Martin Breutigam: Skandinavische Verteidigung mit 3…Dd6 – Ein modernes Repertoire

02.04.2021 – Mit nur einer Eröffnung die gewaltige Theorieflut nach 1.e4 eindämmen – dies kann die skandinavische Verteidigung leisten! Das unorthodoxe Konzept 1.e4 d5 2.exd5 Dxd5 widersteht auch in digitalen Zeiten allen Angriffen. Skandinavisch hat sich als solide, flexibel und vergleichsweise theoriearm erwiesen. Der Internationale Meister Martin Breutigam verdichtet in 22 Videos die theoretischen, strategischen und taktischen Besonderheiten dieser faszinierenden Eröffnung zu einem kompletten Repertoire gegen 1.e4.

Skandinavische Verteidigung mit 3...Dd6 Skandinavische Verteidigung mit 3...Dd6

Das unorthodoxe Konzept 1.e4 d5 2.exd5 Dxd5 widersteht auch in digitalen Zeiten allen Angriffen. Skandinavisch hat sich als solide, flexibel und vergleichsweise theoriearm erwiesen.

Mehr...

Martin Breutigam: Skandinavische Verteidigung mit 3…Dd6 – Ein modernes Repertoire

Im Mittelpunkt stehen die modernen Entwicklungen in der Tiviakov-Variante 3.Sc3 Dd6. Breutigam erläutert auch die Feinheiten der Nebenvarianten (z.B. 3.Sf3 oder 3.d4) und frühen Abweichungen (z.B. 2.Sc3 oder 2.d4). Zudem begutachtet er in zwei Exkursen strategische Mittel- und Endspieltypen, die sich oft aus einer skandinavischen Hemmstruktur ergeben. Mit einhundert Modellpartien, interaktiven Tests und einem Tool zum Ausspielen kritischer Stellungen finden sich zusätzliche Trainingsmöglichkeiten auf dieser DVD.

• Laufzeit: 7 Std. 30 Minuten (Deutsch)
• Interaktive Aufgaben mit Video-Feedback
• Extra: Datenbank mit Musterpartien
• Tool zum Ausspielen von Repertoire und Schlüsselstellungen

Martin Breutigam, Jahrgang 1965, ist ein Schachjournalist und Internationaler Meister, der in verschiedenen großen deutschen Tageszeitungen über Schach schreibt und auch für größere Publikationen verantwortlich zeichnet. Nach "64 Monate auf 64 Feldern", "Meyers Schachturnier" (ein Spiralbuch) und "World Chess Championship 2004" hat er zuletzt "Todesküsse am Brett" herausgebracht.

Skandinavische Verteidigung mit 3...Dd6

Das unorthodoxe Konzept 1.e4 d5 2.exd5 Dxd5 widersteht auch in digitalen Zeiten allen Angriffen. Skandinavisch hat sich als solide, flexibel und vergleichsweise theoriearm erwiesen.

Mehr...

Links:

 

Discussion and Feedback Join the public discussion or submit your feedback to the editors


Diskutieren

Regeln für Leserkommentare

 
 

Noch kein Benutzer? Registrieren

Kasparov100 Kasparov100 03.04.2021 06:17
Das Thema ist jetzt gegessen. Ich bin froh, dass es Leute wie Breutigam gibt, die gute Arbeit abliefern. Das muss auch honoriert werden. Das einzige was mich heutzutage stört bzw. was man dem Autor vorwerfen könnte, dass er diesen Zug des ‚easy way to irgendwas‘ bzw. ‚ohne viel Theorie zu lernen‘ Geschwafel, dass sie als verkaufsargument verwenden, aufgesprungen ist. Das hat mit der Realität wenig zu tun. Ansonsten sind Ansichten und Geschmäcker zum Glück verschieden...
WilliamParcher WilliamParcher 03.04.2021 06:04
@Kasparov100

Habe ich ;). Mannschaftskämpfe und ein dwz-ausgewertetes Turnier, aber schön dass du auf meinen Text überhaupt nicht eingehst. Wie die Politiker: Man sucht sich etwas raus, was man angreifen kann, der Rest ist zu logisch um es zu widerlegen.
WilliamParcher WilliamParcher 03.04.2021 06:02
@DoktorM

Die Weltklassespieler lernen nix auswendig, sondern versuchen den Sinn der Züge zu verstehen. Kauf die "The Anand Files", dann weißt du wovon ich rede.

