Matt durch Früherkennung

09.02.2007 – Wer hat das nicht schon einmal erlebt? Bei der heimischen Analyse der Partie vom Vortag springt die Fritz-Bewertung plötzlich auf "'+- (#3)" um. Wie? Da war ein Matt!? Tröstlich kann da der Umstand wirken, dass das Auslassen von Matts auf allen Ebenen zu Hause ist. Und die Ursache ist in der Regel beim Großmeister wie beim Amateur dieselbe. Die meisten Matts werden - so lautet die Grundthese von GM Daniel King auf seiner DVD "Powerplay 1" - deshalb ausgelassen, weil man sie nicht früh genug erkennt. Und das wiederum liegt darin begründet, dass es an der Kenntnis von Mattmustern hapert. "Zu erkennen, wann Gefahr aufzieht, wann sich Mattmuster abzeichnen, ist eine entscheidende Fertigkeit." Und das gilt für den Verteidiger natürlich ebenso wie für den Angreifer. Die Beschäftigung mit Mattmotiven ist also in jedem Fall eine lohnende Angelegenheit. Wer Daniel King durch seine DVD über Mattmuster folgt, wird aber nicht nur seinen taktischen Fähigkeiten Gutes tun, sondern sich zugleich wieder und wieder am ästhetischen Reiz diverser Mattwendungen erfreuen können. King: "Powerplay 1 - Mattmuster" im Shop kaufen...Mehr...

ChessBase 14 Download ChessBase 14 Download

ChessBase 14 ist die persönliche Schach-Datenbank, die weltweit zum Standard geworden ist. Und zwar für alle, die Spaß am Schach haben und auch in Zukunft erfolgreich mitspielen wollen. Das gilt für den Weltmeister ebenso wie für den Vereinsspieler oder den Schachfreund von nebenan.

Mehr...

Was für klassische Mattmuster kennen Sie? Gut, da gibt es das Läuferopfer auf h7 (oder h2), Laskers Doppelläufer-Opfer, das Erstickte Matt und noch einiges mehr. Aber was heißt schon "kennen"? Nur weil man bestimmte Kombinationstypen schon einmal gesehen hat, heißt das nicht, dass es sich nicht lohnen würde, sie noch einmal unter die Lupe zu nehmen. In der Praxis werden ihnen ohnehin nur selten mustergültige Mattwendungen angeboten werden. Meist sind es im Schach die Variationen, die die Musik machen. Nur wer die einzelnen Motive anhand verschiedenster Beispiele betrachtet und analysiert, wird sie soweit verinnerlichen, dass er sie in seinen eigenen Partien - schnell genug, denn viele Matts wollen bei knapper Bedenkzeit gefunden werden .- entdeckt.

Daniel King geht in seinem Kurs entsprechend systematisch vor und präsentiert zunächst die verschiedenen Mattmotive. In seiner Kategorisierung findet man neben bekannten Klassikern auch Motive mit exotisch klingenden Namen wie "Das Rasenmäher-Matt", oder die "Zwickmühle". Am  Anfang jeden Motivs steht jeweils der Prototyp. Klicken Sie auf den Link unten, um Daniel Kings Einführung des Musters "Doppelläufer-Opfer" anzusehen:

Der Prototyp des Doppelläufer-Opfers...


Im Shop kaufen...

Ausgehend von diesem grundlegenden Verständnis des jeweiligen Motivs demonstriert King verschiedenste Variationen, in denen das Thema immer wieder in der Schachgeschichte vorgekommen ist und vorkommen wird. Die systematischen Zusammenhänge zwischen den Beispielen sind auf den ersten Blick dabei alles andere als offenkundig. Keine Frage: Der erfahrene Trainer, Schach-Moderator und Großmeister Daniel King kann aus einem großen Fundus schöpfen und wählt die Beispiele ganz gezielt, um den Variantenreichtum und die verschiedenen Nuancen der einzelnen Motive zu vermitteln. Ein Beispiel hierfür findet sich im Abschnitt zum "Springermatt". In unmittelbarer Abfolge demonstriert King die Mattkombinationen in folgenden beiden Stellungen:


Weiß setzt Matt


Schwarz setzt Matt

Finden Sie die Lösungen? Die Themenangabe "Springermatt" ist vor allem beim ersten Beispiel hilfreich. In der eigenen Turnierpraxis muss man freilich ohne derartige Hilfsmittel auskommen. Im zweiten, interaktiven Abschnitt dieses Kurses geht King daher zu einem Training über, in dem der Anwender ausgewählte Teststellungen ohne Angabe des einschlägigen Themas selbst meistern soll. Hier wird sich zeigen, wie viele und welche Motive man als Erfolg des Kurses erkennt und zu beherrschen versteht.

Die Lösungen der ausgewählten Teststellungen sind auch hier keine Selbstgänger. Schach ist komplex und jede Stellung ist konkret. Daniel King wird Sie daher immer wieder dazu auffordern, das Video zu stoppen, selbst nachzudenken, Züge und Varianten zu berechnen und erst dann fortzusetzen, wenn Sie sich selbst Ihrer Sache sicher sind.
Wer diesen ersten Band der Reihe Powerplay mit Daniel King absolviert hat, wird am Ende ein sehr viel besseres Gefühl für die wichtigen Mattmotive entwickelt haben und damit auch ein gutes Stück besser für seine nächsten Partien gerüstet sein.

 


Discussion and Feedback Join the public discussion or submit your feedback to the editors


Diskutieren

Regeln für Leserkommentare

 
 

Noch kein Benutzer? Registrieren