Graf den Kopf. Das ebnet den Weg für den Polen Markowski. Als einziger Spieler geht er mit 7 Punkten nach acht Runden in die letzte Runde: „Ja, jetzt habe ich Chancen auf den ersten Platz.“

Die Alleinführung für Markowski ist auch Resultat des blutleeren Remis zwischen Evgeny Postny und Alon Greenfeld am ersten Brett und des Siegs von Sergei Tiviakov gegen den bislang Mitführenden Petr Haba. Haba bekommt zwar nicht den extremen Druck der Uhr zu spüren, doch auch er hat wenig Zeit und verrechnet sich.

Aleksander Berelovich gewinnt gegen den Delmenhorster IM Arnd Lauber. Robert Kempinski siegt gegen Dieter Morawietz. Auch Henrik Teske und Stefan Djuric punkten voll.

Doch trotz der Siege - um den Turniersieg spielen sie morgen nicht mehr mit. Mit sechs Punkten gesellen sie sich zu dem ganze 14 Spieler großen Hauptverfolgerfeld, das morgen um die  Platzierungen kämpft.

Beste Dame ist Luba Kopylova, die heute gegen René Dausch siegt und morgen neben ihrem Gatten Michael Kopylov gegen die deutsche Nachwuchshoffnung Ilya Brener spielt.

Der deutsche Kaderspieler Andreas Heimann aus dem Dreiländereck Baden-Schweiz-Frankreich hat sich schon vorzeitig die Jugendwertung gesichert, trotz seiner Niederlage gegen den starken Großmeister Alexander Dgebuadze.

Der Frankenthaler Udo Loos verliert gegen Ulf Dewenter. FIDE-Meister Peter Braun, der ebenfalls in Frankenthal spielt, in Mannheim wohnt, siegt gegen Erik Bongers. Der Herxheimer Lutz Bohne kommt ebenfalls zu einem vollen Punkt.

Unter den Besuchern des Turniers zu finden ist heute auch der des Präsidiumsmitglied des Deutschen Schachbundes Ernst Bedau: „Ein hervorragend organisiertes Turnier der Extraklasse in dem besonderen stilvollen Ambiente eines Brauhauses. Die Spielstärke der Turnierspitze ist höher als diejenige der deutschen Nationalmannschaft. Die Konzeption des Turniers hat das Zeug, das Pfalzopen zu einem der größten und stärksten Turniere Deutschlands zu machen.“


 Luba Kopylova

Runde 9: Tomasz Markowski Sieger des 1. Pfalz Open 2008

Am Spitzenbrett trennen sich Postny und Markowski schnell Unentschieden. Posty: "Mein Gegner spielte eine solide Eröffnung, ich bekam nichts und konnte kein Risiko eingehen." Markowski (Bild) sichert sich so einen Rang unter den ersten drei Spielern. Doch ob es der Spitzenplatz bleibt, hat er nun nicht mehr in der Hand. Seine Zweitwertung ist im Vergleich zu Tiviakov und Greenfeld schlecht, und diese können mit Siegen zum Führenden mit 7,5 Punkten aufschließen. Doch das Glück ist dem für Plauen spielenden polnischen Schachprofi holt. Trotz Gewinnversuchen an den Brettern zwei und drei bleiben die Partien von Tiviakov und Greenfeld Remis. Tomasz Markowski heißt der Sieger des 1. Pfalz Open. Der passionierte Bergwanderer sichert sich mit 7.5 Punkten den großen Preis der Sparkasse.

Sergei Tivikov (Bild), Alon Greenfeld und Evgeny Postny führen nach ihren Remis die Gruppe mit 7 Punkten an. Nach Siegen gesellen sich Leonid Milov, Robert Kempinski und Oleg Koreev hinzu.

Leonid Milov zeigt gegen Yuriy Drozdovskyy eine spannende Partie mit überraschenden Elementen (27. g4). Er wird für seinen Sieg nicht nur mit dem fünften Platz in der Gesamtwertung belohnt, sondern auch mit seiner 2. GM Norm. Der Mainzer Trainer und Turnierspieler lacht: "Es war ein erfolgreiches Turnier für mich."

Dieter Morawietz sichert sich mit einem Sieg gegen Volker Meier eine IM-Norm. Der titellose, aber über 2400 ELO-Punkte starke Kölner Programmierer hat bereits eine GM-Norm aus dem Jahr 2005. Ob eine 1993 erspielte Norm noch gültig ist, bleibt unklar. Mitte der Neunziger Jahre "hatte ich das Schach schon abgehakt und mich auf den Beruf konzentriert. Aber die letzten Jahre habe ich wieder Lust bekommen zu spielen. Verdient bin ich zunächst unter die 2400 Punkte gefallen, musste mich wieder steigern. Und das dauert lange, wenn man nicht viel spielt. Aber mein Ehrgeiz ist erwacht... ."

Keine 13 Minuten Bedenkzeit braucht der Georgier Michail Kekelidze für seinen Sieg gegen Nekrasov. Der Ukrainer Michail Nekrasov tappt in eine Eröffnungsfalle. "Es ist noch zu früh zum Schachspielen", entschuldigt Kekelidze seinen Gegner.

Beste Spielerin wird die ukrainische Frauengroßmeisterin Natalia Zdebskaja (Bild) . Sie schlägt den Pirmasener Andreas Bush und setzt sich mit 6 Punkten einen halben Punkt vor Ljubovo Kopylova.

"Ein nettes Turnier, ein interessanter Spielort und ein gutes Hotel. Ich komme gerne nächstes Jahr wieder," freut sich Zdebskaja. Die bekommt Ihre Siegestrophäe aus der Hand von Karin Prohaska, Präsidentin des Zonta Clubs Neustadt: "

Den Familienpreis der Firma GLOBUS in Neustadt geht an Familie Kopylov. Bester Spieler unter ELO 2200 wird Johannes Esterluss (Lorsch) mit einer Performance von 2356 Punkten. Bester Spieler unter 2000 ELO ist der Landauer Johannes Vogel. Thorsten Niering gewinnt den Ratingpreis unter 1800 Punkten. Der Diersburger Hubertus Lukus siegt in der Kategorie unter 1600 Wertungszahl. Der Hockenheimer FIDE-Meister Michail Nekrasov ist bester Senior.

 

 

 

 

 


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