Russisch ist besser als Skandinavisch. Rein von der Logik des Schachspiels schon. Aber wer an solchen Aussagen zweifelt, hat sich in meinen Augen schon für eine gute Diskussion disqualifiziert. Ich werde deinen Aussagen daher keine Beachtung mehr schenken.
Kasparov100 Kasparov100 03.04.2021 06:02
Tja, den GM und IM hast du halt nicht in einer Turnierpartie geschlagen, was qualitativ schon einen ‚leichten‘ Unterschied ausmacht...:-) Aber nichts für ungut...
DoktorM DoktorM 03.04.2021 05:53
Letztlich ist das Lernen von Eröffnungen mit viel Auswendiglernen verbunden. Die Weltklassespieler sagen es selbst in einigen Kommentaren, dass sie sich nicht mehr korrekt erinnert haben oder die Züge bzw. Pläne verwechselt haben. Wenn jemand Spaß an einem bestimmten System hat, spricht wenig dagegen, es zu spielen. Auch in gedrückten Stellungen lernt man viel. Verteidigen will gelernt sein.
Ob Russisch objektiv besser ist als Skandinavisch, ist eine gewagte Behauptung. Da würde ich noch einige Jahrzehnte warten, bis die Rechner zusammen mit den Menschen beides besser untersucht haben.
Warum ist Chess960 bei vielen so beliebt? Weil das Theorielernen wegfällt. Da zählen andere Faktoren.
WilliamParcher WilliamParcher 03.04.2021 05:48
@Kasparov100

Tatsächlich habe ich so ein Projekt schon vor 5 Jahren gestartet und zwar mit 1.d4 a la Avrukh. Natürlich kenne ich nicht alle Details und man vergisst auch wieder Sachen, aber ich konnte in der Zeit einen IM und einen GM schlagen und zwar mit Katalanisch. Und insgesamt finde ich, dass sich mein Spielverständnis deutlich verbessert habe, seitdem ich die GM Repertoires spiele.

Natürlich hat man als Berufstätiger nicht die Zeit alles bis ins letzte Detail zu studieren. Darum geht es auch gar nicht. Hauptvarianten sind häufig so gut, dass man sie auch ohne Wissen spielen kann. In der spanischen Partie kannst du mit Schwarz so viel spielen, was "gesund" ist. Und je eingespielter du bist und du vorher schon gelernt hast, desto weniger Theorie brauchst du. Du entwickelst mit der Zeit ein Spielverständnis über die Eröffnung.

Und einen Sizilianer kann man auch ohne alle notwenigen Details spielen. Selbst GMs vergessen viel. Es geht auch nicht darum stundenlang Theorie zu büffeln. Sondern sich ein gutes Repertoire aufzubauen in dem man beispielsweise blitzt, anschließend die Theorie anschaut und mit dem Computer analysiert. Viele Leute verdaddeln ihre Freizeit mit Bullet oder Rumgeblitze ohne etwas mit zunehmen.

Ich hab selbst wenig Zeit gehabt, allerdings hab ich statt 10-20 Blitzpartien zu spielen, einfach 5-9 gespielt und mir anschließend die GM-Repertoires angeschaut und Stockfish zur Beratung angeschaltet. So habe ich das taktische und positionelle Wissen der Eröffnung mehr und mehr gelernt und konnte wie gesagt die Titelträger schlagen.

So ein Projekt dauert für uns Amateure natürlich, aber es lohnt sich. Verplemmert nicht eure gesamte Zeit mit Blitzen ohne Verstand. Es sei denn, ihr wollt nicht besser werden. Wenn ihr damit Spaß habt und ohne Ambition spielen wollt, da gegen werde ich nichts sagen. Ich für meinen Teil möchte mich verbessern und empfehle jedem Hauptvarianten auch ohne viel Wissen zu spielen.
Kasparov100 Kasparov100 03.04.2021 05:32
@williamparcher Aber sie können gerne ein Experiment starten, sie fangen heute an königsindisch zu spielen, nehmen ‚das beste‘ also den 5-bändigen kotronias als Unterlage. 3-Bände allein über das klassische System ‚mar del plata Variante‘ 7. d5 und se7 mit seinen insgesamt 1500 Seiten und sagen wir mal in 2-3 Jahren erzählen Sie uns nochmal, ob der apodiktische glaube an hauptvarianten einen tatsächlich weiterbringt...:-)
Kasparov100 Kasparov100 03.04.2021 05:20
Man soll spielen, was einem Spaß macht. Da wir beide nicht Profis sind, kommt es nicht auf eine wissenschaftliche Betrachtungsweise an. Da wären hauptvarianten sicher zu bevorzugen, die muss man aber schon in seiner Jugend spielen, sonst wird das zeitlich einfach zu aufwändig. Ein vollständiges Repertoire z.b. mit weiß gegen den offenen Sizilianer mit hauptvarianten zu zimmern, ist für einen Berufstätigen mit der dafür notwendigen Detailkenntnis kaum zu bewerkstelligen. Und dann fehlen noch 80 % der Hauptvarianten der anderen Entgegnungen gegen 1. e4. Darum ist es ja kein Wunder, das zb die rossolimo oder die Moskauer Variante schon jahrelange aufblühen. Und ‚das beste‘ also ihre geliebten Hauptvarianten nicht genau zu können bringt unter dem Strich nicht mehr, als ein nebensystem gut zu beherrschen...
WilliamParcher WilliamParcher 03.04.2021 05:06
@Kasparov100

Du kannst heutzutage jede Variante "retten", auch wenn sie objektiv schlecht ist.Schach ist remis und mit Stockfish 13 ,Leela und Co ist mittlerweile möglich fast jede absurde Variante "spielbar" zu machen.

Und das man eine solide Eröffnung wie Skandinavisch nicht mit einem Angriff widerlegen kann, erklärt sich von selbst. Die meisten Eröffnungen lassen sich durch eine taktische Variante nicht widerlegen, selbst 1.g4 ist nicht 0-1. Daher ist es für mich nicht verwunderlich eine bereits spielbare Eröffnung "spielbar" zu machen.

Es geht allein um die Objektivität der Eröffnung und meine Überzeugung ist einfach: Spielt Hauptvarianten. Das gehört zur einer guten Schachkultur, bringt alle Gegner zum schwitzen, ist 100% zuverlässig und es gibt Millionen von Musterpartien.

Diese "Abkürzungen" wie Skandinavisch, Pirc oder 1...Sc6 etc funktionieren nicht. Meine Spielstärke ist nach oben gegangen nachdem, ich Dd6-Skandi abgelegt habe und 1...e5 gespielt habe.

In der Praxis ist die Eröffnung sehr selten und das hat auch einen Grund. Die Probleme dieser Eröffnung lösen sich nicht in Luft auf, nur weil du beschlossen hast sie zu ignorieren. Oder willst du ernsthaft mit einer Top-Engine diskutieren, die in fast jeder Untervariante von Dd6 einen kleinen stabilen Vorteil anzeigt? Es geht ja nicht mal um eine spezielle Variante, die gesamte Eröffnung hat große Baustellen aus theoretischer Sicht. Ähnlich verhält es sich mit der Pirc-Verteidigung, die nicht mal in einem GM-Repertoire von Quality Chess "gerettet" wurde.

Wer meint "halbkorrekte" Eröffnungen zu spielen, soll er machen. Ich teile jedoch die Einschätzung, dass man auf lange Sicht mehr mit "korrekten" Eröffnungen Erfolg hat.

Und in einer DVD lassen sich die Probleme der Eröffnung sowieso nicht im Detail beheben. Das ist auch gar nicht der Sinn einer DVD. Daher lasst die Finger weg von Nebeneröffnungen und spielt Hauptvarianten.
Kasparov100 Kasparov100 03.04.2021 04:43
Was ihr vielleicht bei der Einführung in den Artikel übersehen habt, dass es heißt ‚widersteht auch in digitalen Zeiten allen Angriffen‘. D.h. Breutigam hat sich die Mühe gemacht, die kritischen Varianten nochmals mit den neuesten Engines zu überprüfen, und die Sache als spielbar eingestuft. Eine sogenannte 0.00 Eröffnung ist skandinavisch mit Dd6 natürlich nicht, das ist auch keine zwingende Voraussetzung um eine Variante zu besprechen. Trotzdem gibt es gerade hier abspiele, in denen man die ‚einzigen Züge‘ kennen muss um da lebend rauszukommen. Das Risiko ist dementsprechend hoch, aber das bleibt jedem selber überlassen, ob er das eingehen will oder nicht. Tiviakov hat in einem CBM Beitrag vor ein paar Jahren die Schlussfolgerung gezogen, dass diese Variante im Profibereich über 2400 elo nicht mehr spielbar ist, was sich aber in der Praxis allerdings nicht bestätigt hat. Selbst Tiviakov hat nach dieser Aussage wieder daraufczurückgegriffen. Mir geht’s darum, dass Martin Breutigam in seinen cbm Beiträgen immer gute Arbeit geleistet hat, auch seine Trompovsky dvd hat eindeutig Qualität. Und hier liefert er sicher wieder ein akribisches Werk ab, das 7.5 Stunden Spielzeit hat. Mehr als 2.5 Stunden wie der übliche Durchschnitt. Ob man das spielen will ist Geschmacksache, wer allerdings glaubt man kann damit einen Blumentopf gewinnen, ohne die kritischen Varianten anzuschauen, der wird in der Praxis keine Freude mit der Sache haben...
WilliamParcher WilliamParcher 03.04.2021 04:15
@rollinghills

Deinen Beitrag kann ich nur so unterschreiben. Du hast die Problematik auf den Punkt gebracht!
WilliamParcher WilliamParcher 03.04.2021 01:54
Und es gibt auch keine Eröffnung, die man mit wenig Aufwand lernen kann. Da gebe ich dir 100% Recht. Auch wenn DoktorM vermutet, Eröffnung lernen bedeutet auswendig lernen: Viel wichtiger sind jahrelange Erfahrung und regelmäßige Updates in den kritischen Abspielen. So bekommt man a) ein Gefühl für die Eröffnung und b) bleibt auf den aktuellsten Stand der Theorie.

Für die schachliche Bildung halte ich es daher für notwendig "0.00" - Eröffnungen zu lernen. Und weil selbst die Spitzenspieler große Probleme haben gegen diese Eröffnungen irgendetwas zu finden. Und viele diese Eröffnungen müssen nicht zwangsläufig mit mehr Arbeit verbunden sein.

Denn seien wir mal ehrlich, eine Eröffnun wie Skandinavisch auf "0.00" zu bringen, ist eine Aufgabe die fast unmöglich ist. Man erhält sicherlich spielbare Stellungen, die nah am Ausgleich sind. Aber wieso nicht Stellungen spielen, die "100%" ausgeglichen sind. Um zu verstehen, warum bestimmte Stellungen "0.00" sind und nicht etwa "0.25", benötigt man etwas Zeit und einen guten Computer. Dann nicht auswendig lernen (DoktorM), sondern versuchen zu verstehen, warum der Computer so denkt (positionelles Verständnis) und selbst mal Züge ausprobieren (taktisches Verständnis).
WilliamParcher WilliamParcher 03.04.2021 01:53
Keine Ahnung, warum du mich krampfhaft versuchst misszuverstehen oder einfach meinen Beitrag nicht richtig gelesen hast.

Diese Eröffnung ist halt eben keine "0.00" - Eröffnung, wie Najdorf, Russisch, Berlin Wall, Marshall-Spanier etc. Weiß erhält oft minimal bessere Stellungen, die natürlich nicht zwangsläufig gewonnen für Weiß sind und auch nicht zwangsläufig zu besseren Ergebnissen führen müssen. Die Stellungen sind oft sehr solide für Schwarz, aber bei genauen weißen Spiel erhält der Anziehende etwas Druck.

Dieses Totschlagargument Spieler A hat diese Variante mal mit Erfolg gespielt, ist ein sehr schwaches Argument. Carlsen hat schon alles mit Erfolg gespielt. Worauf es wirklich ankommt, sind Langzeitpartien in wichtigen Turnieren und nicht irgendein ein Blitzturnier. Es gibt schon einen Grund, warum kein GM diese Eröffnung regelmäßig spielt.
rollinghills rollinghills 03.04.2021 10:18
@William Parcher: Dem kann ich nur beipflichten. Ich würde noch hinzufügen: Bevor man sich für eine Eröffnung entscheidet, sollte man die Strukturen verstehen. Dass Skandinavisch nicht wirklich vollwertig sein kann, erklärt sich dann schon von alleine. Schwarz überlässt dem Weißen mehr Raum, und bekommt eigentlich nix dafür zurück.
Leute wie Tiviakov studieren und analysieren das in aller Tiefe, und leben dann davon, dass sie entweder deutlich stärker Spielen als ihre Gegener, oder das Ganze bis fast ins Endspiel analysiert haben.
Ihr würde mir zu allererst Partien von Leuten wie Caruana oder Giri als Weißem bei wichtigen Turnieren anschauen, wo er sich vorbereiten konnten. Meist gehen dann auch die Protagonisten solcher Spezialsysteme ziemlich sang und klanglos ein. Siehe Caruana - Tiviakov vor 5 - 10 Jahren. Caruana hatte da gar nichts spektakuläres entdeckt, sondern einfach das Läuferpaar, dass ihm Tiviakov nach Lc8-g4xf3 quasi geschenkt hatte, plus leichtem Raumvorteil verwertet.
Kein "Spezialsystem" kann die Logik des Spiels wiederlegen.
Was das gegenseitige Gepatze während Partien, und die Frage nach dem Sinn von Eröffnungsvorbereitung anbelangt, wenn 3 Züge nach Ende der Vorbereitung, gleich der erste Mann über Bord geht, ist das wohl eigentlich ein anderes Thema ;-)
Kasparov100 Kasparov100 03.04.2021 10:04
Ich kann die u.a. Diskussion, die mehr auf polemische Art als sachlich korrekt geführt wird, überhaupt nicht nachvollziehen. Ich spiele diese Variante schon seit Jahren gegen eine Gegnerschaft mit 2200er Nivau in der Mannschaftsmeisterschaft, sowie im blitzen gegen Gegnern bis zu 2400 Elo mit gutem Erfolg. Das gerade, weil ich mich mit der Theorie dieses Systems beschäftigt habe. Die Variante ist völlig korrekt, aber selbstredend etwas schwieriger zu spielen, weil man ja am Anfang ein Tempo mit Dd5: investiert hat. Kotronias hat das in seinem ausgezeichneten Buch auch festgestellt. Es ist ein Irrglaube vieler Amateurspieler es gäbe irgendeine Eröffnung, die man mit wenig Aufwand erlernen könne und die bestens funktioniert. Das ist Bullshit und die Argumentation von Leuten die zu faul sind mal ein ordentliches Buch in die Hand zu nehmen. Und es wird Martin Breutigam nicht gerecht, den ich persönlich nicht kenne, aber der sich bereits mit der Variante in einigen Chess Base Magzin Artikeln beschäftigt hat und daher prädestiniert ist, diese DVD zu machen. Man muss sich halt informieren und dann erst reden, so ist das im Leben halt. Magnus Carlsen spielt diese Variante öfters gegen Weltklassegegner in hochklassigen Onlineturnieren, mit ausgezeichneten Ergebnissen, dass sollte alle Bedenken bezüglich der "Korrektheit" eigentlich ad absurdum führen!
WilliamParcher WilliamParcher 03.04.2021 01:50
@DoktorM
Keine Ahnung, ob deine Antwort gegen mich gerichtet war. Aber ich spiele weder Bezirksklasse noch bin ich ein Profi und dass du im Blitzen irgendeinen Schrott spielt, sagt nichts über die Qualität der Eröffnung. Ich spiele gegen 2100er (Blitzrating auf playchess) auch oft "Müll" im Blitz, einfach weil die Spieler meist alles einstellen und ich nur aufsammeln muss.

"Eröffnung lernen" hat auch nix mit "auswendig lernen" zu tun. Wer so unsystematisch daran geht, muss sich über Eröffnungsprobleme nicht wundern. Und übrigens habe ich auch nie gesagt, dass Taktik, Endspiel etc weniger wichtig ist.

Vielleicht solltest du dir nochmal anschauen, was für ein Artikel das ist: Eröffnungs-Dvd. Also geht es doch um eine spezielle Eröffnung, die ich kritisiere. Daher kannst du dir deine Stammtisch-Weisheiten für andere Artikel aufsparen. Dort interessiert man sich sicherlich auch für deine 2.d3-Variante gegen Skandinavisch und wie du mit "Müll" sogar gewinnen konntest. Meinen Glückwunsch!
Ralf71 Ralf71 02.04.2021 10:16
Hallo ich würde gerne mal einige "Fast aktuelle" Partie von Herrn Breutigam sehen, in der chess base Bank kann ich nicht so viele finden.
DoktorM DoktorM 02.04.2021 07:14
Man kann auch ohne große Eröffnungskenntnisse brauchbar Schach spielen (DWZ > 2000). Bevor ich mir Eröfffnungen anschauen und Züge auswendig lernen würde, gibt es wichtigere Dinge im Schach: Taktik, Ideen im Mittelspiel und vor allem Endspielwissen.

Gegen Skandinavisch finde ich 1. e4 d5 2. d3 ganz lustig. Vor allem, wenn man weiß, wie viele Stunden des Lernens der Gegner jetzt nicht mehr anwenden kann. Im Blitz spiele ich das ständig.

Aber was weiß ich schon darüber. Ich bin ja nur Amateur. Die Profis aus der Bezirksklasse wissen das sicher besser.
WilliamParcher WilliamParcher 02.04.2021 05:02
@Stefan Eichardt
Ich garantiere dir, da wird auch diese DVD nix ändern. Es gibt schon einen Grund, warum diese Eröffnung nicht so oft gespielt wird. Es gibt viele Stellungen, die man vielleicht mit dem Computer "retten" kann, allerdings bekommt oft Stellungen, die man gut verteidigen muss. Auch objektiv gibt es keinen "0.00" Ausgleich in den harten Varianten.


Spiel am besten Russisch, die Eröffnung ist 100% korrekt und auf Amateurebene kannst du locker damit auf Gewinn spielen. Die Strukturen sind oft ähnlich und man erhält Stellungen die der Französisch Abtauschvariante ähneln. Gibt es paar harte Varianten in 5.d4 und 5.Sc3, die man auf jeden Fall kennen muss.

Spieler, die ihr lebenlang halbkorrekte Varianten spielen, werden Probleme haben sich stetig zu verbessern. Und warum sollte man freiwillig auf weniger gute Eröffnungen setzen? Verstehe ich auch auf Amateurebene überhaupt nicht. Man sollte wenigstens versuchen "korrekt" zu spielen und nicht so einen Mist wie Skandinavisch.

Meine Elo-Zahl ist jedenfalls nach oben gegangen, nachdem ich den ganzen Mist aussortiert habe (Skandinavisch mit Dd6 habe ich auch mal gespielt).
Stefan Eichardt Stefan Eichardt 02.04.2021 03:24
Na, dann bin ich mal gespannt. Ich arme Sau spiele nämlich das Zeugs mit Dd6, seitdem ich das gesündere Französisch irgendwann über war. Und hatte mir vorgenommen, Dd6 im April ad acta zu legen und auf Russisch, Caro-Kann oder Paulsen umzusteigen. Meine Erfahrungen mit Dd6 sind desolat. Fast alles, was Weiß darauf spielt, ist bequem. Ich kriege als Schwarzer auf den ersten Blick oft ganz solide aussehende Stellungen ohne strategische Schwächen. Ich habe dann oft das Gefühl, egal was ich ziehe, ich kann meine solide Stellung nur verschlechtern. Weiß kommt dann irgendwann in aller Gemütsruhe mit Bauernsturm am Königsflügel oder mit b4 - gerade in den g3-Varianten.
Bin naheliegenderweise skeptisch, aber werde mir die DVD mit um so mehr Interesse zu Gemüte führen.
1